DGK e.V. -Herzmuskelschwäche, seine Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten
Gesundheitsinformationen zu:
Herzinsuffizienz, Herzmuskelschwäche, Links- und Rechtsherzinsuffizienz, ACE-Hemmer, Betablocker, New-York-Heart-Association
skip_nav

Suche

 

Service-Content

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

 

 


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Unsere Themen / Herz, Kreislauf, Venen / Herzinsuffizienz
Herzinsuffizienz

Schwäche des Herzmuskels

Herzmuskelschwäche führt zu einer geringeren Leistungskraft des Herzens, das Fachwort hierfür lautet Herzinsuffizienz. Bei dieser Erkrankung reicht die Pumpleistung des Herzens nicht mehr aus, um den Organismus optimal mit Blut zu versorgen. Für den Patienten drohen der plötzliche Herztod oder ein Pumpversagen des Herzens. Um die Überlebenschancen zu verbessern, ist es sehr wichtig, die Ursache der Herzinsuffizienz zu finden. Handelt es sich beispielsweise um einen angeborenen Herzfehler, der operiert werden kann, haben die betroffenen Patienten gute Aussichten. In vielen anderen Fällen helfen Medikamente, manchmal allerdings nur noch eine Herztransplantation.


Links- und Rechtsherzinsuffizienz
 

Mediziner unterscheiden zwischen der Links- und Rechtsherzinsuffizienz.

Bei einer ausgeprägten Schwäche der linken Herzhälfte kann es zu einem Stau des Blutes in der Lunge kommen. Als Folge davon verspüren die Betroffenen Atemnot, vor allem im Liegen. Oft ist es nur noch in leicht aufrechter Position oder gar im Sitzen möglich zu schlafen. Eine Linksherzschwäche kann sich aber auch zunächst nur durch eine eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit, zum Beispiel durch Atemnot schon nach wenigen Stufen beim Treppensteigen bemerkbar machen.

Eine Schwäche der rechten Herzhälfte führt zu einem Anstieg des Druckes in den Venen, die das Blut zum Herzen leiten. Wenn der Venendruck zu hoch ist, gelangt vermehrt Flüssigkeit in das Körpergewebe. Es bilden sich Wasseransammlungen, so genannte Ödeme. Außerdem schwellen verschiedene Organe an, vor allem Leber und Milz. Auch die Funktion der Niere ist gestört. Zudem treten unbestimmte Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsschwäche oder Magen-Darm-Beschwerden auf.


Mögliche Ursachen
 

Neben einem angeborenen Herzfehler kommen Herzmuskelerkrankungen oder Bluthochdruck als Ursache in Frage. Das Herz muss dabei gegen einen hohen Gefäßwiderstand pumpen, zum Ausgleich verdickt sich die Muskelmasse um die linke Herzkammer. Ab einem kritischen Herzgewicht von etwa fünfhundert Gramm kann die Herzmuskulatur nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden. Unterversorgte Herzmuskulatur arbeitet nicht mehr richtig, die Herzleistung nimmt ab. Dagegen hilft eine Senkung der überhöhten Blutdruckwerte.


Vier Stadien
 

Die sichere Feststellung einer Herzschwäche und ihrer Ursachen ist nur in der Klinik möglich. Dort wird auch der Schweregrad festgestellt, wobei vier Stadien unterschieden werden: NYHA-Stadien - NYHA steht für New-York-Heart-Association. Im ersten Stadium bestehen keine Beschwerden, obwohl das Herz schon krank ist. Im zweiten Stadium ist die Leistungsfähigkeit des Patienten bei mittelschwerer bis schwerer Belastung eingeschränkt. Im dritten Stadium gibt es schon bei geringen Belastungen Probleme, aber in Ruhe treten keine Beschwerden auf. Im vierten und letzten Stadium sind auch ohne jede körperliche Belastung Beschwerden vorhanden.


Behandlungsmöglichkeiten
 

Altbekannte Wirkstoffe gegen die Herzschwäche sind Digitalisglycoside, sie bessern die Herzleistung. Eine Nebenwirkung können Rhythmusstörungen des Herzens sein. Seit einiger Zeit werden auch ACE-Hemmer eingesetzt, die zu einer Erweiterung der Blutgefäße führen. Das Herz muss nicht mehr gegen einen so großen Widerstand arbeiten und wird damit entlastet. ACE-Hemmer verhindern außerdem ein ungesundes Anwachsen der Herzmuskelmasse. In den letzten Jahren werden auch immer häufiger Betablocker eingesetzt. Betablocker verringern unter anderem nervöse Einflüsse auf das Herz. Zur Beseitigung von Ödemen vor allem bei der Rechtsherzinsuffizienz werden Diuretika, so genannte Wassertabletten, eingesetzt. Außerdem sollten sich die Betroffenen so viel Ruhe wie möglich gönnen, möglichst mehrere kleine, eiweißreiche und fettarme Mahlzeiten zu sich nehmen sowie bei Bedarf atemgymnastische Übungen durchführen. Wenn es trotz alledem zu keiner Besserung der Herzinsuffizienz kommt, muss je nach Befinden des Patienten an eine Herztransplantation gedacht werden. Diese sollte durchgeführt werden, bevor andere Organe (Lunge, Nieren) durch die Herzerkrankung geschädigt sind.

 

Fusszeile / Impressum