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Textanfang / Content
Das Varizella-Zoster-Virus kann nicht nur die Windpocken auslösen, sondern als „Zweiterkrankung“ eine Gürtelrose, auch Herpes zoster oder kurz Zoster genannt. Wie alle Herpesviren (die meisten kennen die lästigen Lippenbläschen [Herpes- simplex-Viren], die stets zur Unzeit auftreten) bleiben auch diese Erreger in bestimmten Nervenschaltstellen und können bei nachlassender Abwehrkraft „von innen heraus“ wieder aktiv werden. Das kann durch eine andere Krankheit geschehen wie schwere Infektionen oder Krebs, bei Stressbelastung und vor allem im höheren Lebensalter, wenn das Immunsystem nicht mehr so leistungsfähig ist.
Allerdings kann ein Zoster auch einmal bei ansonsten gesunden Erwachsenen und Kindern auftreten. Jeder Fünfte bis Zehnte erkrankt einmal im Leben daran. Typisch sind Missempfindungen, dann plötzlich einschießende Schmerzen in den betreffenden Körperregionen. Nach drei bis vier Tagen erscheinen Bläschen, die normalerweise innerhalb von acht Tagen bis vier Wochen abheilen. Betroffen ist meist der Rumpf, wo sich die Bläschen gürtelförmig ausbreiten, aber auch das Gesicht und sogar die Augen. Bei immunschwachen Patienten kann sich die Gürtelrose über den Körper ausbreiten und lebensbedrohlich werden.
Die starken Schmerzen halten meist auch dann noch an, wenn die Hauterscheinungen durch die Behandlung mit virushemmenden Medikamenten verschwunden sind. Die Schmerzen können chronisch werden, Experten sprechen von postherpetischer Neuralgie (PHN). Deshalb ist auch eine frühe Schmerztherapie sehr wichtig.
Die Impfung gegen Gürtelrose
Es gibt einen Zoster-Impfstoff, der nun auch in Deutschland zur Verfügung steht. Er ist für Menschen ab 50 Jahre geeignet. Durch die Impfung können 61 Prozent der Krankheitsfälle verhindert und eine PHN in 66,5 Prozent vermieden werden. Falls trotz Impfung eine Gürtelrose auftritt, verläuft diese milder und mit weniger Komplikationen.

