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Finger weg von flüssigen Grillanzündern:
Lebensgefahr für Kleinkinder

(pgk) Bei zwei Grillunfällen allein in Hessen haben im Mai 2005 ein neunjähriger Junge und ein Mann lebensgefährliche Verbrennungen erlitten. In beiden Fällen wurde unvorsichtig mit Spiritus hantiert. Bundesweit gibt es jährlich etwa 4.000 schwere Grillunfälle. Grund: fehlendes Wissen, Leichtsinn und ungeeignete Grillausrüstung.

Kaum klettern die Temperaturen nach oben, steigt von deutschen Gärten, Balkonen und Terrassen Grillgeruch in die Luft. Das Grillvergnügen kann jedoch schnell zur Gefahr werden, besonders wenn unvorsichtig mit Brennstoffen gezündelt wird. Gerade für neugierige Kinder. Feuer ist für sie etwas ganz Besonderes: Es raucht, es zischt, da tut sich was! Doch leider kommt es immer wieder vor, dass Kinder beim Grillen schwer verletzt werden.

Seien Sie ein gutes Vorbild und beherzigen Sie folgende Tipps:

  • Klären Sie die Kinder frühzeitig über die Gefahren beim Grillen auf und üben Sie mit ihnen den richtigen Umgang mit Grillfeuer.
  • Verzichten Sie unbedingt auf Spiritus, Alkohol, Lampenöl oder Benzin. Die brennbaren Flüssigkeiten können sich explosionsartig entzünden.
  • Verwenden Sie beim Grillen feste Anzünder wie Zündwürfel, Anzündriegel oder eine Grillpaste. Diese dürfen nicht in die Hände von Kindern gelangen, denn sie sind leicht entzündbar.
  • Partygäste sollten immer einen Sicherheitsabstand von drei Metern rund um den Grill einhalten.
  • Den Grill nie unbeaufsichtigt lassen.
  • Der Grill muss stabil und eben stehen. Er darf nicht in der Nähe brennbarer Materialien aufgestellt werden (Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster, Holzbauten, Laub, Reisig, Benzinkanister) und nie in der Nähe spielender Kinder. Den heißen Grill nie bewegen oder versetzen.
  • Zum Ablöschen der Restglut Wasser oder Sand verwenden. Brennendes Fett darf man aber auf keinen Fall mit Wasser löschen.
  • Die gelöschte Glut niemals in brennbare Behälter füllen (keine Kartons, keine Kunststoffbehälter). Weiterverwendbare Restkohle im Grill lassen. Die Luftzufuhr zum Grill am besten durch Abdecken mit Deckel oder anderem Metallverschluss unterbinden.


(Das gesunde Kind (pgk, 7/8) – 2005)

 

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