DGK e.V. -Informationen rund um das Thema Demenz-Erkrankungen und Alzheimer
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Demenzerkrankungen, Demenz, Alzheimer, Verhaltensstörungen, Gedächtnis, vergesseb, Behandlung, Früherkennung, DGK, altern in würde, Gesundheit
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Demenzerkrankungen

Was ist Demenz?
 

Demenz und Alzheimer betrifft meistens ältere Menschen Medizinisch versteht man unter Demenz eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, bei der so wichtige Aufgaben wie das Gedächtnis, das räumliche Orientierungsvermögen oder auch die Sprache zunehmend schlechter funktionieren. Die wörtliche Übersetzung aus dem Lateinischen lautet "ohne Geist sein" und verdeutlicht, was mit dem betroffenen Menschen passiert: Er verliert die Kontrolle über sein Denken und damit über sich selbst. Auch die Persönlichkeit des Erkrankten leidet. Verhalten und seine grundlegenden Wesenseigenschaften ändern sich. Dies ist es vor allem, was den Umgang mit ihm für seine Familienangehörigen oft sehr schwierig macht.

In Deutschland leben bereits heute zwischen 800.000 und 1,2 Millionen Demenzkranke. Die überwiegende Mehrheit ist über 60 Jahre alt. Da die Zahl der Alten und sehr Alten in unserer Gesellschaft wächst, rechnen Experten mit einem Anstieg auf über 1,7 Millionen Demenz-Patienten bis zum Jahr 2010. Aufgrund der hohen Pflegebedürftigkeit der Patienten entstehen pro Jahr Kosten in Höhe von ca. 20 Milliarden Mark.

Die Alzheimer-Demenz, auch als Morbus Alzheimer bekannt, als eine der häufigsten Demenz-Erkrankungen, wirkt sich ebenfalls auf Geist und Persönlichkeit aus. Erfahren Sie hier mehr zum Krankheitsbild.


Demenz oder normale Alterserscheinung?
 

Die Demenz-Erkrankung ist eine Stoffwechselstörung des Gehirns: Nervenzellen, die den wichtigen Botenstoff Acetylcholin produzieren, sterben ab.
In gewissen Grenzen ist das eine ganz normale Alterserscheinung. Ein nachlassendes Gedächtnis ist daher noch nicht automatisch ein Zeichen für eine beginnende Demenz-Erkrankung. Den Unterschied mag folgendes Beispiel verdeutlichen: Wer als alter Mensch vergisst, wo er seine Brille abgelegt hat, leidet vermutlich nur unter einer leichten Gedächtnisstörung, die jedem von uns passieren kann. Wenn sich solche Vorkommnisse aber häufen und immer mehr Dinge verlegt werden oder man sogar vergisst, dass man überhaupt eine Brille trägt, dann liegen ernste Warnzeichen für eine Demenz-Erkrankung vor und ein Arzt sollte aufgesucht werden.


Ursachen von Demenz und Alzheimer
 

Weit mehr als die Hälfte aller Demenz-Patienten leiden unter der Alzheimer Krankheit (Morbus Alzheimer). Sie ist damit die häufigste Form der Demenz und wohl auch deshalb in der Öffentlichkeit am bekanntesten. Daneben kann Demenz aber auch die Folge von Durchblutungsstörungen z.B. nach einem Schlaganfall sein (vaskuläre Demenz). Bei der vaskulären Demenz kommt es zu Ausfallserscheinungen, weil manche Teile des Gehirns nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versor Ursachen von Demenz und Alzheimergt werden.

Im Gegensatz zu diesen fortschreitenden Formen gibt es Demenzerkrankungen, denen andere Ursachen zu Grunde liegen. Etwa zehn Prozent aller Erkrankten haben Grunderkrankungen wie Stoffwechselkrankheiten, Vitamin- oder Flüssigkeitsmangelzustände, Alkohol- oder Tablettensucht als Ursache der Demenz - man spricht hier von sekundärer Demenz. Unter Umständen sind diese Grunderkrankungen heilbar und somit die Beschwerden zuweilen rückbildungsfähig.
Wird eine solche reversibel genannte Demenz zu spät erkannt, kann das schlimme Folgen für den Patienten haben. Grundsätzlich gilt für jede Form der Demenz: Je eher sie erkannt wird, um so besser kann eine Therapie greifen.

Wird von Hirnleistungsstörungen gesprochen, so sollte man den Arzt bitten, die Beeinträchtigung genau zu erläutern. Letztlich sind Hirnleistungsstörungen nur ein Sammelbegriff für Leistungsminderungen und Krankheiten des Gehirns.


Wenn sich das Verhalten bei Demenzkranken ändert
 

Wenn sich das Verhalten bei Demenzkranken ändert Der allmählich fortschreitende Verlust der kognitiven Leistungsfähigkeit, also des Denkvermögens, ist für sich allein genommen schon schlimm genug. Er ist jedoch nicht der Hauptgrund, weshalb Demenz-Patienten irgendwann zur stationären Behandlung in ein Heim eingewiesen werden. Viel belastender für die pflegenden Angehörigen wirken sich die Verhaltensstörungen des Demenz-Kranken aus. Diese machen sich häufig bereits bemerkbar, lange bevor die ersten Ausfälle der geistigen Leistungsfähigkeit deutlich werden. Zu den Verhaltensauffälligkeiten zählen Unruhe, Mißtrauen und Feindseligkeit, oft auch gegenüber den eigenen Angehörigen. Hinzu kommt eine gesteigerte Aggressivität, die sich als unwillige Äußerungen aber auch in körperlichen Angriffen gegen Angehörige und andere Personen richten kann.

Oft sind die Angehörigen vollkommen schockiert von der Art und Weise, wie sich das Verhalten ihres Partners, ihrer Mutter oder ihres Vaters scheinbar plötzlich verändert. Der alte Mensch wird zusehends absonderlicher. Viele Angehörige suchen die Schuld bei sich und verzweifeln an der Aufgabe, die Pflege weiter selbst zu übernehmen.

Spätestens dann sollten Angehörige einen Arzt aufsuchen und ihm diese Symptome genau schildern. Ein solches Gespräch kann es dem Arzt erheblich erleichtern, die richtige Diagnose zu stellen. Besteht die Vermutung, dass eine Demenz-Erkrankung vorliegt, werden einige zusätzliche Untersuchungen und Tests durchgeführt. Bestätigt sich dabei der Verdacht, kann der Arzt rasch eine angemessene Therapie einleiten. Je früher dies geschieht, um so besser kann der alte Mensch wieder seinen Lebensabend genießen und die Angehörigen entlastet werden.


Behandlungsziele von Demenzerkrankungen
 

Die meisten Formen der Demenz sind zwar bisher nicht heilbar, aber sie lassen sich behandeln. Das heißt, man kann ihre Auswirkungen abmildern. Das nützt letztlich nicht nur dem Patienten, sondern auch dem Pflegenden, weil es ihm seine Arbeit erleichtert. Ein frühzeitige Diagnose ist für eine erfolgreiche Behandlung wichtig. Ziel der Demenzbehandlung muss sein, dem Demenz-Kranken noch möglichst viele gute Tage zu verschaffen.
Dazu sollte:

  • Die geistige Leistungsfähigkeit des Kranken so lange wie möglich aufrecht erhalten werden,
  • Verhaltensauffälligkeiten gelindert werden,
  • Der Patient in die Lage versetzt werden, alltägliche Tätigkeiten, wie Ankleiden und Essen, so lange es geht, selbst zu erledigen,
  • Der Demenz-Kranke nicht einfach nur ruhiggestellt, sondern soweit möglich zur Aktivität angeregt werden.


 


Medikamentöse Behandlung von Demenz
 

Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit

Bei Demenz-Erkrankungen sterben Nervenzellen, die den wichtigen Botenstoff Acetylcholin produzieren, ab.
Bei der Behandlung versucht man durch bestimmte Wirkstoffe den Mangel an Acetylcholin auszugleichen oder das vorhandene Acetylcholin besser zu nutzen.

Bei Verhaltensauffälligkeiten

Kognitive Beeinträchtigungen wie Gedächtnisstörungen sind nur eine Seite der Demenz-Erkrankung. Zusätzlich muss mit starken Persönlichkeitsveränderungen und Verhaltensstörungen gerechnet werden.
Sozialer Rückzug, Feindseligkeit, grundlose Erregung oder ein gestörter Schlaf- Wach-Rhythmus sind oft die Vorboten einer Demenzerkrankung und können schon Jahre vor der eigentlichen Demenz-Diagnose auftreten.

Nähere Informationen erhalten Sie hier oder unter www.altern-in-wuerde.de





Nicht-medikamentöse Behandlung von Demenz
 

Mit psychosozialen Maßnahmen wird der Patient möglichst mobil und aktiv gehalten.
Geeignete Mittel sind: Beschäftigungstherapie, oder die Förderung der Kreativität durch Musik, Bewegung und Malerei. Krankheitssymptome wie Angst oder Unruhe lassen sich dadurch oftmals bessern.
Auch durch die so genannte Milieutherapie soll die aktive Teilnahme des Patienten am Alltag gefördert werden. Ziel ist außerdem, die Beziehung zwischen Angehörigen und Patient zu verbessern. Erleichternd wirkt dabei ein klarstrukturierter Tagesablauf und eine überschaubare, stress- aber nicht reizfreie, Umgebung.

Nähere Informationen erhalten Sie hier oder unter www.altern-in-wuerde.de


Früherkennung von Alzheimer-Demenz
 

Checkliste

Die Beantwortung der folgenden Fragen kann Ihnen erste Hinweise auf eine beginnende Demenz-Erkrankung geben. Suchen Sie bei einem Verdacht einen Arzt/eine Ärztin auf.

  • Hat sich das alltägliche Verhalten Ihres Angehörigen verändert? Ist er z. B. mehr in sich gekehrt, traurig oder depressiv? Weigert er/sie sich, das Haus zu verlassen?
  • Hat Ihr Angehöriger Probleme mit Neuerungen in seiner Umgebung zurecht zu kommen? Lebt er mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart?
  • Macht er/sie einen unsicheren Eindruck? Verliert er/sie leicht die Orientierung z.B. bei einem Spaziergang?
  • Vergisst er/sie häufiger Geburtstage und andere wichtige Termine?
  • Leidet der Angehörige unter Schlafstörungen?
  • Reagiert er/sie übertrieben ängstlich? Misstraut er/sie seiner Umwelt?
  • Hört Ihr Angehöriger Stimmen und bedrohliche Geräusche?
  • Erkennt er/sie sich im Spiegel selbst nicht mehr?
  • Ist Ihr Angehöriger ständig unruhig, wandert planlos umher?
  • Reagiert er/sie öfter ohne ersichtlichen Grund gereizt, beschimpft er/sie die Betreuer, wird er eventuell aggressiv und greift andere tätlich an?

In der ärztlichen Praxis wird häufig der so genannte Uhrentest zur Früherkennung von Demenz angewendet.

 
Weitere Informationen rund um das Thema finden Sie hier und auf www.altern-in-wuerde.de .

 

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