DGK e.V. -Humane Papillomviren (HPV) Fragen und Antworten
Gesundheitsinformationen zu:
Gesundheit, Medizin, DGK, HPV, Humane Papillomviren
skip_nav

Suche

 

Hauptnavigation


Auszeichnungen / Qualitätssiegel




 

 





bookmark in your browserbookmark at mister wongpublish in twitterbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.combookmark at google.combookmark at yahoo.combookmark at facebook.combookmark at stumbleupon.combookmark at propeller.combookmark at newsvine.combookmark at jumptags.com


Service-Content

 

 


Humane Papillomviren (HPV)

Europäische Union fördert Aufklärungskampagne über Zervixkarzinom in Deutschland

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


Textanfang / Content

Humane Papillomviren (HPV)
Fragen und Antworten

Hinweis:
Weitere Fragen und Antworten zu dem Thema findet man bei der Partnerorganisation des DGK, dem Österreichischen Grünen Kreuz (ÖGK), das einen umfangreichen Fragenkatalog zusammengestellt hat: Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterwww.gruenes-kreuz.org/


Sind die HPV-Impfstoffe wirklich sicher oder gefährde ich meine Tochter, wenn ich sie impfen lasse?

Die Ständige Impfkommission (STIKO), das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Sera und Impfstoffe, das alle ernsthaften Impfnebenwirkungen untersucht und überwacht, und auch internationale Behörden wie die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA empfehlen weiterhin und uneingeschränkt die HPV-Impfung, die inzwischen in über 80 Ländern weltweit zugelassen ist und angewendet wird, darunter die USA und die meisten EU-Länder.Mehr als 20 Millionen Impfungen wurden bisher weltweit verabreicht. Man kann die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Impfstoffe, die auch bereits vor der Markteinführung in umfangreichen Studien belegt wurden, sehr gut beurteilen. Von „Versuchskaninchen“ kann also nicht die Rede sein. Sie gefährden Ihre Tochter nicht, sondern schützen sie.


Wann ist der Schutz vorhanden? Reichen zwei Impfungen aus?

Seit 2013 besteht die Möglichkeit für Mädchen zwischen 9 und 13 bzw. 14 Jahren (je nach verwendetem Impfstoff), die Grundimmunisierung mit nur 2 Impfungen zu erhalten. Danach ist die Grundimmunisierung mit dem bekannten 3-Dosen-Schema notwendig.

Sollten Sie aus Sorge vor Nebenwirkungen die Impfserie unterbrochen haben, sollten Sie die fehlenden Impfungen baldmöglichst ergänzen lassen.
Die Impfungen schützen vor den HPV-Typen 16 und 18, die am häufigsten (in ca. 75 Prozent) für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. Gegen diese im Impfstoff enthaltenen Typen wird nach der dritten Impfung ein fast 100-prozentiger Schutz erreicht.


Haben die HPV-Impfstoffe nicht viel mehr Nebenwirkungen als andere Impfungen?

Nein, die Impfstoffe gehören zu den am besten untersuchten Impfstoffen überhaupt. Sie sind sicher und haben nicht mehr Nebenwirkungen als die anderen im Jugendalter empfohlenen Impfungen, d. h. die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis, Pertussis, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Meningokokken C. Natürlich laufen, wie bei anderen neuen Impfstoffen auch, weitere Studien, um z. B. die Schutzdauer, genauer beurteilen zu können. Auch wird hierbei weiter nach den möglichen seltenen Nebenwirkungen geschaut. Bisher jedoch wurden keine gravierenden Nebenreaktionen festgestellt.


Ich habe von Todesfällen nach der Impfung gehört – gibt es da einen Zusammenhang?

Nein, die beiden tragischen Todesfälle in Europa (Deutschland und Österreich 2007/2008) wurden zwar in zeitlicher Nähe NACH der Impfung gesehen, aber nicht DURCH die Impfung verursacht! Dies wurde zweifelsfrei durch verschiedene Untersuchungen des Paul-Ehrlich-Institutes bewiesen - der staatlichen Institution, deren Aufgabe nicht nur die Zulassung der Impfstoffe ist, sondern auch die Überwachung und Untersuchung aller ernsthaften Impf-Nebenwirkungen.

Die intensiven Untersuchungen (unter anderem gerichtsmedizinische Obduktion und biochemische Diagnostik) ergaben bei beiden Fällen keinerlei Zusammenhang mit der vorausgegangenen Impfung. Die tragischen Todesfälle der beiden jungen Frauen werden mit „ungeklärter Todesursache“ begründet, etwas, was man ja auch im Säuglings- und Kindesalter kennt (SIDS, Sudden Infant Death Syndrome, plötzlicher Kindstod). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2006 22 Fälle eines plötzlichen ungeklärten Todes (SADS, Sudden Adult Death Syndrome) bei insgesamt 2,3 Millionen Mädchen und Frauen im Alter von 15 bis 20 Jahren gemeldet, dies entspricht einem Todesfall in dieser Altersgruppe etwa alle zwei Wochen. Inzwischen sind allein in Deutschland und Österreich schon weit mehr als zwei Millionen Mädchen gegen HPV geimpft worden, so dass sich eine zeitliche Nähe zwischen SADS und der Impfung automatisch in einigen Fällen zeigen muss.


Meine Tochter ist gerade zwölf geworden. Welche Impfungen sollte sie bekommen?

Mutter und TochterDie Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt, dass alle Jugendlichen (zwischen 9 und 17 Jahren) eine Auffrischimpfung gegen Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis und Pertussis bekommen (am besten mit Vierfachimpfstoff). Daneben wird überprüft, ob zweimal gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft wurde, fehlende Impfungen sollen nachgeholt werden. Wenn Ihre Tochter die Wind-
pocken noch nicht hatte, wird sie in diesem Alter dagegen geimpft. Die Grundimmunisierung gegen Hepatitis B (drei Impfungen) wird nachgeholt, wenn sie nicht bereits im Kindesalter gegeben wurde. Und auch an die Impfung gegen Meningokokken C sollten Sie denken.

Für Mädchen (von 9 bis 17 Jahren) ist die Empfehlung der STIKO, gegen humane Papillomviren (HPV) zu impfen (je nach Alter 2 oder 3 Impfdosen). Am besten ist es, die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr zu geben, bevor eine Infektion mit humanen Papillomviren stattfinden kann. Die STIKO empfiehlt deshalb seit 2014, die Impfung möglichst früh bereits schon ab 9 Jahren. Bevorzugt soll im Alter bis 13 bzw. 14 Jahren (je nach verwendetem Impfstoff) die Grundimmunisierung erfolgen, dabei sind dann 2 Impfungen ausreichend. Selbstverständlich kann und soll die Impfserie bei bislang nicht Geimpften bis 17 Jahre nachgeholt werden (3 Impfungen).


HPV – was ist das?

Hinter dieser Buchstabenkombination verbergen sich Humane Papillom-Viren, die für mehr als 90 Prozent der Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sind. HPV gehören zu den so genannten Papillomaviridae, man kennt mehr als 100 Typen des menschlichen Papillomvirus. Viele davon sind harmlos, andere aber (sogenannte Hochrisikotypen) können unterschiedliche Krebserkrankungen auslösen. Am häufigsten ist Gebärmutterhalskrebs. Auch Warzen, zum Beispiel Genitalwarzen oder Feigwarzen, werden durch bestimmte HPV-Typen verursacht, 90 Prozent davon durch die Typen 6 und 11.


Wie bekommt man die Viren, die den Gebärmutterhalskrebs auslösen?

In den allermeisten Fällen beim Geschlechtsverkehr, denn humane Papillomviren werden hauptsächlich, wenn auch nicht ausschließlich, durch sexuelle Kontakte übertragen. Humane Papillomviren infizieren die Haut und Schleimhaut. Kondome können zwar einen gewissen, aber keinen hundertprozentig sicheren Schutz vor einer HPV-Infektion bieten, da der gesamte Bereich zwischen Geschlechtsorganen und After (Damm-Bereich) infiziert sein kann. Dennoch ist es sinnvoll, Kondome zu verwenden, die außerdem auch vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen.


Wie merke ich, ob ich mich mit humanen Papillomviren angesteckt habe?

Von der Infektion merkt man zunächst gar nichts. Die meisten Frauen erfahren bei der Krebsfrüherkennungs-Untersuchung, dass das Zellbild im Abstrich vom Gebärmutterhals (auch als Pap-Test bekannt) auffällig ist. Im Abstrich werden Zellveränderungen der Schleimhaut des Gebärmutterhalses frühzeitig erkannt. Ab einem bestimmten Veränderungsstadium (ab Pap III) werden weitere Untersuchungen veranlasst, z. B. ein HPV-Test.

Wird eine Veränderung festgestellt, schließen sich regelmäßige weitere Abstrich-Kontrollen an, um festzustellen, ob die Veränderungen fortschreiten und eine Therapie erforderlich machen oder ob sie von selbst ausheilen. Es ist es wichtig, dass Sie den Rat Ihres Arztes befolgen und so oft einen Abstrich machen lassen, wie er es für angezeigt erachtet.
Die jährliche Vorsorgeuntersuchung ist für alle Frauen ab 20 Jahre in Deutschland kostenlos.


Verursachen humane Papillomviren auch andere Krankheiten?

Ja. Bestimmte „Hochrisikotypen“ des humanen Papillomvirus können auch andere Krebserkrankungen hervorrufen, etwa die sehr seltenen Tumoren der weibliche Scham (Vulvatumoren), Penistumoren, Analtumoren (am After) sowie Tumore im Mund- und Rachenraum.

Mehr über die anderen Folgen des humanen Papillomavirus lesen Sie hier.

Daneben verursachen andere Virustypen Feig- oder Genitalwarzen, auch Kondylome genannt, die bei Männern und Frauen vorkommen.


Wie kann man sich vor einer HPV-Infektion schützen?

lachendes Paar Kondome bieten einen gewissen, aber keinen sicheren Schutz vor HPV und einen sehr guten vor anderen Geschlechtskrankheiten. Deshalb sollte man stets Kondome zur eigenen Sicherheit verwenden.

Die HPV-Impfung bietet einen sehr guten Schutz vor der möglichen Infektion mit HPV-Typen 16 und 18, die für mindestens 75 Prozent der Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen verantwortlich sind. Besonders effektiv ist die Impfung, wenn sie vor dem ersten Geschlechtsverkehr gegeben wird. Da man aber nach der durchgemachten Infektion keinen dauerhaften Schutz besitzt und sich nochmals anstecken kann, kann die Impfung auch in diesen Fällen noch sinnvoll sein und eine Zweitinfektion verhindern.

Bei welchem Arzt kann ich mich impfen lassen?

Die HPV-Impfung kann sowohl in der gynäkologischen Praxis, beim Kinder- und Jugendarzt oder beim Hausarzt (Allgemeinarzt) verabreicht werden.


Wird die Vorsorgeuntersuchung durch die Impfung überflüssig?

Nein. Auch wenn eine junge Frau geimpft wurde, ist es wichtig, dass sie regelmäßig an den Krebsvorsorge-Untersuchungen teilnimmt. Jede junge Frau hat ab dem 20. Geburtstag Anspruch auf die jährliche Untersuchung auf Gebärmutterhalskrebs. Da die Impfung etwa 75 Prozent der verursachenden Viren abdeckt, aber eben nicht alle, ist die Krebsfrüherkennung-Untersuchung nach wie vor von Bedeutung und sollte jährlich wahrgenommen werden.


Was passiert bei der Vorsorge?

Die Krebsvorsorge-Untersuchung wird richtiger als Krebsfrüherkennung-Untersuchung bezeichnet, denn es geht darum, in einem Abstrich vom Gebärmutterhals veränderte Zellen, die zu Krebsvorstufen oder zu Gebärmutterhalskrebs führen können, frühzeitig zu erkennen. Früh entdeckt, ist Gebärmutterhalskrebs in fast allen Fällen wirksam zu behandeln, so dass die Krankheit völlig ausheilt. Viele Fälle dieser Vorstufen werden durch humane Papillomviren verursacht. Ist das Zellbild beim Abstrich verändert, wird meist auch ein Test auf HPV durchgeführt.


Meine Tochter ist 14 Jahre alt. Ein Arzt riet mir, sie sofort impfen zu lassen, ein anderer zu warten, weil die Impfung nicht so lange Schutz bieten würde und dann nachlässt, wenn es zu den ersten sexuellen Kontakten kommt. Was stimmt denn jetzt?

familie Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren. Am besten ist es, wenn die Impfung vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen ist, bevor Kontakt zu den Viren bestehen kann. Ihre Tochter ist also gerade im idealen Alter für die Impfung.

Wie lange der Impfschutz anhält und ob vielleicht irgendwann eine Auffrischimpfung nötig sein wird, kann man noch nicht endgültig sagen. Man überblickt mittlerweile bereits einen Zeitraum von 9 Jahren, so lange hält der Schutz auf jeden Fall, wahrscheinlich aber deutlich länger. Neue Studien werden darüber Auskunft geben, ob überhaupt eine Auffrischimpfung erforderlich sein könnte und wenn ja, in welchem Abstand.


Ich bin schon 20, möchte mich aber dennoch gerne impfen lassen. Mein Gynäkologe rät mir auch dazu. Übernehmen die Krankenkassen die Kosten auch bei mir?

Wie bei allen anderen im Jugendalter empfohlenen Impfungen ist der Stichtag der 18. Geburtstag, ab da gelten die Empfehlungen für Erwachsene. Das heißt natürlich nicht, dass diese Impfungen danach nicht auch noch sinnvoll sein können, aber die Kassen übernehmen die Kosten dann nur noch in Ausnahmefällen, z. B. die Keuchhusten-Impfung, wenn ein Säugling im Haushalt ist, oder wenn die Impfungen auch für Erwachsene noch empfohlen sind wie z. B. die Impfungen gegen Diphtherie und Tetanus.

Alle Kassen in Deutschland übernehmen die Kosten der HPV-Impfung für Mädchen von 9 bis 17 Jahren. Einige Kassen, z. B. manche Betriebskrankenkassen und die Techniker-Krankenkasse, bezahlen auch die Impfung für junge Frauen bis zum 27. Lebensjahr. Am besten fragen Sie einmal bei Ihrer Krankenkasse nach.

Wichtig ist es außerdem immer, auch wenn eine junge Frau geimpft wurde, dass sie regelmäßig an den jährlichen Krebsvorsorgeuntersuchungen teilnimmt.


Ich habe die 1. HPV-Impfung bekommen, möchte jetzt aber gerne Sex haben. Ist das schädlich? Wie sicher ist der Schutz nach der 1. Impfung?

junges Pärchen Der Schutz der HPV-Impfung beträgt nach der dritten Impfdosis nahezu 100 Prozent gegen die im Impfstoff enthaltenen Typen. Nach der ersten Impfung ist aber noch nicht von einem belastbaren Schutz auszugehen. Ein Kondom beim Geschlechtsverkehr ist auf jeden Fall sinnvoll und bietet einen - wenn auch nicht hundertprozentigen - Schutz vor HPV-Infektion und vor anderen Infektionen, z. B. HIV.
Geschlechtsverkehr während des Impfzyklus beeinflusst die Impfung natürlich nicht, ist nicht "schädlich" oder "gefährlich". Natürlich kann aber das Virus dabei übertragen werden, so dass ein Kondom unbedingt verwendet werden sollte, auch wenn der Schutz nicht sicher ist.


Muss ich mich vor der Impfung testen lassen?

Nein. Eine vorherige Testung ist nicht notwendig. Dazu die Erklärung: Falls Sie tatsächlich schon eine Infektion hätten, ist die Impfung trotzdem sinnvoll, denn der Impfstoff wirkt gegen vier bzw. zwei verschiedene HPV-Typen und - wie man inzwischen weiß - noch gegen einige mehr (sog. Kreuzimmunität), und man ist ja sicher nicht mit allen gleichzeitig infiziert. Außerdem kann man sich immer wieder auch mit dem gleichen Virustyp anstecken, denn auch wenn der Körper das Virus erfolgreich beseitigt hat (das funktioniert sogar sehr oft), ist trotzdem der Immunschutz nicht ausreichend. Nur die Impfung bewirkt einen so hohen Antikörperspiegel, dass eine Infektion und damit die Entstehung von Genitalwarzen und Gebärmutterhalskrebs (und bei einem Impfstoff auch die Entstehung von Genitalwarzen) verhindert wird.


 

 

HPV-Flyer

Service:
Der Flyer
"HPV-Impfung – wichtige Fragen und Antworten"
steht Startet den Datei-Downloadhier zum Download bereit.

 

Fusszeile / Impressum