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www.altern-in-wuerde.de
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Das Krankheitsbild
Japanische Enzephalitis ist eine Viruskrankheit, die durch den Stich infizierter blutsaugender Mosquitos (Mücken) meist von einem Tier (Hausschwein, Wasservögel) auf den Menschen übertragen wird. Die meisten Bewohner in endemischen Ländern (Länder, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt) infizieren sich bereits vor dem 15. Lebensjahr, erkranken dabei gar nicht oder leiden nur unter grippeähnlichen Allgemeinsymptomen.
Bei etwa einem Prozent der Infizierten verläuft die Krankheit jedoch schwer unter dem Krankheitsbild einer Gehirnentzündung (Enzephalitis). Bei bis zu 40 Prozent der Erkrankten bleiben schwere neurologische Restschäden (Schädigungen des Nervensystems) zurück. Die Sterblichkeit liegt zwischen 20 und 30 Prozent.
Die Japanische Enzephalitis ist besonders verbreitet in drei geografischen Regionen Asiens, in denen ausgedehnter Reisanbau und/oder Schweinezucht betrieben werden: China und Korea; indischer Subkontinent (Indien, Bangladesh, Nepal, Sri Lanka); Südost-Asien (Myanmar = Burma, Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam, Malaysia, Indonesien, Philippinen). In den gemäßigten Zonen Asiens tritt die Krankheit besonders im Sommer und Herbst auf, in tropischen/subtropischen Regionen während der Regenzeit; sporadische Fälle werden das ganze Jahr über beobachtet.
Die Mücken sind besonders abends und nachts aktiv. Allgemeine Maßnahmen zum Schutz vor Mückenstichen, wie sie auch in Malaria-Gebieten empfohlen werden, senken das Infektionsrisiko.
Urlauber und Reisende haben meist ein geringes Risiko, an der Japanischen Enzephalitis zu erkranken. Das Infektionsrisiko erhöht sich jedoch, wenn die Reise in ländliche Gebiete führt, von längerer Dauer ist und während der mückenreichen Jahreszeit stattfindet. Ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko, nach einer Infektion an JEV zu erkranken. Bei Schwangeren besteht in den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln das Risiko einer Infektion des Ungeborenen und Fehlgeburt.
Die Impfung
In Deutschland steht ein Impfstoff zu Verfügung, der inaktivierte (abgetötete) Japanische-Enzephalitis-Viren enthält. Die Impfviren werden aus Zellkulturen gewonnen. Der JE-Impfstoff wird in der Regel in den Oberarmmuskel gespritzt. Der Impfstoff ist für Erwachsene ab 18 Jahre zugelassen. Für die Zulassung bei Kindern und Jugendlichen fehlen bisher ausreichende Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit.
Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Injektionen jeweils an den Tagen 0 und 28, sie sollte mindestens 1 Woche vor einem möglichen Kontakt zu JE-Viren abgeschlossen sein. Die Schutzdauer ist noch nicht bekannt, der Zeitpunkt und die Wirkung einer Auffrischimpfung werden derzeit untersucht.
Die Japanische-Enzephalitis-Schutzimpfung kann gleichzeitig mit einer
Hepatitis-A-Schutzimpfung vorgenommen werden. Ihr Arzt kann Sie darüber informieren, ob Abstände zu anderen Impfungen einzuhalten sind.
Wer soll geimpft werden?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt die Impfung nur Asienreisenden, die sich einen Monat oder länger während mückenreichen Jahreszeiten in Gebieten aufhalten, wo die Japanische Enzephalitis gehäuft auftritt.
Wer soll nicht geimpft werden?
Wer an einer akuten, behandlungsbedürftigen Krankheit mit Fieber leidet, soll nicht geimpft werden.
Bei Schwangeren und stillenden Frauen müssen Nutzen und Risiken der Schutzimpfung gegen Japanische Enzephalitis sorgfältig abgewogen werden, da bisher nur begrenzte Daten zur Anwendung vorliegen.
In diesen Fragen und auch, wenn nach einer früheren Impfung gegen Japanische Enzephalitis Komplikationen aufgetreten waren, berät Sie der Impfarzt, wie Sie sich am besten gegen eine Infektion schützen können.
Verhalten nach der Impfung
Der Geimpfte bedarf keiner besonderen Schonung. Ungewohnte körperliche Belastungen sollen aber innerhalb von drei Tagen vermieden werden. Bei Personen, die zu Kreislaufreaktionen neigen, sollte der Arzt vorab darüber informiert werden.

