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Gefährliches Inline-Skaten

(pgk) Jährlich verunglücken in Deutschland Zehntausende Skater, weil sie ihr Können überschätzen und keine angemessene Schutzkleidung tragen.

Die Sonne scheint, der Spaß auf acht Rollen beginnt. Hierzulande rollen Sie wieder: große und kleine Skater. Doch viele völlig ungeschützt. Nach einer Studie der Uni Bochum tragen etwa 32 Prozent der Kinder und Jugendlichen keine Schutzausrüstung. Und die Erwachsenen sind schlechte Vorbilder. Fast alle fahren ohne Helm - und riskieren schwere Verletzungen. 16 Prozent aller Verletzungen durch Skaten betreffen den Kopf und Halsbereich, 65 Prozent aller Knochenbrüche Hände und Arme.

Während Erwachsene eher durch Hindernisse oder misslungene Ausweichmanöver zu Sturz kommen, sind Kinder zusätzlich noch durch ihren Bewegungsdrang, ihren Übermut oder einfach dadurch gefährdet, dass sie keine Angst haben.

Unentbehrlich nicht nur bei den Kleinen ist daher ein fest sitzender Helm, der den Kopf beim Rückwärtsfallen schützt. Geeignet sind neben speziellen Skater-Helmen auch runde Fahrradhelme. Knie- und Ellenbogenschoner sind ebenfalls ein Muss. Wie die ebenfalls benötigten Handgelenkschoner sollten sie perfekt sitzen, ohne abzuschnüren. Wer auch im Dunkeln auf Inlinern unterwegs ist, ist gut beraten, helle Kleidung oder zumindest Reflexions-Streifen zu tragen. Alternativ bieten sich batteriebetriebene Blinklichter an.

Wer auf Skates richtig Tempo macht, ohne bremsen zu können, riskiert schmerzhafte Stürze oder gar folgenschwere Unfälle. Anfänger sollten daher zunächst einen Kurs belegen. Dort können sie zum Beispiel das Ausweichen, Bremsen und richtiges Fallen lernen.

(Das gesund Kind (pgk), 5/6 - 2004)

 

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