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Am 31. Mai ist Weltnichtrauchertag
Foto: Rumkigel-Fotolia

„Rauchen kostet. Nichtrauchen kostet nichts!“, so lautet das diesjährige von der Deutschen Krebshilfe und dem Aktionsbündnis Nichtrauchen e. V. ausgegebene Motto in Deutschland.


Rauchen kostet in vielfältiger Hinsicht – manchmal sogar das Leben. Das Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertages verdeutlicht die Bandbreite der Kosten des Rauchens: von den individuellen Belastungen durch Ausgaben für Tabakprodukte, durch Krankheit, über den Preis für die Allgemeinheit durch Gesundheitskosten und Produktionsausfälle bis hin zu den ökologischen Folgen durch Tabakanbau, -herstellung und Entsorgung von Tabakprodukten.

Persönliche Kosten

Raucher/innen bezahlen zunächst materiell im Schnitt 150 Euro im Monat und 1.800 Euro im Jahr für ihre Sucht. Weitaus mehr bezahlen Raucher/innen gesundheitlich. Im Jahr 2013 starben rund 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das waren 13,5 Prozent aller Todesfälle. Durch das Rauchen verringert sich im Schnitt die Lebenserwartung um ganze zehn Jahre.

Auch Nichtraucher leiden

Trotz verbessertem Nichtraucherschutz sind nach wie vor viele Menschen unfreiwillig dem Passivrauchen ausgesetzt – es erhöht beispielsweise das Risiko für Schlaganfälle um 20-30 Prozent. Kinder können sich nicht zur Wehr setzen und leiden in besonderem Maße darunter. Im Mutterleib, in Fahrzeugen und Innenräumen müssen sie konsequent geschützt werden. Im Jahr 2013 starben schätzungsweise 3.300 Menschen durch Passivrauchen.

Kosten für die Allgemeinheit

Neben den vielfältigen individuellen Belastungen bezahlt auch die Allgemeinheit einen hohen Preis für das Rauchen. Die durch das Rauchen verursachten Kosten belaufen sich im Jahr auf rund 79 Mrd. Euro, dem stehen Nettoeinnahmen aus der Tabaksteuer von 14,2 Mrd. Euro gegenüber.

Das Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR)
Im Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. sind fünfzehn bundesweit tätige Gesundheitsorganisationen vertreten, die ihre politischen Aktivitäten im Bereich Förderung des Nichtrauchens/Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens bündeln.
Das ABNR fordert zum Weltnichtrauchertag 2017, dass Deutschland endlich wirksame Maßnahmen ergreift, um die Bevölkerung vor den Gefahren des Rauchens zu schützen und das Nichtrauchen zu fördern. Hierzu gehören vor allem

- ein umfassender Nichtraucherschutz durch eine bundeseinheitliche Regelung,
- ein Verbot der Tabakaußenwerbung,
- ein Rauchverbot in Autos, wenn minderjährige Kinder mitfahren und
- deutliche Steuererhöhungen für Tabakprodukt.

Positiver Trend

Aktuelle Umfrageergebnisse der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) für das „DHS Jahrbuch Sucht 2017“ zeigen, dass der Verbrauch von Zigaretten im vergangenem Jahr 2016 um 7,7 Prozent abgenommen hat. Vor allem Jugendliche greifen demnach immer weniger häufig zu den Glimmstängeln.

„Ich habe aufgehört!“

Laut einer Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) möchten rund zwei Drittel der Rauchenden zwischen 12 und 25 Jahren aufhören zu rauchen. Auch ein großer Teil der älteren Raucher würde gerne rauchfrei leben. Mitarbeiter des Deutschen Grünen Kreuz e. V. haben sich umgehört: Wie gelang anderen Menschen der Weg vom Raucher zum Nichtraucher? Dabei stellte sich heraus: Er war häufig viel leichter, als angenommen. Oftmals war es noch nicht mal ein langer Weg, sondern lediglich ein entschlossenen Schritt. Mehr