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FSME: Hohe Fallzahl im Jahr 2013

(dgk) In Deutschland sind im vergangenen Jahr 2013 doppelt so viele Menschen an FSME erkrankt als im Jahr 2012. Dem Robert Koch-Institut liegen 420 Meldungen bundesweit vor (Stand: 5.3.2014), was ein hoher Stand auch im langjährigen Vergleich der Fallzahlen bedeutet. Rund die Hälfte der vom Robert Koch-Institut (RKI) erfassten Patienten erkrankte dabei schwer, d. h. an einer Enzephalitis oder Meningoenzephalitis.

FSME ist laut Paragraf 7 des Infektionsschutzgesetzes namentlich meldepflichtig. Die Infektionszahlen schwanken von Jahr zu Jahr. 2013 war ein eher starkes Jahr. 2012 gab es 195 gemeldete Infektionen, 2011 waren es 424. In den meisten Vorjahren lag die Fallzahl zwischen 200 bis 300 Fällen mit der Ausnahme von 2005 (432) und 2006 (546).

Die Gründe für die Schwankungen sind vielfältig. So gibt es beispielsweise einen Zusammenhang zwischen der Zahl der Mäuse, die das wichtigste Wirtstier für die Zeckenlarven und Zeckennymphen sind, und der Anzahl der Zecken.

Auch das Wetter spielt eine Rolle. Gute Bedingungen für Zecken und damit eine hohe Zeckenaktivität sind warm-feuchte Sommermonate und ein langer Herbst. Und: Je schöner das Wetter, desto mehr Ausflügler zieht es auch in die freie Natur.