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Schön schwanger
Foto: Anna Omelchenko

Eine Schwangerschaft macht schön: Die Hormone sorgen für fülliges Haar, straffe Haut und rosigen Teint. Werdende Mütter sollten diese Zeit möglichst unbeschwert genießen.

Sie sollten aber auch möglichen Komplikationen vorbeugen, indem sie sich rechtzeitig vor der Schwangerschaft gegen Röteln und Windpocken impfen lassen. Beides sind hochansteckende Erkrankungen, die dem ungeborenen Kind schweren Schaden zufügen können.

Während einer Schwangerschaft darf gegen beide Erkrankungen nicht mehr geimpft werden, da es sich bei den Impfstoffen um Lebendimpfstoffe handelt – diese dürfen werdenden Müttern nicht gegeben werden.

Jede Frau mit Kinderwunsch sollte also rechtzeitig ihren Impfschutz überprüfen lassen und fehlende Impfungen nachholen.

Besonders wichtig für werdende Mütter sind auch die Impfungen gegen Grippe und Keuchhusten. Beide dürfen auch während der Schwangerschaft gegeben werden.

Hintergrund: Schwangere sind durch eine echte Grippe, eine Influenza, besonders gefährdet. Bei ihnen kommt es häufiger zu Kompli­ka­tionen, beispielsweise zu einer Lungen­ent­zündung. Das kann negative Folgen sowohl für die Schwangere als auch für das Kind haben. Eine Grippe während der Schwanger­­schaft erhöht das Risiko sowohl für eine Früh- als auch für eine Totgeburt. Schwangeren Frauen wird daher seit 2010 von der Ständigen Impfkommission (STIKO) die Grippeimpfung empfoh­len.

Außerdem: Babys erhalten von ihren Müttern normalerweise keinen ausreichenden Nestschutz vor Keuchhusten. Sie können also von Geburt an daran erkranken.

Neuere Daten und Erfahrungen zum Beispiel aus den USA zeigen aber, dass schützende Antikörper auf das Kind übertragen werden können, wenn die Mutter gegen Ende der Schwangerschaft geimpft wird. Eine Empfehlung für eine Keuchhustenimpfung Schwangerer existiert in Deutschland aber bislang nicht, sie wird jedoch von der STIKO diskutiert.