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Oma geimpft, Enkel geschützt
Foto: Alexandr Vasilyev-Fotolia

Keuchhusten (Pertussis) ist kein Kinderkram: Denn erstens gehört diese Erkrankung zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten im Säuglingsalter. Und zweitens gehen etwa 70 Prozent der Erkrankungen auf das Konto von Erwachsenen, die den Dauerhusten nicht selten für eine Bronchitis halten. Infizierte Erwachsene können die Keime an Babys weitergeben.

Bei diesen verläuft eine Erkrankung weitaus bedrohlicher als bei Erwachsenen. Sie zeigt sich u. a. durch heftigen bellenden, stakkatoartigen Husten und anschließend ziehendes und keuchendes Einatmen. Es kann zu lebensbedrohenden Atemstillständen kommen, die anfallsweise auftreten. Gefährlich ist Keuchhusten auch wegen schwerwiegender Komplikationen wie Lungenentzündung, Mittelohrvereiterung und Gehirnentzündung. Selbst moderne Behandlungsmöglichkeiten können die oft schwerwiegenden Verläufe und Folgen der Erkrankung nicht in jedem Fall verhindern.

Gegen Keuchhusten erhalten Neugeborene keinen ausreichenden Nestschutz ihrer Mütter. Sie können daher bereits in den ersten Lebenstagen erkranken. Alle Personen im Umfeld eines Säuglings sollten daher ausreichend geimpft sein, also auch die Großeltern!