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Weitere Informationen:
Humane Papillomviren (HPV)
Europäische Union fördert Aufklärungskampagne über Zervixkarzinom in Deutschland
Gesundheitslinks
www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz
forum-frauengesundheit.de
Informationen rund um die Gesundheitsvorsorge der Frau
www.rundum-zahngesund.de
Sektion Zahngesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e.V.
www.agi-influenza.de
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www.agmv.de
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www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)
www.ag-beckenboden.de
Arbeitsgemeinschaft (AG) Beckenboden
www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)
www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online
www.erna-online.de
ERNA Ernährungsberatung online
www.phytoinfothek.de
PIT Phytoinfothek
www.kilian.de
Der Verlag im KILIAN
www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut
Weitere Links finden Sie hier
Textanfang / Content
HPV-Impfung
Wissenschaftlern ist es in jahrzehntelanger Arbeit und Forschung gelungen, erstmals vorbeugende Impfstoffe gegen Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) zu entwickeln – ein Meilenstein in der Krebsbekämpfung. Der erste Impfstoff ist seit Herbst 2006 auch in Deutschland auf dem Markt, ein zweiter seit Herbst 2007. Dennoch bleibt die regelmäßige Früherkennungsuntersuchung unverzichtbar!
Es wurden bisher zwei HPV-Impfstoffe entwickelt, die beide vor einer Infektion mit den zwei häufigsten Krebs verursachenden HPV-Typen 16 und 18 schützen; der sogenannte tetravalente Impfstoff schützt zusätzlich auch gegen die HPV-Typen 6 und 11, die hauptverantwortlichen Viren für genitale Warzen.
HPV 16 und HPV 18 sind zusammen für mindestens 75 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs und ebenfalls für einen großen Teil der Krebsvorstufen verantwortlich. Die restlichen 25 Prozent werden von anderen HPV-Typen ausgelöst, gegen die es bislang noch keinen Impfstoff gibt, man geht jedoch heute von einer gewissen Kreuzimmunität aus.
Die Ergebnisse klinischer Studien mit den beiden neuen HPV-Impfstoffen sind sehr gut: Danach wurden 90 bis 100 Prozent der anhaltenden Infektionen mit HPV 16 und HPV 18 verhindert, durch diese HPV-Typen verursachte Krebsvorstufen traten gar nicht auf. Außerdem waren beide Impfstoffe sehr gut verträglich. Es traten keine ernsthaften Nebenwirkungen auf.
Bei den HPV-Impfstoffen handelt es sich um biotechnologisch hergestellte Totimpfstoffe. Die Impfstoffe enthalten virusähnliche Partikel, die den natürlichen Viren sehr ähnlich, jedoch nicht infektiös und nicht vermehrungsfähig sind. Äußerlich sehen sie genauso aus wie die Viren, enthalten aber nicht deren gefährliche Erbinformationen. Sie können so das Immunsystem anregen, große Mengen Antikörper gegen die Papillomviren zu bilden, ohne selbst Schaden anzurichten. Der Schutz nach Impfung ist - im Genesatz zu dem nur sehr begrenzten nach durchgemachter Infektion - belastbar und schützt effektiv über Jahre.
STIKO-Empfehlung
Seit März 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) die Impfung gegen HPV für alle Mädchen von 12 bis 17 Jahren (siehe
Epidemiologisches Bulletin Nr. 12 vom 23. März 2007: Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) für Mädchen von 12 bis 17 Jahren – Empfehlung und Begründung). Nach erneuter Prüfung hat die STIKO im August 2009 ihre Empfehlung bestätigt (siehe
Epidemiologisches Bulletin 32/2009 vom 10. August 2009). Die Impfung sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein, da HPV vornehmlich beim Sexualverkehr übertragen wird. Der HPV-Impfstoff ist ab 9 (10) Jahre zugelassen; bisher liegen Daten zur Wirksamkeit für Kinder, Jugendliche und junge Frauen bis 26 Jahre vor. Frauen, die keine Impfung gegen HPV in dem von der STIKO empfohlenen Alter (12 bis 17 Jahre) erhalten haben, können ebenfalls von der Impfung profitieren. Im Einzelfall kann auch die Impfung eines Mädchens unter 12 Jahren sinnvoll sein. Ihr Arzt kann Sie dazu beraten. Über die Wirksamkeit der Impfung von Jungen und jungen Männern zur Verhütung der Infektion der weiblichen Bevölkerung liegen bisher keine ausreichenden Ergebnisse vor, deren Impfung wird von der STIKO derzeit nicht empfohlen. (siehe auch Kapitel Impfschema) Der Schutz nach der Grundimmunisierung hält für mindestens fünf Jahre an, vermutlich jedoch länger. Ob später eine Wiederimpfung notwendig sein könnte, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Studien, die das klären werden, laufen derzeit. Die HPV-Impftermine sollten auch genutzt werden, um den Impfstatus der jungen Mädchen bezüglich der anderen Impfungen zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören die Impfungen gegen Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis und Keuchhusten. Die Impfung ist eine gute Ergänzung zu dem bestehenden Angebot der Früherkennungsuntersuchungen für alle Frauen ab 20 Jahre, jedoch kein Ersatz dafür. Der Impfstoff wirkt nich therapeutisch bei bereits betstehenden HPV-Infektionen, kann aber eine erneute Infektion mit den selben Typen (16, 18) verhindern. Die Impfung schützt auch nicht vor anderen, nicht im Impfstoff enthaltenen krebsauslösenden HPV-Typen. Daher ist die Krebsvorsorge weiterhin essentiell und sollte von allen Frauen wahrgenommen werden.
Vorsorgeuntersuchung bleibt unverzichtbar
Auch für geimpfte Frauen bleibt als wichtige Vorsorgemaßnahme der jährliche Besuch beim Frauenarzt mit dem Pap-Abstrich, der von den Krankenkassen für Frauen ab 20 Jahren bezahlt wird, unverzichtbar. Zusätzlich bieten einige Ärzte einen HPV-DNA-Test an, der sensitiver ist als der konventionelle zytologische Abstrichtest und die DNA des HPV-Virus noch vor eventuellen Zellveränderungen nachweisen kann. Der HPV-Test wird in Deutschland derzeit zur Nachuntersuchung bei unklaren Pap-Abstrichergebnissen sowie zur Kontrolle nach einer erfolgten Behandlung eingesetzt.
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