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Gut für die Zellen: Soja von innen und außen

Schon von der groben Nährstoffzusammensetzung her ist die Hülsenfrucht Soja eine interessante Pflanze: Sojamehl beispielsweise enthält 42 Prozent hochwertiges Eiweiß, 21 Prozent Fett mit vielen ungesättigten Fettsäuren und nur drei Prozent Kohlenhydrate.

Doch das ist nicht alles. Häufig wird übersehen, dass gerade pflanzliche Nahrungsmittel weit mehr bieten als diese drei Hauptnährstoffe. Jede Pflanze hat ein charakteristisches Muster an "sekundären Pflanzenstoffen", also Inhaltsstoffe, die nicht eigentlich zum Nährwert beitragen, aber dennoch eine spezielle Wirkung auf den Organismus ausüben und dadurch den gesundheitlichen Wert erhöhen.

Die Sojabohne ist dabei eine einzigartige Quelle für Isoflavone wie Genistein und Daidzein. Es handelt sich um Verbindungen aus der Gruppe der Phytoöstrogene, also Substanzen, die im menschlichen Körper eine milde hormonähnliche Wirkung erzielen. Von Genistein ist bekannt, dass die Substanz das Krebsrisiko (Brustkrebs und Prostatakrebs) senkt. Außerdem wird diskutiert, dass Soja-Isoflavone eine ganze Palette von Störungen positiv beeinflussen, einschließlich von Wechseljahrsbeschwerden, Osteoporose und koronarer Herzkrankheit. In Asien, wo Soja zu den Grundnahrungsmitteln gehört, nehmen die Menschen besonders hohe Mengen an Isoflavonen zu sich. Forscher halten dies für die Ursache dafür, dass beispielsweise Brustkrebs und osteoporotische Oberschenkelhalsbrüche wesentlich seltener auftreten als hierzulande.

Soja wirkt aber nicht nur von innen. Nach Professor Erich Elstner, Phytopathologe an der Technischen Universität München, wird durch die enthaltenen Isoflavone auch der Alterungsprozess der Haut positiv beeinflusst. Es macht also Sinn, diese Substanzen in Hautcremes einzuarbeiten, die dann den typischen Hautveränderungen, wie sie in der Menopause auftreten, entgegen wirken. Um die Fünfzig, wenn im weiblichen Organismus die Östrogenproduktion abnimmt, können äußerlich aufgetragene pflanzliche Isoflavone (Phytoflavone) einer Hauttrockenheit und einem hormonell bedingten Elastizitätsverlust vorbeugen.

Besonders für Frauen ist Soja also von innen und von außen ein regelrechter Jungbrunnen. Während in Cremes der Gehalt an Phytoflavonen standardisiert ist - entsprechende Produkte sind in Apotheken erhältlich - unterscheiden sich Nahrungsmittel aus Soja darin aber erheblich. So enthält Tofu wenig, Sojamilch etwas, Sojamehl reichlich, aber reines Sojaprotein gar kein Genistein.

(aus: Sonderpressedienst 'Hilfe aus der Natur - Was ist dran an 'pflanzlichen Hormonen'?' Februar 2001)