DGK e.V. -EFSA-Gutachten ebnet Weg für EU-Zulassung von Stevia
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EFSA-Gutachten ebnet Weg für EU-Zulassung von Stevia

Natürlich süßen - ohne Kalorien

Stevia-Pflanze

Die European Food Safety Authority (EFSA) bezeichnet Stevia als risikofrei. Experten rechnen mit einer baldigen Zulassung des natürlichen pflanzlichen Süßungsmittels als Nahrungsergänzungsmittel bzw. Lebenssmittelzusatzstoff.

(Marburg, 15.4.2010) Ein Traum könnte wahr und legal werden. Naschen ohne Reue - mit einem natürlichen Süßungsmittel, das keine Fruktose (1) enthält und anders als Haushaltszucker weder Zähne noch Stoffwechsel belastet. Im Gegenteil: Selbst die Bedeutung von Stevia in der Prävention von Stoffwechselkrankheiten wie dem Metabolischen Syndrom ist belegt. Die süßenden Substanzen in den Blättern der südamerikanischen Stevia-Pflanze sind so intensiv, dass sie herkömmlichen Zucker in vielen Zubereitungen ersetzen können. Einige davon sind sogar 300 Mal süßer als Zucker.

Stevia rebaudiana (syn. Eupatorium rebaudianum), auch Süßkraut, Süßblatt oder Honigkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblüter (Asteraceae). Die Pflanze wird schon seit Jahrhunderten wegen ihrer starken Süßkraft als Süßstoff verwendet, ist aber bislang in der EU nicht als Lebensmittelzusatz zugelassen (2). Und das, obwohl die Weltgesundheitsorganisation WHO bereits im Juli 2008 Stevia-Extrakte als sicher eingestuft hat, wenn bestimmte Verzehrsmengen nicht überschritten werden. Es fehlten bislang überzeugende wissenschaftliche Nachweise, dass der Verzehr der eigentlichen „Wirkstoffe“ aus den Stevia-Blättern, die Steviolglykoside, gesundheitlich unbedenklich sind. Man unterscheidet im Wesentlichen zwei Arten von Steviolglykosiden, aus denen der natürliche Süßstoff gewonnen wird: Steviosid und Rebaudiosid-A.

Wissenschaftler der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority - EFSA), genauer gesagt das Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food (ANS), haben jetzt Steviolglykoside, die aus Stevia Pflanzenblättern extrahierten Süßungsmittel, auf ihre Reinheit geprüft und bewertet. Gleichzeitig wurde die Empfehlung einer täglich unbedenklichen Aufnahme von bis zu 4 Milligramm Steviol-Glykosiden pro Kilogramm Körpergewicht ausgesprochen. Damit folgt man einer Empfehlung des "Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives" (JECFA), der gemeinsamen Bewertungsgruppe für Lebensmittel und Lebensmittelzusatzstoffe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welternährungsorganisation (FAO), die diesen ADI-Wert bereits vor zwei Jahren festlegte.
Die EU-weite Zulassung rückt damit einen Schritt näher. Ohnehin wurde Stevia in den zuletzt aufgenommenen EU-Mitgliedsländern, die das Kraut traditionell anbauen, legal verwendet. Die Europäische Kommission wird nun prüfen, ob sie die Steviolglykoside für die Verwendung in Getränken, zuckerfreien Lebensmitteln oder Süßwaren genehmigen wird.

Zahlreiche neue Produkte, die mit dem einer der bekanntesten Steviolglykoside gesüßt werden, stehen bereits in den Startlöchern. Einige Lebensmittel- und Getränkehersteller haben bereits damit experimentiert. Im Gegensatz zu einigen anderen hochintensiven und chemischen Süßstoffen ist beispielsweise Rebaudiosid-A stabil gegen Licht, Hitze und Säure - ideal für saure Säfte und pasteurisierte Milchprodukte. In den vergangenen 20 Jahren wurde Stevia international wissenschaftlich intensiv erforscht. Dabei wurde festgestellt, dass Zubereitungen aus den Stevia-Blättern auch eine starke antioxidative Wirkung haben. Eine Eigenschaft, die das Süßungsmittel therapieergänzend bei Stoffwechselerkrankungen wie Übergewicht, kardiovaskulären Erkrankungen oder dem Metabolischen Syndrom interessant werden lassen.
Längst wird Stevia als Zusatz wegen seiner Karies hemmenden Wirkung in Zahncremes eingesetzt, denn die Zulassung zu kosmetischen Zwecken war bereits in den vergangenen Jahren gegeben. Es ist bestens geeignet als Süßungsmittel bei Diabetes, Neurodermitis und Zuckerunverträglichkeit.Anmerkung: Eine der Folgen der bislang fehlenden Zulassung ist, dass Stevia-Produkte nicht durch die Lebensmittelbehörden kontrolliert werden. Wer Stevia trotzdem zum Süßen nutzen möchte, muss aufpassen, dass die Produktqualität und die Zusammensetzung stimmen. Kaufen kann man Stevia im Internet, zum Beispiel unter Opens external link in new windowwww.ihre-praevention.de als Tabs, Pulver oder Fluid - dort auch in Bioqualität.

(1) Anmerkung: Etwas Fruktose ist im Blatt enthalten, aber nicht in den Glykosid-Extrakten.
(2) Anmerkung: Die Stevia-Pflanze und die daraus gewonnenen Steviol-Glykoside sind in der EU als neuartiges Lebensmittel „Novel Food“ klassifiziert, obwohl sie in Südamerika seit Alters her als Süßungsmittel verwendet werden. Eine EU-weite Zulassung – die bereits beantragt ist – steht noch aus, weshalb der Verkauf von Stevia-Produkten als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatz untersagt ist und nur in Form von z. B. Zahnpflegemitteln oder Badezusätzen erfolgt. Das Glykosid Rebaudiosid-A ist seit dem 07.09.2009 in Frankreich als Lebensmittelzusatz zugelassen. Ebenso ist Stevia in der Schweiz, in Russland sowie in den USA, Japan,
Australien, Neuseeland und Brasilien zugelassen.

___________________

Quellen:
European Food Safety Authority (EFSA), Parma, Italy: Scientific Opinion on the safety of steviol glycosides for the proposed uses as a food additive. EFSA Panel on Food Additives and Nutrient Sources added to Food (ANS), Opens external link in new windowhttp://www.efsa.europa.eu/de/scdocs/doc/1537.pdf
Opens external link in new windowhttp://www.efsa.europa.eu/de/press/news/ans100414.htm
Opens external link in new windowhttp://www.foodnavigator.com/
Opens external link in new windowhttp://foodmanufacture.co.uk/news/fullstory.php/aid/11476/EFSA_opinion_paves_way_for_EU_approval_of_stevia.html

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www.kilian.de/buecher/buecher-a-z/l/lecker.html


Siehe auch:
Pressedienst dgk, 1/2 - 2010: 100 leckere Rezepte (nicht nur) gegen Darmbeschwerden, Neues Kochbuch für Menschen mit Zöliakie, Laktose- und Fruktose-Intoleranz, Opens external link in new windowhttp://dgk.de/presse/deutsche-gesundheits-korrespondenz-dgk/2010-jahrgang-51/dgk-jg-51-1-2-2010.html#c21563

Weitere Links:
Europäisches Stevia-Forschungszentrum, Opens external link in new windowbio.kuleuven.be/biofys/ESC/German/ESC.htm
European Stevia Association (EUSTAS), Opens external link in new windowwww.eustas.org



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