DGK e.V. -Krankheitsbild Masern und die Masern-Impfung
Gesundheitsinformationen zu:
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Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


Textanfang / Content

Masern

Aktuelles

Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden, gegen Masern impfen

Wer bislang noch gar nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft wurde, sollte laut STIKO jetzt die Impfung erhalten. Und zwar nicht alleine gegen Masern, sondern mit einem Kombinationsimpfstoff gleichzeitig auch gegen Mumps und Röteln (MMR-Impfstoff). Diese Empfehlung gilt auch für alle, bei denen unbekannt ist, ob sie überhaupt geimpft wurden und wie oft, zum Beispiel weil das Impfbuch abhanden gekommen ist.

Masern-Ausbrüche verhindern

Immer wieder werden in Deutschland Masern-Ausbrüche gemeldet. Oftmals erkranken dann Jugendliche und jüngere Erwachsene, denn in diesen Altersgruppen bestehen die größten Impflücken. Um den Erreger so wirksam einzudämmen, dass er nicht mehr zirkulieren kann, müssen 95 Prozent der Bevölkerung einen sicheren Schutz besitzen. In manchen Regionen Deutschlands ist dieses Ziel  bereits bei den Kindern erreicht. Die aktuelle Empfehlung soll nun dazu beitragen, den Impfschutz auch bei den jüngeren Erwachsenen zu verbessern. Und auch bei Jugendlichen gilt es noch, Impflücken zu schließen und die STIKO-Empfehlung, spätestens bis zum 18. Geburtstag fehlende Masern-Mumps-Röteln-Impfungen nachzuholen, konsequent umzusetzen.

Schwerer Ausschlag mit Blutungen bei Masern
Schwerer Ausschlag mit Blutungen bei Masern
Hautausschlag bei Masern am ganzen Körper
Hautausschlag bei Masern am ganzen Körper
Schwerer Ausschlag mit Blutungen bei Masern
Schwerer Ausschlag mit Blutungen bei Masern

Das Krankheitsbild
 

Masern werden auch heute noch von vielen als harmlose Kinderkrankheit angesehen. Dabei werden sie von einer Reihe schwerwiegender Komplikationen bis hin zum Tod begleitet. Das Masern-Virus befällt vor allem die Schleimhäute des Atemtraktes und der Augen. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion. Wer sich erstmalig ansteckt, wird in jedem Fall krank.

Für das Krankheitsbild bezeichnend sind zunächst hohes Fieber. Dazu kommt Abgeschlagenheit, bellender krampfhafter Husten, Schnupfen und eine Bindehautentzündung. In der Wangenschleimhaut sind oft die für Masern charakteristischen weißen "Koplik'schen" Flecken zu erkennen. Nach ein bis zwei Tagen fällt das Fieber ab, um am nächsten Tag erneut anzusteigen. Innerhalb von drei Tagen bildet sich unter Anstieg des Fiebers ein roter, kleinfleckiger Hautausschlag, der an manchen Stellen ineinander fließt. Wenn der Ausschlag die Füße erreicht hat, beginnt die Temperatur zu sinken. Die Flecken blassen in der Reihenfolge, in der sie aufgetreten sind, wieder ab. In gutartigen Fällen ist der Ausschlag schon am achten Krankheitstag verschwunden. Lindern sich bis dahin die Beschwerden nicht, wächst die Gefahr, dass es im Krankheitsverlauf zu ernsten Komplikationen kommt.

Als Komplikationen können eine Lungen- oder Mittelohrentzündung sowie Infektionen des Kehlkopfes und der Luftröhre auftreten. Gefährlich ist vor allem die Gehirnentzündung (Masern-Enzephalitis), manchmal verbunden mit einer Hirnhautentzündung (Masern-Meningoenzephalitis). Mehr als 20 Prozent der Kinder, bei denen eine Gehirnentzündung autritt, sterben daran. Überlebende tragen oftmals dauerhafte Schäden davon.
Heute betreffen fast ein Drittel der in Deutschland auftretenden Masernfälle Jugendliche und Erwachsene, bei denen die Komplikationsrate wesentlich höher ist als bei Kleinkindern.

 


Die Impfung
 

Sinnvoll ist es, gleichzeitig mit der Impfung gegen Masern auch gegen Mumps und gegen Röteln zu impfen (MMR-Impfstoff), und zwar Jungen und Mädchen. Nur mit einer zweimaligen Dreifach-Impfung kann es gelingen, sich zu schützen. Seit Juli 2006 ist auch eine Kombinationsimpfung möglich, die zusätzlich gegen Varizellen (Windpocken) schützt. Der MMRV-Impfstoff ist bis zum vollendeten 13. Lebensjahr zugelassen.

Versäumte Impfungen können und sollen zu jedem Zeitpunkt nachgeholt werden. Die Impfstoffe sind für alle Altersgruppen geeignet. Die MMR-Impfung ist auch problemlos möglich, wenn bereits eine Immunität gegen Masern, Mumps oder Röteln bestehen sollte.

Neu in den STIKO-Empfehlungen seit 2010 ist die Impfung gegen Masern für alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren sind und noch keinen ausreichenden Impfschutz dagegen haben. Wer bislang also noch gar nicht oder nur einmal geimpft wurde, sollte jetzt die Impfung erhalten. Und zwar nicht alleine gegen Masern, sondern mit einem Kombinationsimpfstoff gleichzeitig auch gegen Mumps und Röteln. Diese Empfehlung gilt auch für alle, bei denen unbekannt ist, ob sie überhaupt geimpft wurden und wie oft, zum Beispiel weil das Impfbuch abhanden gekommen ist.


Während oder kurz nach der Impfung kann die Einstichstelle gerötet sein und ein leichtes Brennen auftreten. Da die Impfung in abgeschwächter Form die Infektion nachahmt, ist leichtes Fieber für ein bis zwei Tage etwa acht bis zwölf Tage nach der Impfung möglich. Außerdem wird gelegentlich von einem leichten Hautausschlag, den so genannten Impf-Masern, berichtet. Impf-Masern sind nicht ansteckend. Ob der dargestellten Impfreaktionen müssen Sie sich nicht beunruhigen.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass Geimpfte keinesfalls ansteckend sind, selbst wenn bei ihnen zum Beispiel ein masernähnlicher Ausschlag auftritt.


Information in Stichworten
 

Masern, MasernvirusERREGER:
Masern-Virus

ÜBERTRAGUNGSWEGE:
von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion über Schleimhäute des Atemtraktes und der Augen

INKUBATIONSZEIT:
9 bis 12 Tage, bis zum Beginn des Hautausschlages 14 bis 15 Tage

KRANKHEITSBILD:
hohes Fieber, Husten, Schnupfen, Bindehautentzündung, typischer Hautausschlag; unterdrückte Immunabwehr und in der Folge häufig Lungenentzündung und Mittelohrentzündung: Eine Hirnentzündung ist die schwerste Komplikation, 20 Prozent sterben, Überlebende behalten Folgeschäden des Gehirns.

ANSTECKUNGSFÄHIGKEIT:
vier bis fünf Tage vor Ausbruch des Hautausschlages bis etwa zwei Tage danach; Masern sind hoch ansteckend.

IMMUNITÄT (nach Erkrankung):
lebenslang

IMPFUNG für Kinder und Jugendliche:
(zweckmäßig mit Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR) bzw. zusätzlich mit Varizellen (MMRV))
im vollendetem 11. bis 14. Lebensmonat: erste Impfung
im vollendetem 15. bis 23. Lebensmonat: Wiederimpfung

Zwischen der ersten und zweiten MMR-Impfung muss mindestens ein Abstand von vier Wochen eingehalten werden, bei Verwendung eines MMRV-Kombinationsimpfstoffes bevorzugt sechs Wochen (dieser Impfstoff ist nur bis zum 13. Lebensjahr zugelassen). Spätestens am Ende des 2. Lebensjahres sollten beide Impfungen gegeben worden sein.

Impfung aller Kinder und Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag, die noch nicht zwei Mal geipmpft wurden.

IMPFUNG für Erwachsene: Empfohlen wird eine einmalige MMR-Impfung für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.

Impfung nach Kontakt mit Masern: Hatten Ungeimpfte oder nur einmal Geimpfte Kontakt zu einer an Masern erkrankten Person, sollten sie innerhalb der nächsten drei Tage nach Kontakt geimpft werden.

Impfung aus beruflichen Gründen: Nach 1970 Geborene mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, die im Gesundheitsdienst und bei der Betreuung von Immundefizienten sowie in Gemeinschaftseinrichtungen tätig sind, sollten einmalig (vorzugsweise mit MMR-Impfstoff) geimpft werden.

Hinweis:
Die Impfviren werden nicht auf Kontaktpersonen übertragen; die Impfung eines Kindes ist also risikolos, auch wenn in der Umgebung eine Schwangere lebt.

 

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