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Weg mit dem blauen Fleck
Hämatome kühlen, ruhen, cremen

(dgk) Ein ungeschickter Stoß gegen die Bettkante, in der Eile Tür und Tisch gestreift – und schon ist es passiert. Auf einen heftigen Schmerz folgt Stunden später eine Verfärbung: der blaue Fleck. Im Laufe der nächsten Tage wird dieser dunkler, schließlich grün und gelblich-braun. Einige Zeit später ist der Spuk dann vorbei und der Fleck in aller Regel von selbst wieder verschwunden.

Die Haut des Menschen ist sehr widerstandsfähig. Deshalb kann es passieren, dass bei einem Schlag oder Stoß das Gewebe unter der Oberhaut verletzt wird, ohne dass die Haut selbst aufreißt und eine offene Wunde entsteht. Das Gewebe besteht unter anderem aus Blutgefäßen und Zellen. Wenn diese verletzt werden, entsteht ein Bluterguss. Es tritt Blut tritt aus dem verletzten Gefäß ins umliegende Körpergewebe aus und verursacht die charakteristische Verfärbung. Meist werden Blutergüsse von Schwellungen und Schmerzen begleitet.

Hämatome, wie diese Blutergüsse in der medizinischen Fachsprache heißen, sind häufig harmlos und heilen innerhalb von etwa 14 Tagen wieder vollständig ab. Um Größe und Folgen des Hämatoms möglichst gering zu halten, empfehlen Experten:

  • Kühlen: Durch Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, weniger Blut tritt ins Gewebe aus.
  • Ruhen: Nach einem heftigen Zusammenstoß mit Tischbein oder Bettkante am besten die Beine hochlegen und weitere Bewegung vermeiden.
  • Cremen: Bewährt haben sich zum Beispiel Salben mit Arnika oder Arnikaumschläge, die abschwellend, entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken.

Sehr große Blutergüsse oder solche, die nicht „termingerecht“ abheilen oder stark schmerzen, sollten Sie immer ernst nehmen und den Arzt aufsuchen. Ein Grund: Ausgedehnte Blutergüsse in Armen und Beinen können die Durchblutung so beeinträchtigen, dass Nerven und Muskeln absterben. Nach einer schweren Stoßverletzung am Kopf sollte man immer zum Arzt gehen.

Aufmerksam werden sollten Betroffene auch, wenn sie ohne ersichtlichen Grund von Blutergüssen geplagt werden. Dann ist ein Besuch beim Arzt ratsam, damit dieser eine Blutgerinnungsstörung ausschließen kann.

(Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk), 5/2005)

 

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