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FSME: Erkrankungen auch im Herbst
Foto: Doris Oberfrank-List-Fotolia

(19. September 2014) Der Name einer Erkrankung ist oft Programm. Auf die FSME – die Frühsommer-Menigoenzephalitis – trifft das sicher nicht zu, denn die Krankheitsüberträger sind nicht nur im Frühjahr und Frühsommer aktiv. „Der Name Frühsommer-Meningoenzephalitis könnte fälschlicherweise so verstanden werden, dass eine Infektion mit dem FSME-Virus nur in dieser Zeit stattfinden kann“, erklärte Dr. Rainer Oehme vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg im Rahmen der DGK-Pressekonferenz „Zecken – die gefährlichen Blutsauger: FSME-Risiko nicht nur im Frühsommer“ am 16. September in Stauttgart.

Die Pressekonferenz war Auftaktveranstaltung für die Aufklärungskampagne „Nicht schön. Gefährlich!“, mit der das Deutsche Grüne Kreuz e. V. gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern der „Initiative zur FSME-Impfung“ auf die Gefahr durch Zecken aufmerksam machen will.

Zwar liegt das Maximum der Zeckenaktivität im Frühsommer, doch gibt es einen zweiten, etwas niedrigeren Aktivitätsgipfel im Herbst. „Menschen, die die goldenen Herbsttage mit Spaziergängen und Wanderungen genießen wollen, können durch Zecken mit dem FSME-Virus infiziert werden“, warnte Sebastian Ridder, Facharzt für Neurologie an der Neurologischen Klinik im Krankenhaus Nordwest in Frankfurt/M auf der Pressekonferenz. Eine FSME-Impfung kann schützen und ist auch im Herbst noch möglich.

Mehr zum Thema „Zecken im Herbst“ finden Sie Opens external link in new windowhier.

Opens external link in new windowHier finden Sie Informationen zur Kampagne „Nicht schön.gefährlich“.