DGK e.V. -Erhöhte Infektionsgefährdung
Gesundheitsinformationen zu:
Impfschutz für Berufstätige, Hepatitis A, Hepatitis B, Diphtherie, Masern, Typhus, Pertussis, Meningokokken, Influenza,
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www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

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Impfschutz für Berufstätige

Infektionsgefährdung
 

Es gibt Berufsgruppen, die ein höheres Gefährdungspotential gegenüber Infektionen haben als andere Menschen. Hinzu kommt, dass sie die Infektionserreger in ihrer Umgebung unter Umständen schnell weiter verbreiten können, so dass eine vorbeugende Impfung oft nicht nur dem eigenen Schutz, sondern auch dem anderer Menschen dient.

Nach Berufsgenossenschaftlichem Grundsatz (G42) muss bei Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung (s. auch Biostoffverordnung) vom Arbeitgeber

  • eine Vorsorgeuntersuchung veranlasst,
  • bei impfpräventablen Erkrankungen ein Impfangebot gemacht sowie
  • im Rahmen der betriebsärztlichen Betreuung eine Beratung angeboten werden.


Ein gutes Beispiel ist die Impfung beziehungsweise Überprüfung des Röteln-Immunstatus bei Mitarbeitern im ärztlichen Bereich, besonders wenn dort viele junge Frauen behandelt werden. Es ist unvertretbar, dass beispielsweise ein mit Röteln infizierter Arzt eine nicht immune Schwangere ansteckt und damit ihr Ungeborenes gefährdet. Auch die Hepatitis-A-Impfung bei Personen, die im Gaststättengewerbe arbeiten, schützt nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihre Gäste. Die Empfehlung, Angehörige bestimmter Berufe zu impfen, geht also auch auf diese Problematik ein.

Nachfolgend sind die Impfungen aufgeführt, die für verschiedene Berufsgruppen empfohlen werden.


Diphtherie
 

  • Ärzte und Personal in medizinischen und zahnmedizinischen Einrichtungen und Praxen mit direktem Kontakt zu Patienten sowie in Laboratorien mit Diphtherie-Risiko;
  • Personal mit viel Publikumsverkehr, zum Beispiel Behördenangestellte, Busfahrer, Lehrer oder ähnliche Berufsgruppen, besonders bei drohender Epidemie, sowie Personal in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderheimen und ähnlichen Einrichtungen;
  • Personal, das in Gemeinschaftsunterkünften von Aussiedlern, Flüchtlingen und Asylbewerbern aus diphtheriegefährdeten Gebieten arbeitet;
  • Bedienstete des Bundesgrenzschutzes und der Zollverwaltung.

Weitere Informationen zum Krankheitsbild


Hepatitis A
 

  • Ärzte und Personal im Gesundheitsdienst, auch Reinigungs- und Küchenpersonal in diesen Einrichtungen, Auszubildende und Studenten;
  • Ärzte und Personal in medizinischen Laboratorien (zum Beispiel für Stuhluntersuchungen), besonders auch Reinigungspersonal;
  • Personal in Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderheimen und ähnlichen Einrichtungen, auch Reinigungs- und Küchenpersonal dieser Einrichtungen;
  • Personal in psychiatrischen und Fürsorgeeinrichtungen;
  • Kanalisations- und Klärarbeiter, auch Klempner;
  • Personen, die frische Lebensmittel verarbeiten;
  • Berufstätige beispielsweise im Entwicklungsdienst, die in Gebieten mit hoher Hepatitis-A-Durchseuchung leben.



Weitere Informationen zum Krankheitsbild

 


Hepatitis B  

  • Beschäftige im Gesundheitsdienst inklusive technischem und Rettungsdienst, Reinigungsdienst und Auszubildender; Personal in psychiatrischen und Fürsorgeeinrichtungen, Behinderteneinrichtungen, Asylbewerberheimen;
  • medizinisches und zahnmedizinisches Personal (einschließlich Auszubildender, Studenten, Reinigungspersonal) mit direktem Kontakt zu Patienten, Patientenblut, frischem Gewebe und Körpersekreten;
  • Ärzte und Personal in medizinischen Laboratorien;
  • Personal in Einrichtungen wie Kindergärten, Kindertagesstätten, Spielgemeinschaften, Kinderheimen und Schulen, wenn Kontakt zu einem HBsAg(Virus)-Träger besteht;
  • Personal mit Risiko eines Blutkontaktes, zum Beispiel betriebliche und ehrenamtliche Ersthelfer, Polizisten, Müllentsorger;
  • Sozialarbeiter und Gefängnispersonal mit Kontakt zu Drogenabhängigen;
  • Personal in Behinderteneinrichtungen oder in Asylbewerbereinrichtungen;
  • Berufstätige, beispielsweise im Entwicklungsdienst, die in Gebieten mit hoher Hepatitis-B-Durchseuchung leben.

 

Die aufgeführten Personengruppen sind beispielhaft genannt, es soll in jedem Fall eine individuelle Gefährdungsbeurteilung erfolgen.


Weitere Informationen zum Krankheitsbild

 

 


Influenza (Grippe)
 

  • Ärzte und Personal in medizinischen und zahnmedizinischen Einrichtungen und Praxen mit direktem Kontakt zu Patienten;
  • Personal mit viel Publikumsverkehr, zum Beispiel Behördenangestellte, Busfahrer, Lehrer oder ähnliche Berufsgruppen, besonders bei drohender Epidemie;
  • Personal in Seniorenwohnheimen oder Pflegeheimen.


Weitere Informationen zum Krankheitsbild


Masern, Mumps und Röteln
 

  • Alle nach 1970 geborenen Personen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit, die im Gesundheitsdienst oder in der Betreuung von immundefizienten bzw. immunsupprimierten Patienten tätig sind, darüber hinaus soll auch das Personal in Gemeinschaftseinrichtungen ausreichend geimpft sein.

Weitere Informationen zu Masern, Mumps und Röteln

 

 


Pertussis (Keuchhusten)
 

  • Personal im Gesundheitsdienst sowie in Gemeinschaftseinrichtungen, sofern in den letzten 10 Jahren keine Pertussis-Impfung gegeben wurde.


Weitere Informationen zum Krankheitsbild


Meningokokken
 

  • Entwicklungshelfer und andere Berufstätige, die zum Beispiel im Meningitis- Gürtel Afrikas leben;
  • Laborpersonal, das mit Meningokokken arbeitet;
  • Medizinisches Personal mit Kontakt zu Erkrankten.


Weitere Informationen zum Krankheitsbild


Poliomyelitis (Kinderlähmung)
 

  • Ärzte und Personal in medizinischen und zahnmedizinischen Einrichtungen und Praxen, die direkten Kontakt zu Erkrankten haben können;
  • Personal in Gemeinschaftsunterkünften für Aussiedler, Flüchtlinge und Asylbewerber (aus Gebieten mit Polio-Risiko)
  • Personal in Laboratorien und in der Impfstoffproduktion;
  • Berufstätige, die in Regionen mit hohem Infektionsrisiko reisen beziehungsweise dort leben (verschiedene Länder Afrikas und Asiens, derzeit insbesondere Pakistan und Afghanistan).


Weitere Informationen zum Krankheitsbild


Tetanus (Wundstarrkrampf)

Tetanusausweis

  • Alle Berufstätigen, die mit Tieren oder Erde in Kontakt kommen und eine erhöhte Verletzungsgefahr haben. Insbesondere Berufe in der Landwirtschaft, Bauwirtschaft, militärische Berufe oder im Polizeidienst (zum Beispiel Gärtner, Waldarbeiter, Tierärzte, Schreiner).


Weitere Informationen zum Krankheitsbild


Tollwut
 

  • Jäger, Förster, Waldarbeiter, Personen mit Wildtierumgang, Tierärzte, Tierpfleger in Gebieten mit neu aufgetretener Wildtollwut;
  • Personen mit beruflichem engen Kontakt zu Fledermäusen;
  • Personal in Laboratorien mit Tollwutrisiko;
  • Berufstätige, die in Regionen mit hohem Infektionsrisiko reisen bzw. dort leben.


Weitere Informationen zum Krankheitsbild


Varizellen (Windpocken)
 

  • Nicht immunes oder ungeimpftes Personal im Gesundheitsdienst, Ärzte und Personen, die Patienten betreuen, bei denen eine Varizellen-Infektion eine besondere Gefährdung darstellt (Kinder mit onkologischen Erkrankungen, Immunsupprimierte, Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch);
  • Personen in Kinder betreuenden Einrichtungen, insbesondere Nicht-immune beziehungsweise Ungeimpfte, die neu in Gemeinschaftseinrichtungen eingestellt werden, in denen Kinder vor dem Schulalter betreut werden (zum Beispiel Kindergärten, -tagestätten, -krippen, -heime).


Weitere Informationen zum Krankheitsbild


Frühsommer Meningo-Enzephalitis (FSME)
 

  • Waldarbeiter, Jäger, Förster, Gärtner und ähnliche Berufsgruppen, sofern sie in Endemiegebieten wohnen und arbeiten;
  • Laborpersonal, das mit FSME-Viren arbeitet.

Blutsaugende ZeckeBlutsaugende Zecke
Foto: Baxter BioScience

Weitere Informationen zum Krankheitsbild

 

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