[Druckansicht schliessen]
Nicht invasive Pränataldiagnostik

Cardiotokographische Untersuchung (CTG)

Ultraschalluntersuchung
(c) Universitäts-Frauenklinik Tübingen

Die kardiotokographische Untersuchung, kurz CTG genannt, misst die kindlichen Herztöne. Diese Methode  wird vor allem in den letzten Schwangerschaftswochen genutzt. Während der Geburt wird das CTG an einen Wehenschreiber angeschlossen. Dadurch wird die Sicherheit für das Kind erhöht, denn Probleme werden sofort erkannt. Bei Risikoschwangerschaften werden die kindlichen Herztöne bereits zu einem früheren Zeitpunkt überwacht.

Nasenbeinmessung

Dieses Ultraschallverfahren wird in der 14. Schwangerschaftswoche angewandt und überprüft, ob das Nasenbein des Kindes sichtbar ist. Ungeborene, bei denen das Nasenbein nicht sichtbar ist, haben ein erhöhtes Risiko an Trisomie 21 („Down-Syndrom“) zu erkranken.

Fetometrie

Fetus ist die Bezeichnung für das ungeborene Kind ab dem 3. Schwangerschaftsmonat. Fetometrie heißt ein spezieller Ultraschall, mit dem in der 19. bis 22. Schwangerschaftswoche Kopf- und Bauchumfang, die Oberschenkellängen und der Kopfumfang des Kindes ausgemessen wird.

Anhand dieser Daten kann das ungefähre Gewicht des Fetus ermittelt werden. Außerdem gibt die Untersuchung Auskunft über die Lage des Kindes, den Herzschlag und die Entwicklung des kindlichen Rückens. Mit der Fetometrie wird die Menge des Fruchtwassers gemessen und die Bewegungsmuster des Kindes sind sichtbar. Der spezielle Ultraschall dient auch dazu, die Lage des Mutterkuchens und die darin enthaltenen Blutgefäße zu untersuchen.

Feinultraschall

Ein besonders hochauflösendes Ultraschallgerät ermöglicht ein sogenanntes Organscreening. Dabei werden die Organe des Kindes genau untersucht. Es wird festgestellt, ob bestimmte Organe vorhanden und angelegt sind und ob sie altersgemäß entwickelt sind.
Im Feinultraschall kann anhand der Organausprägung auf chromosomale (erbgutspezifische) Auffälligkeiten geschlossen werden. Er wird zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt.

Triple-Test / Quadruple-Test

Anhand der Konzentration der drei Hormone Alpha-Fetoprotein, Estriol und Beta-Choriongonadotropin können  in der 15. bis 18. Schwangerschaftswoche Besonderheiten beim Fetus erkannt werden. Das Verfahren kann auf Besonderheiten beim ungeborenen Kind hinweisen, liefert aber keine sichere Diagnose.

Im Quadruple-Test wird zusätzlich das Hormon Inhibin A untersucht, das sich zur Risikoermittlung für fetale Chromosomen- und Verschlussstörungen bei Schwangeren eignet. Der Quadruple-Test wird bei Frauen eingesetzt, die sich erst im zweiten Drittel zur Pränataldiagnostik vorstellen.

Nackentransparenzmessung

Utraschall
(c) Digital Vision

Mittels Ultraschall wird zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche die Flüssigkeitsansammlung unter der Haut des kindlichen Nackens gemessen. Eine vergrößerte Nackenfalte kann auf Chromosomenstörungen, wie z. B. Trisomie 21  („Down-Syndrom“) oder Fehlbildungen an Herz, Skelett, Gefäßen oder den Genen hinweisen.

Die Nackentransparenzmessung zeigt ein individuelles Risiko auf, das in nachfolgender Diagnostik spezifiziert werden muss.

Doppler-Sonographie

Dieses besondere Ultraschallverfahren wird in der 20. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Es stellt die Funktionsfähigkeit einzelner Organe des Kindes dar und misst die Fließgeschwindigkeit sowie die Menge des Blutes in den mütterlichen Gefäßen der Plazenta. Dies gibt Aufschluss darüber, ob das Kind ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt ist. Außerdem lassen sich Herz- und Wachstumsstörungen, sowie bestimmte Fehlbildungen feststellen.

3D-Ultraschall / 4D-Ultraschall

Der 3 D-Ultraschall ermöglicht die räumliche Darstellung einzelner Organe und Körperpartien in der 25. bis 33. Schwangerschaftswoche. Dadurch kann die Ausprägung körperlicher Besonderheiten und deren Behandelbarkeit besser eingeschätzt werden. In der 12. bis 16. Schwangerschaftswoche können Bilder vom ganzen Ungeborenen gemacht werden. Die Lage des Kindes, die Schwangerschaftswoche, der Sitz der Plazenta und die Menge des Fruchtwassers haben ebenso Einfluss auf die Qualität der Aufnahme, wie die Stärke der mütterlichen Bauchdecke.

Der 4 D-Ultraschall dient genau wie der 3 D-Ultraschall zur Darstellung einzelner Organe und Körperpartien, ermöglicht aber zusätzlich noch eine Betrachtung der kindlichen Bewegungen in Echtzeit, die Kindsbewegungen werden also ohne zeitliche Verzögerungen übertragen.

Beide Verfahren bieten sich an, wenn im herkömmlichen oder im Feinultraschall Auffälligkeiten festgestellt wurden.