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Schadstoffe in Küchen vermeiden

(smog) Die rationell gestaltete, moderne Einbauküche begann ihren Siegeszug ins deutsche Eigenheim vor etwa 75 Jahren. Der Grund: Wohnungsraum wurde immer teurer und die Grundfläche für die Küche immer kleiner.

Aus Kostengründen werden Küchenmöbel heutzutage meist aus Span- oder Faserplatten hergestellt, die in erheblichem Maße schädliche Stoffe freisetzen, wie die Zeitschrift Öko-Test erst kürzlich herausfand. Die flüchtigen Schadstoffe können zu Schleimhautreizungen und Kopfschmerzen führen oder Allergien auslösen. Deshalb sollte bei Holzwerkstoff-Küchen auf eine ausreichende Raumlüftung geachtet werden, darauf weist die Umweltgemeinschaft im Tischlerhandwerk hin.

"Die meisten Ausgasungen hat eine Spanplatte in den ersten sechs Monaten", sagt Reinhard Nau, Tischlermeister und Vorsitzender der Umweltgemeinschaft Hessen. Besonders gefährlich sind nach Ansicht von Nau offene Kanten. Er rät dazu, diese abzudichten und unnötige Bohrlöcher zu vermeiden. "Die wenigsten Schadstoffe entwickelt letztlich eine Vollholzküche", sagt der Umwelttischler. Zwar setze auch natürliches Holz Formaldehyd frei, aber nur in ganz geringem Umfang.

Zum Schutz des Holzes sollten die Oberflächen mit umweltfreundlichen Wachsen und Ölen behandelt werden. Derartige Küchen sind allerdings nicht ganz billig und werden deshalb in Möbelmärkten selten angeboten. "Ein Schreiner kann solche Sonderanfertigungen aber nach individuellen Wünschen schon zum Preis einer hochwertigen Markenküche herstellen", sagt Nau.

Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.umweltgemeinschaft.de

(Umwelt und Gesundheit (smog), Jg. 31, 1 – 2003)

 

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