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Winterschlaf: Tipps für einen guten Schlaf in der kalten Jahreszeit
Wintermond, Quelle: DGK
Quelle: DGK

(Marburg, Januar 2015) In weiten Teilen der Natur stellt die kalte Jahreszeit eine Ruhephase dar. Viele kleine Säugetiere, wie Igel oder Fledermäuse, schlafen fast den ganzen Winter hindurch. Ganz anders sieht das bei manchen Menschen aus: Gerade im Winter stellen sich Schlafstörungen ein. Grund dafür sind mangelnde Bewegung und der Lichtentzug, der es unserem Körper erschwert, den Tag- und Nachtrhythmus zu koordinieren.

Viele Menschen halten sich im Winter praktisch nur noch in Räumen auf. Doch wer nur im Kunstlicht sitzt, nimmt seinem Körper den natürlichen Zeitgeber. Denn ohne echtes Tageslicht bleibt der Spiegel des „Schlafhormons“ Melatonin auch tagsüber erhöht. Und wer nicht durch frische Luft und Bewegung richtig wach wird, kann nachts auch nicht gut schlafen.

Das Deutsche Grüne Kreuz e. V. empfiehlt daher, regelmäßig spazieren zu gehen, auch bei nasskaltem Wetter. Damit schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie bringen Ihren Körper in Bewegung und „sammeln Tageslichtreize“. Sowohl die Bewegung als auch das Tageslicht bewirken eine verstärkte Ausschüttung des „Wohlfühlhormons“ Serotonin, und eine Hemmung des Melatonins. Dadurch werden Sie tagsüber richtig wach, und abends, wenn es gut geht, richtig müde.

Wer meint, draußen sei es dafür nicht hell genug, der irrt. Selbst an bedeckten Wintertagen herrscht draußen noch eine Beleuchtungsstärke von etwa 3.000 Lux. Das ist immerhin das Zehnfache von der Lichtmenge, die man in geschlossenen Räumen hat (rund 300 Lux). Und es ist genug Licht, um die Produktion des Serotonins anzukurbeln, das den Körper in den "Tag-Modus" versetzt.

Wenn Sie dann noch vor dem Zubettgehen die Temperatur im Schlafzimmer spürbar absenken, die Heizung herunterdrehen und das Fenster für ein paar Minuten weit öffnen – dann sollte einem guten Schlaf nichts mehr im Wege stehen.

Für etwa fünf Prozent der Bundesbürger ist die Tagesmüdigkeit ein ständiger Begleiter, egal wie gut oder lange der Nachtschlaf war. Die Ursachen dafür können vielfältig sein und reichen vom Schicht-arbeiter-Syndrom über die obstruktive Schlafapnoe bis zur Narkolepsie. Lesen Sie unseren Sonderpressedienst zum Thema.

Grundschulkinder benötigen etwa zwölf Stunden, Zehnjährige etwa neun bis zehn Stunden Schlaf pro Nacht. Viele Kinder leiden jedoch schon im Grundschulalter unter Schlafstörungen. Hier finden Sie Tipps für einen Opens external link in new windowgesunden Schlaf der ABC-Schützen.

Alpträume sind für Kinder furchtbar, sind aber in der Kindheit häufig. Alpträume treten meist in der zweiten Nachthälfte und nie im Tiefschlaf auf. Die Kinder erwachen oft voller Angst und erinnern sich auch tagsüber genau an das Geträumte. Das ist der größte Unterschied zum Nachtschreck, von dem Kinder nach dem Aufwachen nichts mehr wissen. Das auch Nachtangst oder Pavor Nocturnus genannte psychologische Phänomen taucht meist im ersten Drittel der Nacht auf. Lesen Sie mehr.