DGK e.V. -Bei über 1,2 Millionen Menschen in der Bundesrepublik verwirrt sich im Alter der Geist, das Denkvermögen lässt nach, das Gedächtnis schwindet.
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Studie weist den Weg zu Erfolgen auch bei gefäßbedingten Ursachen

Altersdemenz - frühe Therapie bringt den größten Erfolg
 

(dgk) Bei über 1,2 Millionen Menschen in der Bundesrepublik verwirrt sich im Alter der Geist, das Denkvermögen lässt nach, das Gedächtnis schwindet. Demenz trifft die Deutschen damit öfter als der sonst so gefürchtete Schlaganfall. Bislang unterteilten Mediziner ihre Patienten in solche mit einer Alzheimer-Krankheit, einer vaskulären Demenz oder einer Mischung aus beidem.

Die Unterscheidung fällt dabei nicht immer leicht und erfordert oft langwierige diagnostische Prozeduren, die unter Umständen den Behandlungsbeginn verzögern können. Wissenschaftliche Untersuchungen haben aber gezeigt: Je früher therapiert wird, umso besser und länger lässt sich die geistige Leistungsfähigkeit erhalten. Große Aufmerksamkeit dürfte jetzt eine neue, in der angesehenen Fachzeitschrift 'The Lancet' veröffentlichte Studie erregen.

An 592 Demenz-Patienten hatten Forscher aus zehn Ländern, darunter auch Alexander Kurz vom Alzheimerzentrum der Universität München, den Wirkstoff Galantamin erprobt. Galantamin gehört zur Gruppe der Acetylcholinesterasehemmer, die sich bislang bei Alzheimer-Patienten schon gut bewährt haben. In ihrer Untersuchung stellten die Forscher nun aber fest, dass das ursprünglich in Schneeglöckchen gefundene Galantamin auch bei Patienten mit gemischter oder vaskulärer Demenz sehr wirkungsvoll die Symptome der Erkrankung mildert. Sowohl was das Denkvermögen anbetraf, als auch bei der Bewältigung von Alltagsaktivitäten schnitten die mit Galantamin behandelten Patienten deutlich besser ab als jene, die nur ein Placebo erhalten hatten.

Während die Wirksamkeit für Alzheimer-Patienten zum Beispiel für Galantamin bewiesen war, standen für die von gemischter Demenz Betroffenen nur relativ geringe medikamentöse Hilfen zur Verfügung. Experten gehen allerdings davon aus, dass gerade die Häufigkeit der gemischten Demenz bei älteren Patienten bislang deutlich unterschätzt wurde. Trifft dies zu, müsste man sich verstärkt um effizientere Therapiemöglichkeiten für diesen Demenztyp kümmern.

Die Autoren der Studie schließen aus ihren Ergebnissen, dass mit Galantamin nun eine effiziente Behandlungsoption sowohl für Alzheimerkranke als auch für den breiten Bereich von Patienten mit gemischter und vaskulärer Demenz vorliegt. Für den niedergelassenen Arzt ergäben sich daraus praktische Vorteile: Mit einem Wirkstoff , der für alle Demenzformen geeignet ist, könnte er schneller mit der Therapie beginnen, ohne erst auf aufwendige Diagnoseresultate warten zu müssen. Den größten Nutzen davon hätten letztlich vor allem die Patienten. Sie gewännen mehr Zeit für einen würdevolleren Lebensabend.

Quelle:
Erkinjuntti et al., Lancet 359 (2002): 1283 - 1290

 

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