DGK e.V. -Krankheitsbild Scharlach, Therapie und Informationen zu Scharlach in Stichworten beim DGK
Gesundheitsinformationen zu:
Scharlach,Scharlachbakterien,Scharlach-Informationen,Streptokokken,Rachenentzündung,Lungenentzündung
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Scharlach

Die Scharlachbakterien
Die Erreger von Scharlach sind Bakterien aus der Familie der Streptokokken (S. pyogenes), sogenannte ß-hämolysierende Streptokokken der Serogruppe A. Wenn die Erkrankung typisch verläuft, geht sie mit einem charakteristischen Ausschlag auf der Haut (Exanthem) sowie auf den Schleimhäuten (Enanthem) einher. Das Exanthem wird durch Gifte (Toxine) ausgelöst, die von den Streptokokken ausgeschieden werden. Dabei enthalten die Scharlachbakterien sogenannte Bakteriophagen. Das sind Viren, die Bakterien befallen, und die für die Toxinbildung verantwortlich sind. Andere Streptokokkenarten besitzen solche „lysogene Phagen“ nicht und scheiden daher auch keine „erythrogenen“  Gifte aus, machen also keinen Ausschlag. Sie können aber ebenfalls zu schweren Erkrankungen führen.

Die Verbreitung
In Deutschland erkranken jährlich mindestens 50.000 Menschen (62/100.000) an typischem Scharlach, die Zahl der von Rachenentzündung durch Streptokokken Betroffenen wird auf 1 bis 1,5 Millionen geschätzt. Man kann  in jedem Alter Scharlach bekommen, bevorzugt ist jedoch im Kindesalter, vor allem  das Alter von 4 bis 7 Jahren. Viele , die sich mit Scharlachbakterien oder Streptokokken infizieren,  erkranken aber nur leicht oder gar nicht. Die Rate der symptomlosen Personen, die Träger von S. pyogenes sind, wird auf 20 Prozent geschätzt

Die Inkubationszeit beträgt 2 – 4 Tage.

Das Krankheitsbild
Typischerweise beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Rachen- und Mandelentzündung (Tonsillitis, Angina, Pharyngitis), und es breitet sich ein feinfleckiges Exanthem aus, wobei das Munddreieck meist ausgespart wird. Die Belege im Mund lösen sich relativ rasch und hinterlassen dann die charakteristische Himbeerzunge. Bei Kindern treten oft auch Bauchschmerzen und Erbrechen auf. Nach etwa einer Woche geht das Fieber zurück, die betroffene Haut beginnt sich zu schälen, am stärksten an Händen und Fußsohlen; und die Rekonvaleszenz beginnt. Unbehandelt können die Patienten jedoch noch 3 Wochen ansteckend sein.

Als Komplikation der Streptokokkeninfektionen werden Nebenhöhlen- und Mittelohr- sowie Lungenentzündungen (Sinusitis, Otitis media, Pneumonie) gesehen. Am gefürchtetsten sind jedoch das akute rheumatische Fieber, Herzentzündung (Endokarditis) sowie Nierenentzündung (Glomerulonephritis). Diese Komplikationen können auch bei weitgehend symptomlosem Verlauf oder einer nur „harmlosen“ Angina auftreten. Die Erkrankungen können chronisch werden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen der Gelenke durch das Rheuma, Herzklappenfehler durch die Endokarditis oder mit dialysepflichtiges Nierenversagen sind mögliche Folgen.

Die Therapie
Deshalb müssen zur Behandlung von Streptokokkenerkrankungen Antibiotika eingesetzt werden, und zwar meist Penicillin oder Erythromycin über 10 Tage. Bei Ausbrüchen sollen alle möglicherweise Erkrankten, auch die mit harmlosem Verlauf, umgehend mit Antibiotika behandelt werden. Die Behandlung von gesunden Kontaktpersonen wird nicht empfohlen, sie sollten aber besonders auf etwaige Krankheitszeichen achten und dann ggf.  umgehend einen Arzt aufsuchen.

Zur Labordiagnose werden die Bakterien aus Rachen- oder Tonsillenabstrich angezüchtet. Später lässt sich eine Streptokokken-Folgeerkrankung eventuell durch Antikörper im Blut nachweisen (z. B. AST, Anti-DNase-Antikörper).

Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht.

In einigen Bundesländern ist Scharlach meldepflichtig. Schule, Kindergarten und andere Gemeinschaftseinrichtungen dürfen erst wieder besucht werden, wenn mindestens 2 Tage Antibiotika eingenommen wurden und keine Krankheitszeichen mehr bestehen.

Weiterführende Literatur unter:
Opens external link in new windowwww.rki.de



Scharlach - Informationen in Stichworten:


ERREGER: Streptococcus pyogenes, Serogruppe A
INKUBATIONSZEIT: 2 – 4  Tage
FÜHRENDE SYMPTOME: Fieber, eitrige Halsentzündung, Ausschlag
KOMPLIKATIONEN: Sinusitis, Otitis media, Pneumonie, rheumatisches Fieber, Endokarditis, Glomerulonephritis
THERAPIE: Antibiotika

 

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