DGK e.V. -Rotavirus, gut verträgliche Schluckimpfung für Säuglinge wurde 2006 zugelassen
Gesundheitsinformationen zu:
Säugling, Gesundheit, Rotavirus, Durchfallerkrankungen beim Säugling, Impfung, Schluckimpfung, ESPID (European Society for Paediatric Infectious Diseases)
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Aktuelles

STIKO empfiehlt Impfung gegen Rotaviren

Seit Juli 2013 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für alle Säuglinge in Deutschland die Schluckimpfung gegen Rotaviren. Die Impfserie besteht je nach Impfstoff aus 2 oder 3 Impfungen. Sie soll mit 6 bis 12 Wochen begonnen werden und muss bis zur vollendeten 24. bzw. 32. Lebenswoche (abhängig vom verwendeten Impstoff) abgeschlossen sein.

Die STIKO empfiehlt dringend, die Impfserie frühzeitig zu beginnen und rechtzeitig abzuschließen.


Fünf Bundesländer empfehlen Rotavirus-Schluckimpfung

(2011) Nach Sachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen entschied sich 2011 auch Schleswig-Holstein dafür, die Impfung gegen Rotaviren in seine öffentlichen Impfempfehlungen aufzunehmen. Die Impfempfehlung gilt für Säuglinge ab 6 Lebenswochen. Die Impfserie muss je nach Impfstoff, bis zur vollendeten 24. bzw. 26. (spätestens 32.) Lebenswoche, abgeschlossen sein. 

Diese fünf Bundesländer sind nun in Deutschland Vorreiter für die Schluckimpfung gegen den bei Babys häufigsten Erreger von schweren Durchfallerkrankungen. Wie die Kostenübernahme erfolgt, muss in vielen Fällen aber noch individuell geklärt werden. Hier finden Sie eine Liste der Krankenkassen, die die Kosten tragen: Opens external link in new windowwww.impfkontrolle.de




 

Erste Erfolgsmeldungen zur Rotavirus-Schluckimpfung in Österreich
(April 2009) Österreich hat einen Vorteil: Dort gibt es eine allgemeine Empfehlung für die Rotavirus-Schluckimpfung bei Säuglingen und der Staat unterstützt diese. Die Impfempfehlung wurde im Januar 2006 ausgesprochen, die Kostenübernahme ist seit 1. Juli 2007 geregelt.

Schon innerhalb dieser kurzen Zeit sieht man große Erfolge: Die Krankheitsfälle sind deutlich reduziert. Das berichtete Professor Dr. Herwig Kollaritsch von der Medizinischen Universität Wien auf dem Österreichischen Impftag am 28. März 2009 in Salzburg. Jedes Jahr werden in Österreich rund 4.500 Kinder für vier bis fünf Tage infolge einer schweren Rotavirus-Erkrankung stationär in einer Kinderklinik behandelt. Diese Krankenhauseinweisungen sind bei Kindern unter 12 Monaten um zwei Drittel und bei Kindern bis 24 Monaten um ein Drittel zurückgegangen. Die Durchimpfungraten in Österreich liegen bei beeindruckenden 85 Prozent.



Rotavirus-Schluckimpfstoff erhält WHO-Präqualifikation
(Marburg, 23. Oktober 2008) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem pentavalenten Rotavirus-Impfstoff den Präqualifikationsstatus zugesprochen.

Die Präqualifikation durch die WHO bestätigt, dass Impfstoffe den Qualifikationskriterien hinsichtlich Qualität, Verträglichkeit und Wirksamkeit für eine Beschaffung durch UN-Behörden wie UNICEF oder PAHO (Pan American Health Organization) gerecht werden. Weiterhin ist sie ein wichtiger Schritt auf dem Weg, diese Impfstoffe weltweit verfügbar zu machen.
Die WHO-Präqualifikation ermöglicht eine bessere Versorgung mit dem pentavalenten Schluckimpfstoff und bietet bessere Möglichkeiten, Millionen von Säuglingen und Kleinkindern vor Rotavirus-bedingten Gastroenteritiden und deren Folgen zu schützen.
Eine bessere Versorgung mit dem Impfstoff ist insbesondere in den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt wichtig, wo die Folgen von Rotavirus-Gastroenteritiden sehr schwer sein können, zum Teil durch schlechten Zugang zur Gesundheitsversorgung und Unterernährung.

(Quelle: Ärztliche Praxis)


Umfrage 2008: Eltern wollen Rotavirus-Schluckimpfung
Klares Votum: Die meisten Mütter und Väter möchten ihre Kinder wirksam vor einer Rotavirus-Infektion schützen und befürworten die seit 2006 mögliche vorbeugende Schluckimpfung! Das ergab die Elternbefragung des Deutschen Grünen Kreuzes zum Thema Rotavirus-Erkrankungen. 95 Prozent der befragten schwangeren Frauen halten demnach eine Rotavirus-Infektion, die aufgrund starken Durchfalls und Erbrechens bei Babys und Kleinkindern zu einem gefährlichen Wasserverlust führen kann, für eine ernsthafte Erkrankung, 88 Prozent davon möchten ihr Baby dagegen impfen lassen.

>> Die Zeitschrift "Eltern" berichtet in ihrer Ausgabe 8/2008 über die Ergebnisse der Befragung: Initiates file download„Rotavirus – Eltern sind fürs Impfen“(pdf)


Steigende Zahl von Rotavirus-Erkrankungen

(Marburg, 15.09.2008) Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht wöchentlich Zahlen über bestimmte meldepflichtige Erkrankungen, so auch zu Rotaviren. Bis zur 34. Woche wurden 2008 bereits 68.420 Erkrankungsfälle gemeldet, das sind fast 21.000 mehr als im Vorjahreszeitraum und auch über 9.000 Fälle mehr, als im gesamten Jahr 2007 gemeldet.

Rotavirus-Erkrankungen treten in erster Linie bei Säuglingen und Kleinkindern auf, ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene erkranken weniger häufig und meist auch nicht so schwer. Zunehmend schwerer verlaufen diese Magen-Darm-Infektionen aber auch wieder bei älteren Menschen, bei denen die Immunabwehr generell schwächer ist.

Für Säuglinge gibt es zwei wirksame Schluckimpfstoffe, die Impfserie sollte möglichst früh begonnen (schon ab 6 Lebenswochen möglich) und bis 24 bzw. 26 Lebenswochen abgeschlossen sein. Danach ist die Impfung derzeit nicht mehr möglich.

(Quelle: Epidemiologisches Bulletin Nr. 37 vom 12. September 2008; www.rki.de, Infektionsschutz)


Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (bvkj)
weist auf die Bedeutung der Rotavirus-Impfung hin

(Marburg, 27.05.2008) Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenach, Kinder- und Jugendärztin sowie Mitglied der STIKO, sagte im Gespräch mit dem bvkj: "Die Schluckimpfung gegen Rotavirus-Infektionen kann 90 Prozent der stationären Behandlungen verhindern. Dies ergaben die Zulassungsstudien zu den Impfstoffen.“

Den vollständigen Artikel lesen Sie Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhier


Techniker Krankenkasse übernimmt Kosten für Rotavirus-Schluckimpfung

(Marburg, 10. März 2008) Die Impfung gegen Rotaviren, die die häufigsten Erreger von Magen-Darm-Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern sind, wird ab sofort von der Techniker Krankenkasse (TK) übernommen.

Laut TK läuft die Kostenerstattung wie folgt ab: Der Arzt stellt ein Privatrezept für den Impfstoff aus. Dieses muss in der Apotheke zunächst selbst bezahlt werden. Ebenso die Rechnung für die Kosten der Impfung des Kindes durch den Arzt. Beide Rechnungen können Versicherte anschließend bei der TK einreichen. Die Kosten werden in voller Höhe erstattet.



Welche Krankenkassen erstatten die Kosten?
Auf www.impfkontrolle.de finden Sie einen Überblick darüber, welche Krankenkassen, wann und in welcher Form die Kosten für die Impfung erstatten. zur Tabelle



Häufige Fragen und Antworten

In den vergangenen Monaten haben wir eine Elternbefragung zu Rotaviren
durchgeführt. Die Auswertung der Bögen hat gezeigt, dass es noch eine Reihe unbeantworteter Fragen gibt, die Mütter und Väter in Bezug auf die Rotavirus-Impfung beschäftigt. Die häufigsten Fragen und Antworten können Sie hier nachlesen.


In Sachsen ist die Impfung gegen Rotaviren Standard

Seit 01.01.2008 gilt die Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (SIKO), alle Säuglinge vor schweren Durchfallerkrankungen durch Rotaviren zu schützen. Die SIKO sieht in ihrer Empfehlung einen Beitrag zur Umsetzung des Ziels „Gesund aufwachsen“ im Freistaat Sachsen. Die Schluckimpfstoffe sind problemlos in den bestehenden Impfkalender integrierbar, denn eine gleichzeitige Gabe mit anderen gängigen Kinderimpfstoffen fürs erste Lebensjahr ist geprüft worden.
Hier können Sie den Sächsischen Impfkalender einsehen: http://www.slaek.de/60infos/36impfen/index.html

Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) sieht bislang noch keine generelle Impfung aller Säuglinge vor, sieht es aber als sinnvoll an, entsprechend sozialer oder gesundheitlicher (Risiko-) Situation des Kindes die Impfung zu geben, gerade auch Kindern, die in Tagesstätten versorgt werden (s. auch Epidemiologisches Bulletin Nr. 2/2007).




Babyschwimmen? Rotaviren schwimmen mit!

Oktober 2007. Babyschwimmen ist gerade so richtig „hipp“. Dabei stehen der Spaß im Wasser und die Förderung von Babys Bewegungsabläufen im Vordergrund.

Aber: Wissenschaftler des GSF – Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (Helmholtz-Gemeinschaft) haben kürzlich in einer Untersuchung einen interessanten Zusammenhang aufgedeckt: Besuchen Mütter mit Ihren Babys im ersten Lebensjahr solche Kurse, besteht möglicherweise ein erhöhtes Risiko von Infektionen, speziell Durchfallerkrankungen und Mittelohrentzündungen.

Der Direktor des GSF-Instituts für Epidemiologie, Professor Dr. H.-Erich Wichmann, wertet dies zunächst als ersten Hinweis, es müssten aber weitere Belege erbracht werden, ob die Wasserqualität in deutschen Schwimmbädern ausreichend vor frühkindlichen Infektionen, insbesondere vor Magen-Darm-Infektionen, schützt.

Die von 2003 bis 2005 erhobene so genannte LISA-Studie umfasst die Daten von 2.191 Kindern, deren Eltern rückblickend befragt wurden. Demnach wiesen Kinder, die nicht am Babyschwimmen teilgenommen hatten, eine deutlich niedrigere Infektionsrate auf, speziell im Hinblick auf Durchfallerkrankungen und Mittelohrentzündungen.

Dr. Thomas Fendel, Kinder- und Jugendarzt in München, zieht aus den Studienergebnissen erste Schlüsse und empfiehlt, Babys vor dem ersten Schwimmbadbesuch gegen Rotavirus-Infektionen impfen zu lassen. Denn Babys schlucken nun mal ziemlich viel Wasser beim Planschen.

(Quellen: GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit sowie
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte)


Schluckimpfung
Seit 2006 gibt es wirksame und gut verträgliche Schluckimpfstoffe. Babys können ab der vollendeten 6. Lebenswoche geimpft werden.

Derzeit besteht noch keine ausdrückliche Impfempfehlung seitens der STIKO (Ständige Impfkommission, Stand Juli 2008). Allerdings kann die Impfung jederzeit vom Arzt empfohlen werden, auch Eltern können den behandelnden Kinderarzt auf diese weitere Schutzimpfung ansprechen.

Die Europäische Fachgesellschaft ESPID (European Society for Paediatric Infectious Diseases) und die Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (DAKJ) empfehlen die Impfung.

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