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Sie sind hier: Home / Unsere Themen / Umwelt und Gesundheit / Infos und Tipps für den Alltag / Luft/Klima / Erderwärmung bringt neue Epidemien - Krankheiten profitieren vom Klimawandel
Erderwärmung bringt neue Epidemien
Krankheiten profitieren vom Klimawandel

(smog) Häufigere Niederschläge, stärkere Stürme, Bodenerosion, Ausbreitung der Wüsten, Überflutungen, Ansteigen des Meeresspiegels, Schädigung der Korallenriffe, austrocknende Wasserreservoirs: Die Negativ-Liste der Folgen zunehmender Erderwärmung ist lang.

Aber es kommt noch schlimmer: Vom weltweiten Klimawandel könnten vor allem Krankheitserreger und ihre Überträger profitieren. In Zukunft werden sich Menschen, Tiere und Pflanzen häufiger mit Epidemien konfrontiert sehen, so eine US-Studie.

Die amerikanischen Biologen Drew Harvell und Andrew Dobson von der Cornell University in Ithaka haben herausgefunden, dass mit den Temperaturen auch die Zahl der Krankheiten immer mehr steigen könnte. In vielen Ökosystemen, so das Ergebnis der zweijährigen Untersuchung, scheinen Krankheiten und ihre Überträger vom Klimawandel zu profitieren. Bereits leichte Temperaturwechsel hätten Auswirkungen auf das Ausbreiten von Viren und Bakterien sowie Krankheitsüberträgern wie Mücken, Ratten oder Zecken.

So breiteten sich auf Hawaii in den vergangenen Jahren Moskitos in höhere Berglagen aus und übertrugen Vogelmalaria auf die vom Aussterben bedrohten Akepa-Vögel, die Kleidervögel. Die seltenen einheimischen Vögel leben in einer Höhe von mehr als 700 Metern auf steilen Abhängen, wo sie wegen kühlerer Temperaturen bisher vor Mücken geschützt waren.

Im australischen Great Barrier Reef erkrankten und starben Korallen. Ursache war ein Mikroorganismus, der sich bei Wärme stark ausbreitet.
An der Ostküste der USA wurden Wissenschaftlern zufolge Austernbestände von einem einzelligen Parasiten befallen, der bisher nur in wärmeren, südlicheren Meeresteilen vorkam.
Der Befall von Eichen im Mittelmeerraum durch einen parasitischen Pilz gehe ebenfalls auf steigende Temperaturen zurück.

Auch Krankheiten bei Menschen könnten der Studie zufolge zunehmen. In Ostafrika rechnen die Forscher infolge verstärkter Regenfälle mit neuen Ausbrüchen des Rift-Valley-Fiebers, das erst 1998 zu Tausenden Toten geführt hatte. Es gebe klare Hinweise darauf, dass diese Krankheit besonders in den so genannten El-Niño-Jahren auftritt, und diese werden zunehmen, warnen die Forscher.

Besonders häufig könnten von Insekten übertragene Krankheiten auftreten. Die Zahl der Überträger wird oft durch harte Winter begrenzt. Werden diese milder, so die Wissenschaftler, dann können sich Mücken und Zecken stärker vermehren und Krankheiten verbreiten.

Der Klimawandel könnte außerdem zu Stress bei Pflanzen und Tieren führen, so dass sie anfälliger für Infektionen werden.

(Umwelt und Gesundheit (smog), Jg. 30, 3 – 2002)

 

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