DGK e.V. -Humane Papillomviren (HPV) Krebsvorsorge
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Humane Papillomviren (HPV)
Krebsvorsorge

Nur jede zweite Frau geht in Deutschland zur Vorsorge

HPV - Junges MädchenEuropaweit (25 EU-Länder) wird jährlich bei etwa 33.000 Frauen Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) diagnostiziert, fast 15.000 Frauen sterben daran - das sind etwa 40 Todesfälle pro Tag! (Quelle: Onkologie-Kongress ECCO, Paris, 2005)

In Deutschland liegen die Erkrankungs- und die Sterberate an Gebärmutterhalskrebs im europäischen Vergleich relativ hoch: Etwa 6.500 Frauen erkranken jedes Jahr an einem Zervixkarzinom, bei fast 1.700 Frauen endet das tödlich. (Quellen: GEKID 2006, Statistisches Bundesamt 2006)

Nachdem seit 1971 eine zytologische Vorsorgeuntersuchung (Pap-Test) Teil der von den Krankenkassen übernommenen gesetzlichen Krebsfrüherkennung ist, nahm die Anzahl der Zervixkarzinom-Fälle sowie deren Todesrate in Deutschland zwar stark ab, doch stagnieren die Zahlen seit einigen Jahren

Noch immer werden der Krebs und seine Vorstufen viel zu selten erkannt. Hauptgrund: fehlende Information und nicht wahrgenommene Vorsorge. So gehen nur etwa 30 bis 50 Prozent aller Frauen in Deutschland zur jährlichen kostenlosen Früherkennungsuntersuchung (Quelle: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung der Bundesrepublik (ZI), 2005), die ab dem 20. Lebensjahr für alle Frauen kostenlos angeboten wird. (Siehe dazu: Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk) 3 - 2007)


Pap-Test ist Standard-Methode

Die Gebärmutterhalskrebs-Früherkennungsuntersuchung wird standardmäßig mit einem Pap-Test durchgeführt. Während einer kurzen und weitgehend schmerzfreien Untersuchung wird vorsichtig eine Zellprobe vom Gebärmutterhals entnommen. Diese Zellprobe wird ins Labor geschickt, wo sie unter dem Mikroskop auf abnorme Zellen untersucht wird. Die Ergebnisse der nach einem Pap-Abstrich untersuchten Zellen werden – je nach Schweregrad – in fünf Befundgruppen von Pap I bis Pap V eingeteilt.

Die meisten Frauen haben ein normales Pap-Testergebnis, das heißt, sie haben nur ein sehr geringes Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Bei manchen ist das Pap-Ergebnis abnormal, wobei ein auffälliger Befund keineswegs bedeuten muss, dass die betreffende Frau Gebärmutterhalskrebs hat oder entwickeln wird. Dies sollte vielmehr zunächst als Warnzeichen gedeutet werden.

Je häufiger der regelmäßige jährliche Pap-Test vorgenommen wird, umso zuverlässiger ist seine Aussagekraft. Deswegen bietet der Pap-Test den besten Schutz, wenn er konsequent regelmäßig wiederholt wird. Werden dabei dauerhafte Zellveränderungen oder immer wieder abnorme Pap-Befunde festgestellt, wird der Arzt Folgeuntersuchungen vornehmen.


Klassifikation nach Papanicolaou

Pap-Einteilung

Abstrichbefund

Beurteilung und weiteres Vorgehen

PAP I

Normales Zellbild

normaler Befund; erneute Untersuchung nach 1 Jahr bei der Krebsfrüherkennungsunter-
suchung

PAP II

meist entzündlich bedingte Veränderungen

unverdächtige Zellveränderungen (durch Bakterien oder andere Keime); ggf. Untersuchung nach 3 Monaten und eine Behandlung der Entzündung

PAP III

Schwere entzündliche oder degenerative Veränderungen,

ggf. antibiotische oder hormonelle Behandlung, kurzfristige Kontrolle nach ca. 2 Wochen; bei anhaltendem Pap III unbedingt histologische Abklärung

PAP III D

leichte bis mäßige untypische Zellveränderungen

meist hängt diese Veränderung mit dem weit verbreiteten HPV- Infekt zusammen; Kontrolle nach 3 Monaten, eine histologische Abklärung erst bei wiederholtem Auftreten erforderlich

PAP IV a

schwere Zellveränderungen, ggf.eine Krebsvorstufe

Histologische Abklärung z. B. mittels Ausschabung

PAP IV b

schwere Zellveränderungen / Carcinoma in situ (Frühstadium eines Karzinoms), Zellen eines invasiven Karzinoms können nicht ausgeschlossen werden

die histologische Abklärung mittels Konisation (Entnahme einer kegelförmigen Gewebeprobe) oder Biopsie

PAP V

Zellen eines vermutlich invasiven Karzinoms, Tumor ist eindeutig bösartig

erfordern die histologische Abklärung mittels Konisation oder Biopsie


Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (adaptiert)


HPV-Test zur weiteren Abklärung

HPV - Junges PaarEin weiterer Test ist der so genannte HPV-Test. Dies ist ein genetischer Test, der in Deutschland zurzeit meist zur Nachuntersuchung von Patientinnen mit unklaren Abstrichergebnissen sowie nach einer erfolgten Behandlung eingesetzt wird.

Während der Pap-Test eine rein zytologische Untersuchung des Zellabstrichs ist, der auffällige Zellen nachweist, kann der HPV-Test das Vorhandensein der genetischen Papillomviren-DNA (Desoxyribonukleinsäure) in den Zellabstrichen konkret belegen und damit die ursächlichen Viren identifizieren.

 

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