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Akkomodation

Akkomodation bedeutet soviel wie Anpassung. In Zusammenhang mit den Augen ist damit die Fähigkeit gemeint, dass das Auge sich sowohl auf Gegenstände in der Nähe als auch in die Ferne scharf stellen kann. Die Scharfstellung erfolgt durch eine Änderung der Linsenform, wodurch sich ihre Brechkraft ändert. Bei der Nahakkomodation wird die Brechkraft der Linse erhöht, indem sich der Ziliarmuskel, der die Linse umgibt, zusammen zieht. Erschlafft der Ziliarmuskel, so wird die Linse flacher und ihre Brechkraft nimmt bis auf ihren geringsten Wert ab - Fernakkomodation -, es können dann weit entfernte Gegenstände am Horizont scharf gesehen werden.

Die Differenz zwischen der Linseneinstellung des maximalen Nahpunktes und des maximalen Fernpunktes nennt man Akkomodationsbreite. Sie wird in Dioptrien gemessen. Die Linsen von Zehnjährigen beispielsweise sind noch so elastisch, dass sie in der Lage sind, ihre Nasenspitze scharf zu sehen, das heißt der maximale Nahpunkt ihrer Auge liegt in diesem Bereich. Mit dem Alter verliert die Linse ihre Elastizität und die Akkomodationsbreite nimmt ab. Da der Nahpunkt dabei immer weiter in die Ferne rückt, benötigen ältere Menschen eine Lesebrille zur Regulation ihrer Alterssichtigkeit (Presbyopie).