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Allergiekranke Kinder & Impfen
Gerade wenn Kinder Allergien haben, sind viele Eltern verunsichert, ob Impfungen nicht "zu viel für das Immunsystem" sind. Foto: Köpenicker-Fotolia

Allergiker bzw. Eltern von allergiekranken Kindern haben oftmals Vorbehalte gegen das Impfen allgemein: Werden durch die Impfungen nicht Allergien begünstigt? Wird das Immunsystem durch Mehrfachimpfungen nicht überfordert? Sollen die Impfungen nicht besser auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden, wenn das Kind etwas älter ist als empfohlen?

Die Antwort auf diese Fragen ist ein klares: Nein! Experten raten eindeutig zur Impfung aller Kinder, auch der allergiegefärdeten.

Es gibt keine Belege, dass Impfungen das Allergierisiko erhöhen, sondern eher Hinweise darauf, dass Impfungen das Allergierisiko senken können.

Das Immunsystem der Kinder wird durch die Impfungen nicht überlastet - auch nicht durch Mehrfachimpfstoffe.
Zwar werden Kinder heute gegen mehr Krankheiten geimpft als früher, doch die Zahl der dabei übertragenen Fremdmoleküle, der so genannten Antigene, hat sich dabei  deutlich verringert. Der Grund: moderne Impfstoffe sind hoch gereinigt und enthalten zumeist nur einzelne Bestandteile der Erreger.

Kinder mit Allergien und auch allergiegefährdete Kinder sind durch Infektionskrankheiten genauso gefährdet wie ihre gesunden Altersgenossen. Sie brauchen daher die gleichen Schutzmaßnahmen.

Die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI), die zu wichtigen Themen aus ihrem Fachgebiet medizinisch-wissenschaftliche Leitlinien erstellt, nimmt zu Impfungen ganz klar Stellung. In der „Leitlinie Allergieprävention“ heißt es:
„Alle Kinder, auch allergiegefährdete, sollen nach den STIKO-Empfehlungen geimpft werden.“