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Tödlicher Goldregen

(smog) Eine ganze Grundschulklasse aus dem hessischen Wetzlar lag im Juni 2003 nach dem Genuss von Schoten eines giftigen Strauches im Krankenhaus. Ein Schüler der dritten Klasse hatte Teile des Goldregens am Rande des Schulhofs gepflückt und an 19 Mitschüler verteilt. In der Folge litten die Kinder unter starker Übelkeit.

Der Goldregen, auch Bohnenbaum, Gemeiner Goldregen oder Kleebaum genannt, blüht in heimischen Gärten und Parkanlagen, aber auch wild an Waldrändern etwa von Mai bis Juni. Alle Pflanzenteile des Goldregens sind giftig. Die meisten Vergiftungsunfälle sind jedoch auf den Verzehr von Samen zurückzuführen.

Die tödliche Dosis beträgt beim Kind 15 bis 20 Samen, das sind 4 bis 5 Hülsen. Bei einem Erwachsenen soll die tödliche Dosis 23 Samen betragen. 12 Blüten führen schon zu Vergiftungen. Das Aussaugen der Blüten oder das Kauen von Blättern, Blüten und Rinde kann schon gefährlich sein.

Die Inhaltsstoffe wirken anfangs erregend auf das Zentralnervensystem, später aber lähmend. Nach einer Zeit von 15 bis 60 Minuten kommt es zu einem Brennen im Mund- und Rachenraum, Übelkeit, starkem Durst und einem teilweise sehr lang anhaltendes Erbrechen. Im Erbrochenen kann Blut vorhanden sein.

Neben Magen-Darm-Krämpfen treten Schweißausbruch, Kopfschmerzen, Erregungszustände, Delirien und weite Pupillen hinzu. Muskelzuckungen und Krämpfe sind weitere Anzeichen. Bei tödlichen Vergiftungen ist zunächst eine allgemeine Lähmung erkennbar. Der Tod tritt im Kreislaufkollaps durch eine Lähmung der Atmung ein.

Klaus Afflerbach vom Forum Unfallprävention im Deutschen Grünen Kreuz e. V. warnt: "Träger von Kindergärten und Schulen sollten darauf achten, dass im direkten Umfeld keine giftigen Pflanzen gedeihen." Auch wenn es in diesem Jahr kaum noch blühende Goldregen geben wird, sei bei der Pflanzung neuer Sträucher darauf zu achten: nicht in der Nähe von Spielplätzen, Kindergärten oder Schulen und im eigenen Garten nur, wenn Kinder keinen Zugang haben.


Tipp vom Experten

Wenn es trotz aller Schutzvorkehrungen zu einem Vergiftungsfall gekommen ist und schnell gehandelt werden muss, gelten folgende Regeln: Ruhe bewahren. Tee oder Wasser zu trinken geben, aber auf keinen Fall Milch. Weitere Maßnahmen sind von der Art der Vergiftungsursache abhängig, also von der Frage, ob es sich um eine schäumende Substanz wie Seife, Waschmittel, Allzweckreiniger, eine Giftpflanze oder ein Medikament handelt.


Auch Pferde betroffen

Übrigens: Nur zu gern "naschen" Pferde auf Ausritten in Parks oder Gärten vom Goldregen. Er ist ebenso wie Eibe, Seidelbast, Buchsbaum, Heckenkirsche, Rhododendron, Robinie und der Lebensbaum auch für Tiere hochgiftig und oft sogar tödlich.

(Umwelt und Gesundheit (smog), Jg. 31, 2 – 2003)

 

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