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Vorsorgeprogramm in Deutschland

Die Krebsfrüherkennungsuntersuchungen könnten noch viel mehr Leben retten, wenn sie von den Patienten regelmäßig in Anspruch genommen würden. Die Heilungschancen sind zum Teil sehr hoch, wenn der Krebs früh genug erkannt wird. Bei Brustkrebs liegen sie bei 90 Prozent.

Für Früherkennungsuntersuchungen muss keine Praxisgebühr bezahlt werden. Die Krankenkassen können ihren Versicherten einen Bonus gewähren, wenn sie regelmäßig an den Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen. Für jüngere Versicherte ist die regelmäßige Teilnahme an den empfohlenen Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen künftig Voraussetzung, um im Fall einer späteren chronischen Erkrankung die verminderte Belastungsgrenze bei den Zuzahlungen in Anspruch nehmen zu können. Diese Regelung gilt ab 1. Januar 2008.

Mit der Gesundheitsreform 2007 wurden die Krankenkassen verpflichtet, ihre Versicherten zum Beginn eines Kalenderjahres – beginnend am 1. Januar 2008 – auf empfohlene Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen hinzuweisen.

Die Kosten für folgende Vorsorgeuntersuchungen speziell für Frauen werden von den Kassen getragen:

Die Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchung
Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung:

  • Erkennung und Überwachung von Risikoschwangerschaften
  • Ultraschalldiagnostik
  • serologische Untersuchungen auf Infektionen
  • Untersuchung und Beratung der Wöchnerin


Krebsfrüherkennung

  • Genitaluntersuchung (einmal jährlich, ab 20 Jahre)
  • Brustuntersuchung (einmal jährlich, ab 30 Jahre)
  • Mammographie-Screening (alle zwei Jahre, 50 bis 70 Jahre)
  • Darmkrebsfrüherkennung durch Dickdarm- und Rektumuntersuchung (jährlich, ab 50 Jahre)
  • Darmkrebsfrüherkennung (Darmspiegelung zweimal im Abstand von mindestens zehn Jahren oder  alle zwei Jahre einen Okkultbluttest, ab 55 Jahre)