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Für Reiserückkehrer aus Zikavirus-Infektionsgebieten
Verschiedene Mückenarten können das Zikavirus übertragen. Foto: Henrik Larsson-Fotolia

Für Reiserückkehrer aus Zika-Infektionsgebieten hat das Auswärtige Amt eine Empfehlung ausgesprochen, sofern sie in Freiburg, Heidelberg, Sinsheim oder Jena wohnen: „In diesen Regionen wurden im vergangenen Sommer Populationen der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) nachgewiesen, einer möglichen Überträgermücke des Zikavirus (ZIKV). Reisenden, die aus ZIKV-Ausbruchsgebieten dorthin zurückkehren wird empfohlen, sich noch drei Wochen lang vor Mückenstichen zu schützen, um eine Übertragung des Virus auf diese Mücken zu verhindern. Dies gilt unabhängig davon, ob sich die Reiserückkehrer krank fühlen. Diese Empfehlung ist bei kühlen Temperaturen in Deutschland zu relativieren.“

Das Zikavirus wird durch den Stich infizierter Mücken (Gelbfiebermücke - Aedes aegypti und  auch anderer Mücken) übertragen und führt bei etwa 20 Prozent der Infizierten zu grippeähnlichen Symptomen mit Hautausschlag und Gelenkschmerzen. Schwangere können das Virus – auch ohne Krankheitszeichen - auf ihre ungeborenen Kinder übertragen. Der Verdacht, dass es durch die Infektion bei den Feten zu einer Mikrozephalie (einem zu geringen Kopfumfang mit geistiger Behinderung) kommen kann, wurde inzwischen bestätigt. In den am stärksten von der Zikavirus-Epidemie betroffenen Ländern ist es auch zu einer Zunahme des sehr seltenen Guillain-Barré-Syndroms (GBS) gekommen, einer Erkrankung des Zentralnervensystems, das mit Lähmungen einhergeht.

Die Länder Mittel- und Südamerikas (vor allem Brasilien) gehören zu den am schwersten betroffenen Länder, aber auch einige Inseln im Pazifik, Teile Südostasiens (Thailand, Vietnam und Singapur sowie einige Länder in West- und Zentralafrika.

 

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Quelle:
Auswärtiges Amt (17. Juni 2017): Gesundheitsdienst – Merkblatt für Beschäftigte und Reisende – Zika-Virus-Infektionen