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Humane Papillomviren (HPV)

Europäische Union fördert Aufklärungskampagne über Zervixkarzinom in Deutschland

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Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

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Schicksale

Hinter den nüchternen, oft zitierten Zahlen „6.500 Erkrankungsfälle an Gebärmutterhalskrebs pro Jahr“ und „1.700 Todesfälle“ verbergen sich ebenso viele, oft sehr tragische Einzelschicksale. Das wird in der allgemeinen Diskussion um das Thema Humane Papillomviren (HPV) häufig vergessen.

Mit diesen Viren infizieren sich die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens, denn sie sind weit verbreitet: Die Wahrscheinlichkeit, sich mindestens einmal mit HPV zu infizieren, liegt schätzungsweise zwischen 75 und 90 Prozent. Wiederholte Infektionen sind möglich. Jeder und jede kann daher betroffen sein. Die Übertragung von HPV kann durch die Verwendung von Kondomen zwar gesenkt, jedoch nicht ganz verhindert werden. Zu Infektionen kommt es wegen der weiten Verbreitung der Viren oftmals schon bei den ersten Sexualkontakten.

Natürlich entwickelt sich nicht aus jeder Infektion eine bleibende, die nicht ausheilt und zu Krebsvorstufen und letztendlich zu einer Krebserkrankung führt. Der weitaus größte Prozentsatz der Infektionen heilt aus.

Wenn die Papillomviren aber vom Immunsystem nicht besiegt  werden können, und was es bedeutet, eine dadurch ausgelöste Krebserkrankung durchzumachen, sollen die beiden folgenden Beispiele zeigen. Sie sind exemplarisch für Tausende andere Frauen. Denn oftmals ist es mit einer einmaligen Behandlung nicht getan, Rezidive, d. h. ein Wiederauftreten von Krebs an derselben oder einer anderen Stelle sind keine Seltenheit.



1. Patientinnen-Schicksal

Christina* F.
, 44 Jahre alt, (29 Jahre alt bei der Erstdiagnose, verheiratet, 1 Kind)

Bei einer Routineuntersuchung wurde vor 15 Jahren ein auffälliger PAP-Befund erhoben, es waren bereits stark veränderte Zellen nachgewiesen. Die Ursache war eindeutig eine HPV-Infektion. Die Behandlung bestand in einer Konisation, d. h., ein Teil des Muttermundes wurde operativ entfernt.

Ein Jahr später, die Patientin war nun 30 Jahre alt, kam es zu einem Rezidiv, d. h. es wurden erneut auffällige Zellen (Krebsvorstufen) entdeckt, die Gebärmutter musste nun vollständig entfernt werden. In den folgenden Jahren musste die Patientin noch mehrfach behandelt werden, unter anderem mit Lasertherapie und mit Operationen an der Scheide (Vagina), die ebenfalls krebsverdächtige Veränderungen zeigte.

Trotz dieser Therapien haben sich die Tumorzellen weiter ausgebreitet, 2008 wurde ein Karzinom an der Vagina gefunden, das bereits in den Darm ausstrahlte. Eine weitere große Operation wurde notwendig, die Scheide und befallenen Lymphknoten mussten vollständig entfernt werden. Eine künstliche Scheide musste angelegt werden und vorübergehend auch ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter). Die Patientin musste sich außerdem einer belastenden Chemotherapie und Bestrahlungen unterziehen.

Die heute 44-Jährige ist harn- und stuhlinkontinent, ein normales Eheleben kann sie nicht mehr führen, und sie ist im Alltag massiven Einschränkungen ausgesetzt.



2. Patientinnen-Schicksal

Anna* S.
, 35 Jahre alt, (28 Jahre bei Erstdiagnose, ledig, keine Kinder, aber Kinderwunsch)

Vor sieben Jahren wurde bei der jungen Frau ein Vulvakarzinom (Krebserkrankung der äußeren Geschlechtsorgane) festgestellt, das durch Humane Papillomviren ausgelöst war. Eine Operation wurde nötig. Wenige Jahre später wurden jedoch bei der Nachsorge, die die Frau regelmäßig wahrnahm, befallene Lymphknoten entdeckt. Die Patientin erhielt eine belastende Strahlentherapie.

Dennoch kam es vor zwei Jahren zu einem Rezidiv, dieses Mal war der Bereich zwischen der Gebärmutter und dem Dickdarm betroffen. Wieder musste operiert und ein künstlicher Darmausgang (Anus praeter) angelegt werden. Doch der Krebs wuchs weiter, er befiel kurz darauf die Knochen (Knochenmetastasen), wieder musste die Patientin sich einer speziellen Bestrahlungstherapie unterziehen.

Aktuell weisen Tumormarker wieder auf ein neues Geschehen hin... Die Leidensgeschichte der Patientin geht also weiter. Obwohl sie sich in ständiger ärztlicher Nachsorge und Überwachung befand und therapiert wurde, konnte dem Tumorgeschehen kein Einhalt geboten werden.

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* Namen von der Redaktion geändert




 

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