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Informationsdefizit bei vorbeugendem Brandschutz

(sgl) „Drei Menschen bei Wohnhausbrand ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben bestand für die drei Geschwister keine Rettung, vier weitere Personen wurden verletzt. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte das Wohnhaus lichterloh.“( Aachen, 08.01.2002) Derart erschreckende Meldungen über Wohnungsbrände, bei denen sowohl Todesopfer als auch Brandverletzungen und Rauchgasvergiftungen zu beklagen sind, füllen auffällig oft die Medien.

Offensichtlich bestehen in Deutschland nach wie vor Informationsdefizite hinsichtlich drohender Brandgefahren im Privathaushalt.
Mit der Aktion "Brandschutz ist Lebensschutz" stellt das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK) gemeinsam mit dem Deutschen Feuerwehr Verband (dfv), dem Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks und dem Verein der Brandschutzbeauftragten Deutschland e. V. grundsätzliche Informationen zum vorbeugenden Brandschutz zur Verfügung, in denen über Brandgefahren und wirksame Schutzvorkehrungen aufgeklärt wird.

"Vorbeugender Brandschutz beginnt mit der größtmöglichen Vermeidung von Feuergefahren im Haushalt", so Klaus Afflerbach, Projektleiter für den Bereich Unfallprävention beim DGK. Zur Risikominimierung sei es erforderlich, beim Umgang mit Flammen, Zündhölzern, Wärmequellen wie Lampen und TV-Geräten, aber auch elektrischen Geräten und Leitungen immer auch an mögliche Feuergefahren zu denken.

Diese Vorsichtsmaßnahmen sollten allerdings mit technischen Bausteinen zur frühzeitigen Branderkennung, wie Rauchmelder oder Brandmeldesysteme, ergänzt werden. "Gerade weil in Deutschland keine gesetzliche Verpflichtung zur Installation von Brandmeldern im privaten Wohnungsbereich besteht, ist die freiwillige und eigenverantwortliche Absicherung durch derartige Maßnahmen erforderlich", so Afflerbach.
"Aber leider scheinen in Deutschland noch zu wenige Menschen von der lebensrettenden Funktion der Brandmeldesysteme überzeugt zu sein. Ansonsten würden politisch Verantwortliche, aber auch vor allem Hausbesitzer und Bewohner dafür sorgen, dass Menschenleben und Sachwerte effektiv vor Brand geschützt wären."

Informationsmaterial zum vorbeugenden Brandschutz kann bei der

Aktion "Brandschutz ist Lebensschutz",
Postfach 1827,
73408 Aalen,

angefordert werden.

(sicher – gesund – lebendig (sgl), 1/2002)

 

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