DGK e.V. -Infektionen mit dem Kleinen Fuchsbandwurm, Echinococcus multilocularis, haben für den Menschen weit reichende Folgen. Die regelmäßige Entwurmung von Haustieren kann das Infektionsrisiko senken.
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Fuchsbandwurm, Entwurmung, Hund, Katze, chronische Leberschäden
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Fuchsbandwurm: Übertragung durch Hund und Katze

Hund und Katze sollten vier Mal im Jahr entwurmt werden

Schmusen mit dem Haustier
Beim Schmusen mit dem Haustier können sich Menschen mit dem Kleinen Fuchsbandwurm infizieren. Foto: DGK

Infektionen mit dem Kleinen Fuchsbandwurm, Echinococcus multilocularis, sind in Deutschland selten. Im Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Erkrankungen des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin wurde die Zahl 2007 mit 15 bis 31 Erkrankungen pro Jahr beziffert. Tatsächlich, so schätzen die Experten des RKI¹, gibt es wohl dreimal so viele Infizierte – immer noch recht wenige Fälle. Dennoch sollte über diese Infektion nicht hinweg gesehen werden. Denn: In der Schweiz nimmt die Zahl der Infektionen pro Jahr seit einiger Zeit zu². Außerdem hat die Erkrankung für den Menschen weit reichende Folgen. Die regelmäßige Entwurmung von Haustieren kann das Infektionsrisiko senken.

Die Zunahme der Infektionen erklären die Schweizer mit einer wachsenden Zahl von Füchsen, die klassische Endwirte und damit potenzielle Träger des Wurmes sind. Der Fuchsbandwurm beschränkt sich aber nicht nur auf den Fuchs. Hunde und Katzen können ebenso Endwirte des Parasits sein. Sie nehmen den Wurm beim Fressen von infizierten Kleinnagern, meist Mäusen, auf, die als Zwischenwirt für den Fuchsbandwurm dienen. Werden die Haustiere nicht regelmäßig entwurmt, entwickelt sich der Fuchsbandwurm weiter. Mit dem Kot setzen die Haustiere dann Wurmeier ab.

Beim Kuscheln und Schmusen mit dem Haustier können die Wurmeier leicht in den menschlichen Organismus gelangen. Menschen sind für den Fuchsbandwurm ein Fehlwirt. Wie beim Zwischenwirt, der Maus, ist beim Menschen die Leber betroffen. Sie wird von den Larven des Fuchsbandwurms befallen. Die Larve infiltriert das Organ, vergleichbar mit dem Wachstum eines Tumors. Meist treten zu Beginn der Erkrankung lediglich unspezifische Oberbauchbeschwerden auf.
Bis die Erkrankung beim Menschen sichtbar wird, können vom Zeitpunkt der Infektion an gerechnet 10 bis 15 Jahre vergehen – ein recht unüberschaubarer Zeitraum. Dem Haustier merken Herrchen und Frauchen tückischerweise meist gar nichts an. Deshalb ist eine regelmäßige Wurmkur wichtig, um eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm zu vermeiden.

Studien haben gezeigt, dass die in Deutschland übliche ein- bis zweimalige Entwurmung in den meisten Fällen nicht ausreicht. Die europäische, veterinärparasitologische Organisation ESCCAP rät daher – je nach individuellem Risiko des Haustieres - zu einer häufigeren Entwurmung und regelmäßigen Stuhlkontrolle der Haustiere. Tierärzte empfehlen mindestens vier Wurmkuren pro Jahr. Für Katzen gibt es zur Bekämpfung von Würmern ein Spot-on-Präparat, das leicht anzuwenden ist. Hunde erhalten ihre Wurmkur meist in Form von Tabletten, die ihnen gut schmecken. Eine Einmalgabe reicht aus. Die Entwurmung ist in der Regel einfach und stressfrei für Tier und Mensch.

¹Jorgensen et al.: Underreporting of human alveolar echinococcosis, Germany, Emerg.Infect. Dis. 14 (2008), 935-937
² Schweiger, A. et al: Human alveolar echinococcosis after fox population increase, Switzerland. Emerg.Infect Dis. 13 (2007), S. 878-882

 

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