DGK e.V. -Influenza - Grippe: Krankheitsbild, Symptome und aktuelle Impfempfehlung
Gesundheitsinformationen zu:
Krankheitsbild, Grippe, Impfung, Schwangerschaft, HIV, Influenza, Influenza-Viren, Gliederschmerzen, Influenza-Schutzimpfung
skip_nav

Suche

 

Hauptnavigation


Auszeichnungen / Qualitätssiegel




 

 





bookmark in your browserbookmark at mister wongpublish in twitterbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.combookmark at google.combookmark at yahoo.combookmark at facebook.combookmark at stumbleupon.combookmark at propeller.combookmark at newsvine.combookmark at jumptags.com


Service-Content

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Gesundheitsthemen / Impfen & Infektionskrankheiten / Krankheiten von A bis Z / Influenza / Grippe
Influenza / Grippe

Krankheitsbild und Symptome der Influenza / Grippe

Die Influenza oder Grippe ist eine akute Viruskrankheit, die durch Tröpfcheninfektion (Niesen oder Husten) aber auch über kontaminierte Gegenstände (Türgriffe etc.) übertragen wird. Deshalb breitet sie sich vor allem da aus, wo sich viele Menschen versammlen wie z. B. in öffentlichen Verkehrsmitteln, Schulen, Kindergärten, Arbeitstätten oder Kaufhäusern.

Influenza Viren unter Mikroskop
Influenza-Viren unter dem Elektronenmikroskop Quelle:Jan de Jong, Erasmus Universität, Rotterdam.

Typisch für die Influenza ist ein plötzlicher Krankheitsbeginn mit starkem Krankheitsgefühl, Schüttelfrost sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Danach setzt Fieber mit Temperaturen von 39 bis 40 Grad Celsius ein. Zugleich tritt ein charakteristischer trockener Husten in den Vordergrund. Häufig klagen Betroffene außerdem über Brennen im Rachen und Schmerzen hinter dem Brustbein. Schonung und Bettruhe sind angeraten. Die Krankheit verläuft in vielen Fällen ohne Folgen. Es kann aber auch zu Komplikationen kommen. Dazu gehören akute Herz- und Kreislaufschwächen, Herzmuskelentzündungen sowie zusätzliche bakterielle Infektionen, die in schlimmen Fällen innerhalb weniger Tage zum Tod führen können. Sehr gefährdet sind Säuglinge, alte Menschen und Risikopatienten mit Vorerkrankungen.

Grippe - InfluenzavirusJedes Jahr - in unseren Breiten im Winterhalbjahr - werden mehr oder weniger schwere Grippe-Wellen (Häufung von Atemwegs-Erkrankungen bei gleichzeitiger deutlicher Zirkulation von Influenzaviren) beobachtet. Dabei wird oftmals ein großer Teil der Bevölkerung (bis zu 10 Prozent) infiziert. Die Infektionen können ohne Symptome verlaufen oder zu einer Erkrankung führen. Deren klinisches Bild kann von einem leichten akuten Atemwegsinfekt bis zur Lungenentzündung reichen.

Auch in Deutschland kommt es regelmäßig im Winter zu kleineren oder größeren Grippe- / Influenza-Wellen, meist in der Zeit von Januar bis März. Die letzte große Epidemie fand im Jahre 1995/96 statt. Auch in den Jahren 2002/03, 2004/05 und 2008/09 gab es heftige Influenzawellen mit jeweils 5 bis 6 Millionen zusätzlichen Arztkonsultationen, etwa 30.000 Krankenhauseinweisungen und etwa 15.000 zusätzlichen Todesfällen. Influenzawellen führten in Deutschland in den Jahren 1984/85 bis 2006/07 zu durchschnittlich 8.000 bis 11.000 zusätzlichen Todesfällen. 

Pandemie 2009/10: Im Frühjahr 2009 kam es auf dem amerikanischen Kontinent (Mexiko und USA) zu einer Häufung von z.T. tödlich verlaufenden Atemwegserkrankungen, die durch ein neues Influenzavirus A/H1N1 hevorgerufen wurden. Nachdem sich das neue Virus auf über 50 Länder ausbreitete und für mehr als 13.000 Erkrankungen sorgte, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 11. Juni 2009 die neue Influenza A/H1N1 zur Pandemie und rief die höchste Alarmstufe 6 aus. 12 Monate später hat die erste Influenza-Pandemie seit mehr als 40 Jahren weit weniger Opfer gefordert als befüchtet. Labordiagnostisch wurden weltweit 18.500 Influenza-Tote bestätigt (davon in der EU und EFTA: 2.650; in Deutschland 253). Ein Grund für den milden Verlauf: Viele ältere Menschen hatten Antikörper, die sie schützten.

 


Die Grippe / Influenza-Impfung


Der Influenza-Impfstoff wird alljährlich entsprechend der aktuellen Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hergestellt, sogenannter saisonaler Impfstoff. Die Empfehlung berücksichtigt die aktuell weltweit zirkulierenden Influenzaviren der Typen Influenza A und B. In der Regel enthält der Impfstoff antigene Bestandteile von zwei Influenza A-Viren (A/H1N1 und A/H3N2) und einem Influenza B-Virus. Seit der Saison 2013/2014 ist auch ein Impfstoff verfügbar, der gemäß WHO zwei B-Stämme statt einem enthält.

In größeren Anständen (von Jahrzehnten) droht die Gefahr einer weltweiten Ausbreitung eines vollständig neuen Influenzaerregers (Pandemie). Dies war ab 2009 mit der "Neuen Influenza A/H1N1", auch gelegentlich als "Schweinegrippe" bezeichnet, der Fall. Zur Verhütung der weiteren Ausbreitung wurden 2009/2010 speziell gegen diesen neuen Erreger gerichtete pandemische Impfstoffe entwickelt und angewendet. Inzwischen steht fest, dass die Dramatik der Pandemie überschätzt wurde, der neue Erreger aber die bis 2009 zirkulierenden Influenza A/H1N1-Viren verdrängt hat. Deshalb enthalten die nach 2009 hergestellten saisonalen Influenza-Impfstoffe als Influenza A/H1N1-Komponente das pandemische Influenza A/H1N1-Virus.

In Deutschland sind Impfstoffe verschiedener Hersteller zugelassen. Die Impfstoffe enthalten die Bestandteile von Influenzaviren, die im Geimpften einen Schutz vor der Erkramkung hervorrufen. Sie werden entweder auf Hühnereibasis oder auch in Zellkulturen hergestellt. In Deutschland werden vor allem inaktivierte Influenzaimpfstoffe verwendet. Seit Kurzem gibt es auch einen Lebendimpfstoff für Kinder und Jugendliche von 2 bis 17 Jahre, der als Nasenspray verabreicht wird. Seit August 2013 empfiehlt die STIKO, diesen Impfstoff bevorzugt für Kinder von 2 bis 6 Jahren zu verwenden, wenn bei ihnen eine Grippe-Impfung angezeigt ist und keine Kontraindikationen bestehen.

Die Schutzimpfung gegen Influenza muss jedes Jahr, üblicherweise im Herbst, mit dem jeweils aktuellen Impfstoff erfolgen, denn die Zusammensetzung der enthaltene Impfviren ändert sich von Jahr zu Jahr.

 

 


Wer soll gegen Grippe / Influenza geimpft werden?

 

    • Schwangere sollten ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens bereits ab dem 1. Drittel der Schwangerschaft geimpft werden.
    • Die Influenza-Schutzimpfung ist allen älteren Menschen ab 60 Jahre und allen Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund eines Grundleidens empfohlen. Dazu gehören Personen mit chronischen Lungen- (inkl. Asthma und COPD), Herz- Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus und anderen Stoffwechselkrankheiten, erworbener und angeborener Immundefizienz (z. B. HIV).
    • Patienten mit chronischen neurologischen Erkrankungen, z. B. mit Multipler Sklerose, wenn Schübe durch Infektionen ausgelöst werden.
    • Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
    • Auch klinisches und Pflege-Personal sowie Personen, die in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr arbeiten, sollten sich impfen lassen.


Eine generelle Impfempfehlung für alle Altersgruppen besteht in Niedersachsen und Baden-Württemberg. Entsprechend den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden kann die Impfung angeraten werden, wenn eine intensive Epidemie droht.

Die Sächsische Impfkommission SIKO empfiehlt seit Januar 2010 die Grippeschutzimpfung für alle ab dem vollendeten 6. Lebensmonat.


Für diese Gruppen ist die Impfung kostenlos. Es wird der jeweils aktuelle Influenza-Impfstoff verwendet.

 

 

 


Grippe / Influenza-Impfung in der Schwangerschaft


Studien in den USA haben schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass vor allem Schwangere durch Grippe / Influenza gefährdet sind. Dies war vor allem signifikant, wenn das letzte Schwangerschaftsdrittel und die Geburt in die Influenza-Saison fielen. Daher wird in den USA schon seit längerem empfohlen, sich in den letzten sechs Schwangerschaftsmonaten impfen zu lassen. In einer Studie mit 2.000 geimpften Schwangeren erwies sich die Impfung als gut verträglich, und es konnte kein erhöhtes Risiko einer Impfkomplikation nachgewiesen werden.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung seit Juli 2010 ebenfalls für alle Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel, bei erhöhtem Risiko infolge eines Grundleidens bereits ab dem ersten Drittel. Die Impfung ist gut verträglich, Sorgen, dass die Impfung in der Schwangerschaft schädlich sein könnte, sind unbegründet. Das Gegenteil ist der Fall. Mehr

 


Grippe / Influenza-Impfung von HIV-Patienten


Für HIV-Patienten kann bei ausgeprägtem Immundefizit eine erhöhte Gefahr durch Influenza angenommen werden. Eine jährliche Impfung gegen Influenza ist für diese Patientengruppe insbesondere bei humoraler und/oder zellulärer immunologischer Restfunktion (mit Ausnahme von schweren kombinierten Immundefekten) durchaus sinnvoll. Deshalb empfiehlt die STIKO die jährliche Influenza-Impfung HIV-Patienten ab dem 6. Lebensmonat in altersentsprechender Dosierung. Mit einer schlechteren Immunantwort ist zu rechnen, wenn die Anzahl der CD4-Zellen kleiner als 100/

µl ist.


Wer soll nicht gegen Grippe / Influenza geimpft werden?

 

    • Kontraindikationen sind eine schwere Hühnereiweißallergie oder eine Überempfindlichkeit gegen Begleitsubstanzen im Impfstoff. Fragen Sie Ihren Arzt, ob z. B. ein auf Zellkulturen hergestellter Impfstoff verfügbar ist.
    • Während einer akuten, behandlungsbedürftigen Erkrankung sollte nicht geimpft werden; 2 Wochen nach Genesung kann die Impfung erfolgen. Leichtere Infekte (Fieber unter 38,5 °C) gelten nicht als Kontraindikation.

 

 

 

Fusszeile / Impressum