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Gefahr durch Vergessen
Foto: Angelika_Bentin-Fotolia

In Deutschland ist seit mehr als 20 Jahren niemand mehr an Polio erkrankt. Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz: Polio) ist hierzulande fast vergessen. Aber das Schicksal älterer Menschen, die noch heute an den Folgen der Kinderlähmung leiden, erinnert daran.


Doch im Vergessen liegt eine Gefahr: Wenn die Impfquoten zurückgehen, kann die Krankheit wiederkommen, z. B. eingeschleppt durch Fernreisende.

Die Kinderlähmung ist eine Viruskrankheit, die zu Lähmungen der Arme und Beine führen kann, aber auch zu einer Atemlähmung mit der Folge des Erstickens. Der Name Kinderlähmung ist irreführend, denn Erwachsene können ebenfalls daran erkranken.

Die meisten Patienten, die mit Lähmungen erkranken, behalten dauerhafte Schädigungen zurück. Nach Schätzungen erkranken etwa die Hälfte derjenigen, die früher mit Polio infiziert waren, zudem später an einem Post-Polio-Syndrom. Das entspricht laut Polio Initiative Europa e. V. bis zu 500.000 Patienten allein in Deutschland.

Eine Impfung schützt!