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Bedeutung der Früherkennung und Prävention

Gebärmutterhalskrebs gehört zu den wenigen Krebsarten, die man schon im Vor- und Frühstadium erkennen, behandeln und heilen kann. Deshalb ist das seit 1971 in Deutschland etablierte gesetzliche Früherkennungsprogramm von zentraler Bedeutung zur Vermeidung von Gebärmutterhalskrebs. Alle Frauen ab dem 20. Lebensjahr haben einmal jährlich Anspruch auf die kostenlose Früherkennungsuntersuchung (Pap-Test) durch den Frauenarzt. Sie ist nicht belastend und einfach durchführbar. Die Untersuchung ermöglicht es, Vorstadien von Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig zu erkennen. In der Regel vergehen mehr als zehn Jahre, bis aus einer Krebsvorstufe Gebärmutterhalskrebs entsteht. Daher kann man Gebärmutterhalskrebs schon vor der eigentlichen Krebsentstehung behandeln und in frühen Stadien heilen.

Auslöser von Gebärmutterhalskrebs sind bestimmte Typen Humaner Papillomviren, kurz HPV. Die HPV-Hochrisiko-Typen 16 und 18 verursachen etwa 70 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs. Seit Oktober 2006 ist eine vorbeugende Impfung möglich, die vor einer Infektion mit den HPV-Hochrisiko-Typen 16 und 18 schützt. Dennoch besteht auch für geimpfte Frauen weiter ein Erkrankungsrisiko, weil zu 30 Prozent Gebärmutterhalskrebs von anderen HPV-Typen verursacht wird. Die Impfung kann die Früherkennungsuntersuchung daher nicht ersetzen, sondern  
ergänzt die regelmäßige Teilnahme am Krebsfrüherkennungsprogramm sowie die lebenslange Betreuung durch den Frauenarzt.

Eine optimale Vorbeugung vor Gebärmutterhalskrebs beinhaltet

  • die Vorbeugung durch Impfung, empfohlen für Mädchen von 12 – 17 Jahren,
  • die regelmäßige Teilnahme am Früherkennungsprogramm und
  • die kontinuierliche Frauenärztliche Betreuung


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