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Impfschutz für Frauen mit Kinderwunsch

Früh genug dran denken
Frauen, die im gebärfähigen Alter sind, ganz besonders natürlich Frauen, die sich ein Kind wünschen, sollten rechtzeitig auf einen guten Impfschutz achten. Denn für manche Impfungen ist es in der Schwangerschaft zu spät. Impfungen mit sogenannten Lebendimpfstoffen (z. B. gegen Masern, Mumps , Röteln und Windpocken), also mit abgeschwächten, aber noch vermehrungsfähigen Viren, sind dann kontraindiziert. Bei Totimpfstoffen gilt in der Schwangerschaft der Leitsatz " So viel wie nötig und so wenig wie möglich". Daher ist es wichtig, vor der Schwangerschaft den Impfschutz zu checken.

Empfohlene Impfungen für Frauen im gebärfähigen Alter:

  • Nach erfolgter Grundimmunisierung alle 10 Jahre Auffrischimpfungen gegen Diphtherie und Tetanus
  •  Eine Impfung gegen Keuchhusten (in Kombination mit der Diphtherie- und Tetanus- und ggf. der Polio-Impfung), falls die letzte Keuchhusten-Impfung länger als 10 Jahre zurückliegt
  • Über eine Grundimmunisierung gegen Kinderlähmung und mindestens eine Auffrischimpfung sollte jede Frau verfügen
  • MMR: Jede Frau sollte ausreichend gegen Masern, Mumps und natürlich Röteln geimpft sein. Gegen Röteln müssen 2 Impfungen dokumentiert sein:
    • Ist nur eine Röteln-Impfung dokumentiert, wird eine weitere gegeben (mit MMR-Impfstoff)
    • ist keine Röteln-Impfung dokumentiert oder ist der Impfstatus unbekannt, werden 2 MMR-Impfungen gegeben
    • Sind 2 Röteln-Impfungen dokumentiert, kann die Titerbestimmung entfallen (Grund: zweimalig geimpfte Frauen haben kein Risiko, dass ihr Kind eine Röteln-Embroypathie bekommt)
  • Frauen mit Kinderwunsch, die die Windpocken noch nicht hatten (Titerbestimmung!) oder noch nicht dagegen geimpft sind, erhalten 2 Impfungen gegen Windpocken im Mindestabstand von 4, besser 6 Wochen 

Lebend- und Totimpfstoffe: Abstand zur Schwangerschaft?
Bei Totimpfstoffen (das sind die meisten Impfstoffe) ist kein Abstand zu einer Schwangerschaft einzuhalten. Wenn erforderlich, können diese Impfstoffe fast alle auch während der Schwangerschaft gegeben werden.

Nach der Impfung mit Lebendimpfstoffen (z. B. Masern-Mumps-Röteln oder Windpocken) lautete früher die Empfehlung, eine Schwangerschaft für 3 Monate zu verhüten. Seit 2013 ist diese Frist aber - analog zu den schon lange bestehenden Richtlinien in den USA - auf 4 Wochen reduziert.


 

 

 

 

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