DGK e.V. -Krankheit und Impfung
Gesundheitsinformationen zu:
Typhus, Impfung, Impfschutz, Salmonella typhi-Bakterium, Infektionskrankheit, Schluckimpfung,
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Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

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Typhus

Das Krankheitsbild
 

Typhus
ist eine durch das Salmonella typhi-Bakterium hervorgerufene Infektionskrankheit. Es handelt sich um eine schwere Allgemeininfektion mit hohem Fieber um die 40 °C, die sich etwa über drei Wochen hinzieht. Das Fieber kann aber auch länger anhalten. Weitere Begleiterscheinungen sind Durchfälle, Benommenheit sowie einen angeschwollene Milz oder Leber. Wegen seines uncharakteristischen Krankheitsbildes wird Typhus oft erst spät erkannt. Bei Komplikationen wie Darmblutungen oder Lungentyphus kann die Krankheit auch tödlich verlaufen. Ohne Behandlung mit Antibiotika sterben etwa 10 bis 15 Prozent der Erkrankten, mit Behandlung etwa ein bis zwei Prozent. Rund zwei bis drei Prozent der Erkrankten werden zu so genannten Dauerausscheidern, die für ihr weiteres Leben ansteckend bleiben können.

Wie verbreitet Typhus in einem Land ist, steht in engem Zusammenhang mit den dort herrschenden hygienischen Verhältnissen. Übertragen wird das Typhusbakterium durch mit Kot verunreinigte Nahrungsmittel und Getränke sowie durch Schmierinfektion. Regelmäßiges Händewaschen und Vorsicht beim Essen sind deshalb dringend notwendig.

Typhus ist in den vergangenen Jahrzehnten in den meisten Industrieländern selten geworden. Probleme bereiten vor allem im Ausland erworbene Typhus-Infektionen, bei denen zudem vermehrt Antibiotikaresistenzen beobachtet werden. Die Ansteckungsgefahr ist im Allgemeinen in Nord- und Zentralafrika am größten, aber auch in Asien, Süd- und Mittelamerika verbreitet, und sogar in Südeuropa kann die Krankheit auftreten.


Die Impfung
 

Es stehen zwei Typen Impfstoffe zur Verfügung: Schluckimpfstoffe und zu spritzende Impfstoffe. Beide Impfstoffe sind für Erwachsene und Kinder ab dem zweiten Lebensjahr gleichermaßen geeignet. Die Typhusimpfung kann gleichzeitig mit anderen Schutzimpfungen vorgenommen werden. Die Schluckimpfstoffe enthalten im Wesentlichen unschädlich gemachte, lebende Typhusbakterien. Für einen vollständigen Impfschutz müssen drei Kapseln im Abstand von je zwei Tagen eingenommen werden, das heißt je eine an den Tagen 0, 2 und 4, jeweils eine Stunde vor einer Mahlzeit. Bei gelegentlichen Reisen in Typhusgebiete wird nach einem Jahr eine Wiederholungsimpfung nach gleichem Schema fällig, bei ständigem Aufenthalt in einem Typhusgebiet wird eine Wiederholungsimpfung im Abstand von drei Jahren empfohlen. Um den Impferfolg nicht zu gefährden, sollten eine Malariaprophylaxe, Abführmittel, Antibiotika oder Sulfonamide erst drei Tage nach der dritten Impfstoffkapsel eingenommen werden.

Die gespritzten Impfstoffe enthalten bestimmte gereinigte Bruchstücke abgetöteter Typhusbakterien. Der Impfstoff wird einmal gespritzt. Bei fortbestehender Infektionsgefahr wird nach drei Jahren eine Wiederholungsimpfung empfohlen.


Wer soll geimpft werden?
 

Die Impfung wird allen Reisenden in Gebiete empfohlen, in denen Typhus weit verbreitet ist, besonders wenn sie unter schwierigen hygienischen Bedingungen reisen. Angesprochen sind also vor allem Abenteuer- und Trekkingreisende. Da es bei Typhus symptomlose Dauerausscheider gibt, ist das Infektionsrisiko aber auch bei einem "Pauschalurlaub" nicht auszuschließen, zum Beispiel wenn Ausscheider von Typhusbakterien in Hotels als Küchenpersonal arbeiten. Die Impfung wird deshalb auch Pauschalurlaubern empfohlen.


Wer soll nicht geimpft werden?
 

Wer an einer akuten, behandlungsbedürftigen Krankheit mit Fieber leidet, soll nicht geimpft werden.

Bei folgenden Personen müssen Nutzen und Risiken der Typhus-Schutzimpfung sehr sorgfältig abgewogen werden:

  • Schwangere Frauen; über negative Auswirkungen einer Typhus-Impfung während der Schwangerschaft liegen jedoch keine Untersuchungsbefunde vor. Eine versehentlich während der Schwangerschaft vorgenommene Typhus-Impfung ist daher kein Anlass für einen Schwangerschaftsabbruch.
  • Hinweis: Die Typhus-Schluckimpfung ist während der Stillzeit möglich, da Salmonellen nicht in die Muttermilch übertreten.
  • Kinder unter zwei Jahren.
  • Patienten, deren Immunsystem defekt ist; den Schluckimpfstoff sollten sie nicht erhalten, eine Injektionsimpfung ist unter Umständen möglich.


In diesen Fällen berät Sie der Impfarzt, wie Sie sich am besten gegen eine Typhus- Infektion schützen können.

 

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