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Knitterfreier Schlaf – oder was hilft wirklich gegen Falten?
Die besten Maßnahmen gegen Falten sind immer noch Sonnenschutz und ein gesunder Lebensstil // Bildquelle: ufotopixl10 - Fotolia.com

Unsere Kollegin Sabine Stübe-Kirchhof macht sich Gedanken über Doppelkinn und Knitterfalten

(Marburg, 31. Januar 2013) Ich habe ein Doppelkinn. Schon in meiner früheren Jugend las ich in einschlägigen Zeitschriften, dass man um das Doppelkinn zu straffen so oft wie möglich den Unterkiefer nach vorne schieben und den Kopf dabei in den Nacken schieben soll. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Rat befolgt habe, aber inzwischen habe ich Probleme mit der Halswirbelsäule und den Kiefergelenken. Möglicherweise kommt das nicht von den Straffungsübungen, sondern es handelt sich um normale Verschleißerscheinungen von Menschen um die vierzig. Ich habe mich jedenfalls inzwischen sowohl mit dem Zusatz-gewebe am Kinn als auch mit verschiedenen altersbedingten Veränderungen abgefunden.

Anders scheint es einer Endzwanzigerin, die meine Freundin Petra neulich im Kosmetik-Fachgeschäft beobachtet hat, zu gehen. Nachdem sich die junge Dame verschiedene Antifaltencremes hat zeigen lassen und sie sich für eine entschieden hatte, fragte sie die Verkäuferin, welche Schlafposition sie am Besten einnehmen soll, damit keine Falten entstehen. Diese arglos in den Raum gestellte Frage sorgte nicht nur bei der Verkäuferin für Unverständnis, sondern auch bei unserem Mädelsabend. Petra und ich bewundern den Optimismus, mit dem sie dem Alter und den drohenden Falten entgegen sieht. Man kann es auch Naivität nennen und wahrscheinlich ist bei unserem Urteil über die junge Kundin auch ein wenig Neid dabei, denn wenn sie bereits Falten hätte, wüsste sie, dass auch eine spezielle Schlafposition nichts gegen die Krater in der Haut ausrichten kann.

Wie übrigens bei tieferen Falten auch keine Antifalten-Creme wirklich hilft. Seit langem schon ist das höchste Ziel der Kosmetikforschung der Knitter-Killer für die ultimative Anti-Falten-Creme. Die Werbung weckt manchmal übertriebene Erwartungen, doch trotz einiger kleiner Erfolge bleibt das Fazit: Wegcremen lassen sich Falten nicht, vor allem nicht die sogenannten mimischen Falten, die tief in der Haut sitzen. Gesichtsbewegungen prägen diesen Faltentyp auf der Stirn, an der Nasen-wurzel und um Auge und Mund. Das sind allerdings häufig genau die Falten, die viele Menschen am meisten stören. Leichte positive Effekte von Cremes sind hingegen bei den feinen Knitterfalten (aktinische Falten) nachweisbar. Die kurzfristige Hautglättung lässt sich sogar messen: Mit Computern und Mikroskop. Mit bloßem Auge ist der Effekt praktisch unsichtbar. Immerhin haben sie einen psychologischen Effekt: Jede dritte Frau fühlt sich verjüngt, wie ein Test zeigte. Merkbar effektiver wäre es, ihnen vorzubeugen, denn die Hauptursache für aktinische Falten ist die Schädigung der Haut durch Sonnen- oder Solarienstrahlung.

Für all diejenigen, die die Hautbräunung gegenüber dem Sonnenschutz vorziehen und den Traum von der ewigen Jugend trotzdem nicht begraben wollen, gibt es immer noch eins: das Prinzip Hoffnung.

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