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Reise richtig planen

Die richtige Vorbereitung macht's!

(dgk) Eine Reise ist für viele ein guter Anlass, den Impfschutz überprüfen zu lassen. Fehlt ein Impfnachweis, heißt es von vorne beginnen. Bei den meisten Impfungen sollten vor der Abreise 2 Impfungen der Grundimmunisierung verabreicht worden sein. Im allgemeinen liegen 4 Wochen zwischen den beiden Impfungen, bei der FSME-Impfung reichen sogar 2 Wochen aus. 14 Tage nach der 2. Impfung ist der Schutz vorhanden. Gegen Hepatitis A muss man sich sogar nur einmal vor der Abreise (mit einem Einzelimpfstoff) impfen lassen, die 2. Impfung nach etwa 1 Jahr schließt die Grundimmunsierung ab. Wer Ende Juni/Anfang Juli seinen Urlaub plant, sollte jetzt mit der Vorbereitung starten: mit einem Termin beim Arzt! Dies gilt vor allem bei Fernreisen, aber durchaus auch bei näheren Reisezielen. In Europa kann eine Impfung gegen Hepatitis A  (Gelbsucht) ebenfalls sinnvoll sein; und gerade hier finden sich viele FSME-Gebiete.

Welche Impfungen für welche Reise?
Es ist ein großer Unterschied, ob man eine Pauschalreise gebucht hat oder einen Abenteuerurlaub plant. Doch bei beiden Reisen gilt: Zunächst sollten die Standardimpfungen überprüft werden. Oft werden die Auffrischimpfungen vergessen.

Vor einer Pauschalreise zu beachten:

  • Standardimpfungen gegen Diphtherie und Tetanus alle zehn Jahre auffrischen
  • Keuchhustenimpfung (einmalig für alle Erwachsenen)
  • Impfung gegen Kinderlähmung bei Reisen nach Afrika und Asien oder wenn Auffrischimpfungen fehlen
  • Reiseimpfungen gegen Hepatitis A (und ggf. auch Hepatitis B), Typhus (abhängig von den Hygienebedingungen der Reise), Gelbfieber bei Reisen in den Gelbfiebergürtel Afrikas und Südamerikas, außerdem ggf. Malaria-Prophylaxe
  • FSME bei Aufenthalt in FSME-Gebieten in Deutschland und vielen europäischen Ländern

Unsere Reisechecklisten helfen Ihnen dabei, die notwendige Vorsorge nicht zu vergessen. Im Reiseland selbst sollte man einige Tipps im Umgang mit Nahrungsmitteln und Getränken beherzigen.

Je nach Reisegebiet sind außerdem Medikamente für die Malaria-Prophylaxe sinnvoll. Und auch Schutzmaßnahmen vor den Blutsaugern, die nicht nur Malaria, sondern zum Beispiel auch Dengue-Fieber übertragen, sollten im Reisegepäck nicht fehlen. Sinnvoll sind beispielsweise ein Moskitonetz und Repellents (Lotionen, die für einige Stunden Mücken abwehren können).


Für Reisende ab 60 Jahre zusätzlich

  • Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken


Für Kinder und Jugendliche neben den notwendigen Reiseimpfungen

  • alle für das entsprechende Lebensalter empfohlenen Standardimpfungen


Zusätzlich für den Trekking- bzw. Rucksackurlaub

  • je nach Reiseziel Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut, Meningokokken A, C, W 135 und Y, gegen Cholera und Japanische Enzephalitis.


Wer bezahlt die Reiseimpfungen?

Reiseimpfungen müssen im Allgemeinen vom Reisenden selbst bezahlt werden, es gibt aber immer mehr Krankenkassen, die inzwischen die Kosten übernehmen. Es lohnt sich also nachzufragen. Alle Auffrischimpfungen, wie die gegen Tetanus, Diphtherie oder Poliomyelitis, werden grundsätzlich von den Kassen getragen.

Weitere kostenlose Informationen unter www.ibera-online.de, dem  Reiseberatungsprogramm des Deutschen Grünen Kreuzes. Es beruht auf den Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der STIKO und der Deutschen Tropenmedizinischen Gesellschaft (DTG).