DGK e.V. -Krankheitsbild und Impfungen
Gesundheitsinformationen zu:
Tetanus, Wundstarrkrampf, Senioren, Risswunde, Vorbeugung, Impfung, Impfschutz, Toxoid-Impfstoff, Bakterium Clostridium tetani
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Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


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Tetanus

Das Krankheitsbild
 

Wundstarrkrampf
, auch Tetanus genannt, ist eine lebensgefährliche Krankheit, die Menschen jeden Alters bedroht. Der vor allem in der Erde und im Straßenstaub vorkommende Erreger kann durch kleinere Schnitt-, Riss-, Biss- oder Schürfwunden sowie offene Ekzeme und Verbrennungswunden in die Haut gelangen, sich vermehren und das krank machende Gift bilden. Muskelkrämpfe kennzeichnen das meist sehr schwere Krankheitsbild und können bei Beteiligung der Atemmuskulatur zu Erstickungsanfällen führen. Trotz moderner Behandlungsmethoden liegt die Sterblichkeit ungeimpfter Tetanuskranker noch immer bei 10 bis 20 Prozent.

Ältere Menschen sind besonders gefährdet, an Tetanus zu erkranken. Sie haben keinen ausreichenden Impfschutz mehr. In den alten Bundesländern besitzen 70 Prozent der Frauen und 45 Prozent der Männer über 60 Jahren zu wenig Abwehrstoffe gegen Wundstarrkrampf. In den neuen Bundesländern sind etwa zehn Prozent der Senioren ungeschützt.

In Deutschland wurden in den vergangenen Jahren weniger als 15 Tetanusfälle jährlich registriert, überwiegend bei älteren Menschen. Mit Tetanus-Bakterien infizierten sie sich meist bei der Gartenarbeit durch leichte Verletzungen oder durch andere Wunden, die im höheren Alter häufig sind. Solche sind ein "offenes Bein", entzündetes "Hühnerauge" oder schlecht heilende Wunden wegen eines Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit").

Den einzig sicheren Schutz vor Wundstarrkrampf bietet die vorbeugende Impfung. Auch eine überstandene Erkrankung bietet keinen Schutz, man könnte also immer wieder an Tetanus erkranken.


Die Impfung
 

Nur die Impfung bietet ausreichend Schutz vor der Infektion. Sie regt den Körper zur Bildung von Abwehrstoffen, den Antikörpern, an und verhindert so, dass das Gift seine schädigende Wirkung entfaltet. Wer einmal im Leben eine vollständige Grundimmunisierung gegen Tetanus erhalten hat, benötigt nur eine Spritze, um wieder für die nächsten zehn Jahre sicher geschützt zu sein. Eine Grundimmunisierung gegen Tetanus wird allen Säuglingen in Deutschland empfohlen.

Die Impfung Ihres Kindes beginnt mit dem dritten Lebensmonat, das heißt, sobald es zwei Monate alt ist, erhält es drei Injektionen Toxoid-Impfstoff im Abstand von jeweils vier Wochen. Sinnvoll ist die Verwendung eines Kombinationsimpfstoffes, um dem Kind mehrfache Injektionen zu ersparen. Mit der vierten Impfung mit 11 bis 14 Monaten ist die Grundimmunisierung abgeschlossen. Die erste Impfung zur Auffrischung des Schutzes wird gegeben, wenn Ihr Kind 5 bis 6 Jahre alt ist.
Auch bei dieser Auffrischimpfung ist es zweckmäßig, einen Kombinationsimpfstoff zu verwenden, der gleichzeitig vor anderen Krankheitserregern, in diesem Fall vor Diphtherie und Keuchusten schützt. Eine weitere Auffrischung erfolgt bei 9- bis 17-Jährigen mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten und Kinderlähmung. Danach sind regelmäßige Auffrischimpfungen alle zehn Jahre notwendig, um einen stets ausreichenden Schutz zu gewährleisten. Erwachsene sollten also an eine Auffrischimpfung denken, wenn die letzte Impfung gegen Tetanus länger als zehn Jahre zurückliegt. Die Eintragungen in Ihrem Impfausweis geben darüber Auskunft.
Wird bei Erwachsenen der Kombinationsimpfstoff Diphtherie-Tetanus oder ein Diphtherie- oder Tetanus-Einzelimpfstoff verwendet, reichen zur Grundimmunisierung zwei Injektionen im Abstand von jeweils vier bis acht Wochen und nach circa einem Jahr erfolgt die dritte Injektion.

Mögliche Impfreaktionen können eine schmerzempfindliche Schwellung an der Impfstelle, allgemeines Unwohlsein, Gliederschmerzen und Fieber sein.


Information in Stichworten
 

ERREGER:
Bakterium Clostridium tetani

ÜBERTRAGUNGSWEGE:
aus der Umgebung (Schmutz) auf den Menschen bei Verletzungen der Haut

INKUBATIONSZEIT:
3 Tage bis 4 Wochen, meist aber 15 Tage; schwere Fälle haben oft eine kurze Inkubationszeit.

KRANKHEITSBILD:
gekennnzeichnet durch Muskelkrämpfe; ist die Atemmuskulatur betroffen, droht der Erstickungstod; trotz intensivmedizinischer Behandlung sterben 10 bis 20 Prozent der Erkrankten.

ANSTECKUNGSGEFAHR:
eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

IMMUNITÄT:
die Erkrankung hinterlässt keine Immunität.

IMPFUNG:
ab 2 Lebensmonaten 3 Impfungen im Abstand von jeweils 4 Wochen, mit 11 bis 14 Lebensmonaten die 4. Impfung (Abschluss der Grundimmunisierung), mit 5 bis 6 Jahren (Td-ap-Impfstoff*) und mit 9 bis 17 Jahren jeweils eine Auffrischung (Td-ap-IPV-Impfstoff**), im Erwachsenenalter regelmäßige Auffrischimpfungen alle 10 Jahre. Die Impfung gegen Tetanus sollte in der Regel mit der gegen Diphtherie gegeben werden, auch sollte geprüft werden, ob eine Impfung gegen Pertussis (Keuchhusten) sinnvoll ist. Seit Juli 2009 empfiehlt die STIKO jedem Erwachsenen, bei der nächst fälligen Impfung gegen Tetanus und Diphterie einen Kombinations-Impfstoff, der zusätzlich gegen Keuchhusten wirkt (Td-ap*, Td-ap-IPV**) einmalig anzuwenden.
Geeignet sind Kombinationsimpfstoffe, die gleichzeitig gegen Tetanus, Diphtherie, evtl. Keuchhusten und Kinderlähmung schützen.

* Tetanus-Diphtherie-Pertussis-Kombination
** Tetanus-Diphtherie-Pertussis-Poliomyelitis-Impfstoff

 

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