DGK e.V. -Geschichte der Entdeckung und Beschreibung des Rotavirus-Erregers als Mitglied der Familie der Reo-Viren.
Gesundheitsinformationen zu:
Rotavirus, Erreger, Reo-Viren, Geschichte, 1943, Gastroenteritis (Magen-Darm-Infektion), Ruth Bishop, typische Radspeichenstrukturen,
skip_nav

Suche

 

Hauptnavigation


Auszeichnungen / Qualitätssiegel





bookmark in your browserbookmark at mister wongpublish in twitterbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.combookmark at google.combookmark at yahoo.combookmark at facebook.combookmark at stumbleupon.combookmark at propeller.combookmark at newsvine.combookmark at jumptags.com


Service-Content

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.stiko.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

 

 


Textanfang / Content

Rotaviren
  • Podcast "Rotaviren"

Geschichte

Rotaviren, Rotavirus1943 kam man der Gastroenteritis (Magen-Darm-Infektion) beim Menschen insofern auf die Schliche, indem man durch Ultrafiltration beweisen konnte, dass es sich um winzige Partikel handeln muss. Bakterien würden sozusagen im Filter hängenbleiben, die  sehr viel kleineren Viren hingegen nicht. So wusste man immerhin schon einmal, dass es sich um Viren handeln muss.

1973/74 beobachtete erstmals die australische Forscherin Ruth Bishop am Royal Children's Hospital in Melbourne bei einer Direktuntersuchung mittels Elektronenmikroskop die für Rotaviren typischen Radspeichenstrukturen.

(Quellen: Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie. Hahn, Falke, Kaufmann, Ullmann, Springer Verlag 2004; New England Journal of Medicine 1973; 289)


Erreger

Rotaviren gehören zur Familie der so genannten Reo-Viren. Reo steht dabei für respiratory enteric orphan, also Viren, die verschiedene Krankheitsbilder verursachen – sowohl Atemwegserkrankungen als auch Magen-Darm-Infektionen. Innerhalb dieser Virusfamilie stellen Rotaviren den Erreger dar, der in der Humanmedizin eine große Rolle spielt. Denn Rotaviren sind Erreger von schweren Durchfallerkrankungen vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern.

Rotaviren sind winzig klein, gerade mal 76 nm (1 nm [Nanometer] sind 1/1.000 Millimeter!), sie weisen eine charakteristische Radspeichenstruktur auf (lat. Rota = Rad). Zu sehen sind sie nur mit Hilfe des Elektronenmikroskops. Die Erbsubstanz liegt als RNA (Ribonukleinsäure) vor, aufgeteilt auf 11 einzelne Segmente. Sieben verschiedene Gruppen – mit den Buchstaben A bis G bezeichnet – sind bekannt, wobei B und C beim Menschen vorkommen. Die anderen sind im Tierreich weit verbreitet.

Die am häufigsten beim Menschen vorkommenden Viren gehören zur Gruppe A, auch Gruppe-B-Rotaviren wurden zum Beispiel bei Epidemien in China isoliert. Die einzelnen Gruppen lassen sich wiederum in Subgruppen unterteilen, diese wiederum in Serotypen . Diese genaue Unterscheidung ist auch bei der Entwicklung der modernen Schluckimpfstoffe (Link zu „Impfung“) maßgeblich gewesen, denn für den Aufbau einer Immunität sind die G-Proteine (VP7) und P-Proteine (VP4) des Virus verantwortlich. Besonders 5 verschiedene Rotavirus-Typen sind für mehr als 98% der Infektionen in Europa verantwortlich.

Die Viren sind gegenüber Umwelteinflüssen sehr widerstandsfähig. Außerdem sind Rotaviren hochansteckend, denn bereits 10 bis 100 Partikel reichen für eine Infektion aus (zum Vergleich: 100.000 Salmonellen sind für eine Infektion notwendig). Akut erkrankte Kinder scheiden große Virusmengen mit dem Stuhlgang aus (109 bis 1011 Viren pro Gramm Stuhl).



Nach oben

 

Fusszeile / Impressum