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Studie: Alte Bleirohre belasten das Trinkwasser

(smog) In vielen Haushalten wird das Trinkwasser durch alte Bleileitungen schwer belastet. Durch überhöhte Werte sind besonders Kinder gefährdet.
Mediziner der Abteilung Allgemeine Hygiene und Umweltmedizin der Universität Göttingen untersuchten die Wasserqualität von insgesamt 3.600 Wohnungen in Göttingen und Berlin. Dabei ergaben sich zum Teil Bleibelastungen von 186 Mikrogramm je Liter Wasser.
Der Richtwert der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt bei zehn Mikrogramm Blei je Liter. Zwischen fünf und zehn Prozent aller Haushalte überschreiten diesen Wert, so der Leiter der Studie, Professor Hartmut Dunkelberg.

"Unser Ziel war es, die Häufigkeit erhöhter Bleikonzentrationen im Trinkwasser von Wohnungen mit Familien mit Kleinkindern in unterschiedlichen Wohnbezirken zu ermitteln. Außerdem haben wir betroffenen Familien Maßnahmen, wie den Austausch der Leitungen, empfohlen, um die Bleiaufnahme zu vermindern", berichtet Dunkelberg. Die Forscher gehen davon aus, dass die Untersuchungsergebnisse auf andere Städte übertragbar sind.

Internationale Studien weisen schon länger das gesundheitliche Risiko von Blei besonders für Kinder nach. So werde das Lernvermögen und die kindliche Entwicklung eingeschränkt. Defizite in der Sprachbeherrschung und Aussprache, in Aufmerksamkeit und schulischer Leistung könnten eindeutig mit einer höheren Bleibelastung im Kindesalter in Verbindung gebracht werden, sagten die Göttinger Mediziner. Auch im Erwachsenenalter seien diese Effekte noch nachweisbar.

Vielen Eltern von Kleinkindern ist das gesundheitliche Risiko durch Bleibelastung nicht bewusst. Häufig haben sie auch keine Kenntnisse über die technische Ausstattung ihres Hauses beziehungsweise das Material der Wasserleitungen, so dass die Notwendigkeit eines Austausches gar nicht erkannt werden kann.
Als Sofortmaßnahme bei festgestellter Bleibelastung empfehlen die Forscher, das Wasser aus der Leitung zunächst etwa eine Minute lang laufen zu lassen, bis es kälter wird.

Das Deutsche Grüne Kreuz warnt: ablaufen lassen vor dem Trinken ist eine unsichere Notlösung. Es muss so lange dauern, bis Frischwasser des Kanalnetzes aus dem Hahn kommt. Das Wasser ist dann fühlbar kälter. Wie viel Zeit dazu notwendig ist, hängt von der Länge der Leitungen ab. In den oberen Etagen von Mehrfamilienhäusern kann das einige Minuten dauern.
Blei reichert sich nach kurzem Stehen wieder im Wasser an und erreicht bereits nach drei Stunden seinen Maximalwert. Grundsätzlich ablaufen lassen sollte man den ersten halben Liter, um Verunreinigungen durch das Stehen in der eigenen Stichleitung und der Armatur aus dem Weg zu gehen.


Stichwort: Blei

Blei ist ein Schwermetall, das bläulich farblos glänzt, an der Luft grau anläuft und sehr weich – mit dem Fingernagel ritzbar – ist. Da es so weich ist, gibt Blei auf Papier einen dunklen Strich. Deshalb hat man früher mit Blei geschrieben, allerdings enthalten die heutigen "Bleistifte" kein Blei, sondern ein Gemisch aus Graphit und Ton.

Blei und seine Verbindungen gehören zu den starken Umweltgiften. Es hemmt die Blutbildung und führt zu Nervenschäden. Chronische, unspezifische Symptome wie Magenstörungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Nierenschäden treten schon bei Aufnahme kleinster Mengen auf. Vor allem für Schwangere und Säuglinge sowie Kinder bis zu sechs Jahren kann Blei gefährlich wirken. Selbst bei nur geringfügig erhöhten Blutbleiwerten konnten bei Kindern Fehlfunktionen des Gehirns festgestellt werden, die sich in Hyperaktivität, Konzentrationsschwäche und einem IQ-Defizit äußerten.

In Gewässern zum Beispiel stammen Blei-Belastungen aus Abschwemmungen von Straßen und Dächern. Das Blei akkumuliert sich, wie andere Schwermetalle auch, in Klärschlämmen, Sedimenten aber auch in Lebewesen. Überschreitungen des Grenzwertes von Blei im Trinkwasser können in Altbauten auftreten, in denen das Trinkwasser noch durch Bleirohre oder -armaturen geleitet wird und/oder länger in den Rohren gestanden hat.

(Quelle: Umwelt und Gesundheit (smog), Jg. 30, 4 – 2002)

 

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