DGK e.V. -Mumps, auch Ziegenpeter genannt, ist eine ansteckende Virusinfektion der Speicheldrüsen, vor allem der Ohrspeicheldrüse. Das Mumpsvirus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen.
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www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

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Mumps
Entzündete und geschwollene Ohrspeicheldrüse bei Mumps
Entzündete und geschwollene Ohrspeicheldrüse bei Mumps
Kind mit Mumps
Kind mit Mumps

Das Krankheitsbild
 

Mumps, auch Ziegenpeter genannt, ist eine ansteckende Virusinfektion der Speicheldrüsen, vor allem der Ohrspeicheldrüse. Das Mumpsvirus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 12 bis 25 Tage, meist sind es 16 bis 18 Tage. Die Ansteckungsfähigkeit beginnt etwa sieben Tage vor Ausbruch und hält weitere etwa acht Tage an. Die Ansteckungsgefahr ist zwei Tage vor und zwei Tage nach Erkrankungsbeginn am größten. Viele Menschen werden immun ohne zu erkranken, oder haben nur leichte Krankheitszeichen.

Das typische Krankheitsbild beginnt mit einer Schwellung der entzündeten Ohrspeicheldrüse, die dicht unterhalb des Ohrs im Kieferwinkel sitzt. Die Inkubationszeit beträgt 12 bis 25 Tage, meist sind es 16 bis 18 Tage. Essen und weites Öffnen des Mundes sind schmerzhaft. In etwa zehn Prozent der Fälle sind aber ausschließlich die Speicheldrüsen unter der Zunge befallen, was die Diagnose gelegentlich erschwert.

Oft wird die Entzündung durch mäßiges Fieber, das bei erwachsenen Erkrankten deutlich höher sein kann, begleitet. Auch die Bauchspeicheldrüse oder die Geschlechtsdrüsen können vom Virus befallen sein. Bei etwa jedem zehnten an Mumps Erkrankten tritt zusätzlich eine Entzündung der Hirnhäute (Mumps-Meningitis) auf, die oftmals zu starken Kopfschmerzen und Erbrechen führt. Meist heilt diese jedoch folgenlos aus.

Eine seltene, aber dennoch typische Komplikation von Mumps ist eine meist einseitige, aber mitunter auch beidseitige Hörstörung. Mumps ist eine häufige Ursache für bleibende Schwerhörigkeit oder Taubheit bei Kindern. Darum sollte nach einer Erkrankung immer ein Hörtest erfolgen. Bei jedem vierten Jugendlichen oder erwachsenen Mann, der an Mumps erkrankt, kommt es zu entzündeten Hoden. Bei jungen Mädchen und Frauen können die Eierstöcke betroffen sein.

 


Die Impfung
 

Eine Impfung ist wegen möglicher Komplikationen bei der Mumps-Erkrankung unbedingt angeraten. Die Impfung wird gemeinsam mit den Impfungen gegen Masern und Röteln in Form des Kombinationsimpfstoffs MMR gegeben. Seit Juli 2006 ist auch eine Kombinationsimpfung möglich, die zusätzlich gegen Varizellen (Windpocken) schützt; der Impfstoff kann bis zu 11 Jahren gegeben werden.

Die STIKO empfiehlt die Impfung allen Kindern im Alter von 11 bis 14 Monaten; eine zweite Impfung sollte im Alter von 15 bis 23 Monaten gegeben werden.

Versäumte Mumps-Impfungen können und sollen zu jedem Zeitpunkt nachgeholt werden; die Impfstoffe sind für alle Altersgruppen geeignet. Die MMR-Impfung ist auch problemlos möglich, wenn bereits eine Immunität gegen Masern oder Röteln bestehen sollte.
Seit 2012 empfiehlt die STIKO die einmalige Impfung gegen Mumps (mit MMR-Impfstoff) für alle nach 1970 Geborene mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, die in Gesundheitsdienstberufen, in der unmittelbaren Patientenversorgung, in Gemeinschaftseinrichtungen oder Ausbildungseinrichtungen für junge Erwachsenen tätig sind.
Außerdem sollen Ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal Geimpfte oder alle mit unklarem Impfstatus nach Kontakt zu Mumpskranken einmal geimpft werden (möglichst innerhalb von 3 Tagen nach Exposition).


Information in Stichworten
 

ERREGER:
Mumps-Virus

ÜBERTRAGUNGSWEGE:
von Mensch zu Mensch, direkt durch Tröpfcheninfektion, selten indirekt über infizierte Gegenstände

INKUBATIONSZEIT:
schwankend; 12 bis 25 Tage, meist 16 bis 18 Tage

KRANKHEITSBILD:
Fieber, Schwellung der Speicheldrüsen; bei über zehn Prozent der Erkrankten tritt eine entzündliche Reizung der Hirnhäute und gelegentlich eine Entzündung des Gehirns auf; bleibende Schäden wie Schwerhörigkeit sind möglich.

ANSTECKUNGSFÄHIGKEIT:
etwa sieben Tage vor bis neun Tage nach Beginn der Drüsenschwellung; auch bei fehlenden Drüsenschwellungen und nur mäßiger Erkrankung ist eine Übertragung möglich.

IMMUNITÄT (nach Erkrankung):
vermutlich lebenslang

IMPFUNG:
(zweckmäßig mit Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR) bzw. zusätzlich mit Varizellen (MMRV; V bis elf jahre zugelassen))
im vollendetem 11. bis 14. Lebensmonat: 1. Impfung
im vollendetem 15. bis 23. Lebensmonat: Wiederimpfung

Zwischen der ersten und zweiten Mumps-Impfung muss ein Mindestabstand von vier Wochen eingehalten werden, bei Verwendung eines MMRV-Kombinationsimpfstoffes bevorzugt sechs Wochen. Spätestens am Ende des 2. Lebensjahres sollten beide Mumps-Impfungen gegeben worden sein.

Impfung aller Jugendlichen bis 18 Jahre, die noch nicht zwei Mal gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft sind.

Nach 1970 Geborene mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, die in Gesundheitsdienstberufen in der unmittelbaren Patientenversorgung, in Gemeinschaftseinrichtungen oder Ausbildungseinrichtungen für junge Erwachsene tätig sind.

Ungeimpfte oder nur einmal geimpfte Personen sowie solche Personen, bei denen der Immunstatus unklar ist, sollten nach Kontakt mit einem Mumpskranken möglichst innerhalb von drei Tagen geimpft werden.

 

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