DGK e.V. -In den Tropen und Subtropen ist es besonders wichtig, Mücken- oder Moskitostiche zu vermeiden
Gesundheitsinformationen zu:
Mückenstiche, Infektionskrankheiten, Dengue-Fieber, Malaria, Mückenschutzmittel, Pyrethrum, DEET, DPT, Bayrepel, Permethrin
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Schutz vor Insekten

Schutz vor Insekten
 

Guter Schutz auf Reisen: MosquitonetzGuter Schutz auf Reisen: Mosquitonetz
Quelle: Dagmar Arnold, DGK



Nicht nur Mücken und Zecken, auch zahlreiche andere Gliedertiere wie Fliegen, Wanzen, Läuse oder Milben haben es auf unser Blut abgesehen. Sie sind nicht nur lästig, sondern können vor allem in den Tropen gefährliche Infektionskrankheiten übertragen. Aber auch in anderen Gebieten wie etwa Skandinavien können stechende Insekten zur Plage werden.

In den Tropen und Subtropen ist es besonders wichtig, Mücken- oder Moskitostiche zu vermeiden. Während die Malaria übertragende Anopheles-Mücke hauptsächlich in der Dämmerung und nachts aktiv ist, sticht der Überträger des Denguefieber- und Gelbfieber-Virus vorzugsweise in den frühen Morgenstunden und am Tage. Vor allem in Südostasien, Lateinamerika und im "Gelbfiebergürtel" Afrikas darf der Mückenschutz also nicht auf die dunklen Stunden des Tages beschränkt sein.


Speziell in Malariagebieten wird empfohlen:

  • Von der Dämmerung bis zum Morgengrauen nach Möglichkeit in geschlossenen Räumen aufhalten; bei Aufenthalt im Freien helle, langärmelige Kleidung mit langen Hosen tragen.
  • Unbedeckte Hautstellen mit einem Insekten abwehrenden Mittel, das entweder Dimethyl-Phtalat (DPT), Diethyl-m-Toluamid (DEET) oder Bayrepel enthält, einreiben; dabei besonders für Kleinkinder die Gebrauchsinformation des Herstellers beachten.
  • Nachts nach Möglichkeit eine wirksame Klimaanlage benutzen; Fenster und Türen nach Sonnenuntergang geschlossen halten. Fliegenfenster auf Löcher untersuchen und gegebenfalls mit Pflaster oder Klebestreifen zuklebe.
  • Falls Mücken in die Räume gelangen können, unter einem Moskitonetz schlafen; vorzugsweise sollten mit Permethrin oder Deltamethrin imprägnierte, intakte Moskitonetze benutzt werden, die unter die Matratze geschlagen werden.
  • Abends in den Schlafräumen Insektenvertilgungsmittel versprühen oder über Nacht Steckdosen-Verdampfer mit auswechselbaren pyrethroidhaltigen Insektizidplättchen oder langsam abbrennende Räucherspiralen, so genannte mosquito coils, benutzen.
  • Meiden Sie abends und nachts den Aufenthalt an stehenden Gewässern, Gräben oder Wassertonnen.


Chemische Mückenschutzmittel
 

Mückenschutzmittel, so genannte Repellents, verhindern, dass sich Insekten auf die unbedeckte Haut setzen. Wirksam und empfehlenswert sind Präparate mit Dimethyl-Phtalat (DPT), Diethyl-m-Toluamid (DEET) oder Bayrepel. DEET wird schon seit 1946 in Form von Spray, Lotion, Creme, Gel oder sogar Seife zur Abwehr von Mücken eingesetzt. Es wirkt gegen ein breites Spektrum von Gliederfüßern wie Mücken, Stechfliegen, Flöhe, Laufmilbenlarven und Zecken.

Als Faustregel gilt, dass 10- bis 35-prozentige Lösungen von DEET-haltigen Repellentien für den normalen Gebrauch ausreichen. Für Kinder sollten nur 10-prozentige Lösungen verwendet werden. Repellentien mit einem DEET-Anteil über 50 Prozent sollten für Gelegenheiten reserviert werden, bei denen verstärkt mit Mückenstichen zu rechnen ist und Faktoren wie Feuchtigkeit und höhere Temperaturen drohen, die Wirksamkeit des Repellents zu beeinträchtigen.

Repellents haben sich als bemerkenswert sicher erwiesen. Wichtig ist allerdings ein bestimmungsgemäßer Gebrauch:

  • Die Haut nicht mit dem Mittel sättigen, nur einen gerade ausreichenden dünnen Film auftragen.
  • Mittel nur auf exponierte Haut und/oder Kleidung auftragen, nicht auf bekleidete Haut.
  • Zum Auftragen im Gesicht Mittel zwischen den Händen verreiben und dünn auftragen.
  • Kontakt des Mittels mit Augen und Mund vermeiden. Um späteres Verreiben auf Schleimhäuten zu vermeiden, Repellentien nicht auf Kinderhände geben.
  • Nach dem Auftragen das Mittel von den Handflächen abwischen, um ungewolltem Kontakt mit Augen, Mund oder Genitalien vorzubeugen.
  • Repellentien niemals auf Wunden, Schnitte sowie irritierte, entzündete oder ekzematöse Haut aufbringen.
  • Sprays niemals inhalieren oder in die Augen gelangen lassen.
  • Häufige Wiederanwendung ist überflüssig.
  • Nach Rückkehr in Innenräume, behandelte Stellen mit Wasser und Seife waschen.
  • Gleichzeitige Anwendung eines Repellents und eines Sonnenschutzmittels kann den Sonnenschutz beeinträchtigen. Kombinierte Präparate sind hier ratsam.
  • Unverträglichkeitsreaktionen treten meist nicht gegen den Wirkstoff auf, sondern gegen Lösungsmittel und Grundlagen, so dass man in solche einem Fall ein Mittel mit anderer Rezeptur versuchen sollte.


Pflanzliche Mückenschutzmittel und andere Substanzen
 

Zum Schutz gegen Insektenstiche werden in den vergangenen Jahren auch verschiedene ätherische Öle oder andere pflanzliche Substanzen in Reinform oder als Mischung angeboten. Speziell wenn es darum geht, eine Infektion mit Malaria zu vermeiden, sollten Mittel mit nachgewiesener und möglichst langanhaltender Wirkung bevorzugt werden. Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe eines Mückenschutzmittels verrät Ihnen, ob es DEET, DPT oder Bayrepel enthält.

Viele ätherische Öle können zwar Mücken abwehren, meist hält die Wirkung jedoch keine zwei Stunden. Einzig eine Mischung aus Sojaöl, Geranienöl und Kokosöl zeigt noch 3,5 Stunden nach der Anwendung einen vergleichbaren Schutz wie eine 6,65-prozentige DEET-Lösung.

Unter Laborbedingungen hat sich zudem eine Mischung aus Jojoba-, Raps-, Kokosölderivat, Vitamin E aus Sojaöl und ätherischen Ölen als wirksames Repellent gegen die Moskitos Aedes aegypti und Anopheles gambiae erwiesen. Auch die beiden Substanzen 1- Piperidincarbonsäure-2-82-hydroxyethyl)-1-methyl-propylester und Butylacetamido- Propionsäureethylester haben sich im Labor gegen den Moskito Aedes aegypti wirksam gezeigt.

Pyrethrum, ursprünglich aus Chrysantheme gewonnen, wird heute in Form von Permethrin synthetisch hergestellt. Es wirkt als Insektizid und sollte trotz geringer Giftigkeit für Menschen nur für die Kleidung, das Zelt oder das Moskitonetz, nicht aber auf der Haut verwendet werden.


Trotz aller Vorsicht...
 

Auch wenn Sie alle Schutzmaßnahmen ergreifen, ist es möglich, an Malaria zu erkranken. Bei jeder fieberhaften Erkrankung nach der Rückkehr aus einem Malariagebiet, auch noch längere Zeit danach, muss differenzialdiagnostisch eine Malaria-Erkrankung abgeklärt werden.


Erkrankungen, die von Insekten oder Zecken übertragen werden

Weitere Informationen über Erkrankungen, die von Insekten oder Zecken übertragen werden und wie Sie sich davor schützen können, finden Sie unter den folgenden Stichworten:

Borreliose

Dengue-Fieber

FSME

Gelbfieber

Japanische Enzephalitis

Malaria

 

 

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