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Häufige Fragen und Antworten

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Was ist ein Cochlea-Implantat?
„Cochlea“ ist der lateinische Ausdruck für die Hörschnecke im Innenohr. Ein Cochlea-Implantat (kurz: CI) ist eine Hörprothese für hochgradig schwerhörige Kinder und Erwachsene, denen herkömmliche Hörgeräte wenig oder gar keinen Nutzen mehr bringen und für gehörlos geborene Kinder. Auch einseitige Taubheit kann die Indikation für ein CI sein. Cochlea-Implantate wandeln Schall in elektrische Impulse um, durch die der Hörnerv in der Hörschnecke stimuliert wird. Dadurch können Sprache und Geräusche wieder wahrgenommen werden.
Im Unterschied zu Hörgeräten, die die Lautstärke von Geräuschen erhöhen, dienen Cochlea-Implantate als Ersatz für die ausgefallene Funktion des Innenohrs.
Ein Cochlea-Implantat besteht aus zwei Teilen: Dem Implantat, das hinter dem Ohr unter die Haut implantiert wird, und dem Soundprozessor mit einer Sendespule, der wie ein Hörgerät hinter dem Ohr getragen wird.

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Wie funktioniert ein Cochlea-Implantat?
Ein Cochlea-Implantat besteht aus zwei Teilen: Dem Implantat, das hinter dem Ohr unter die Haut implantiert wird, und dem Soundprozessor mit einer Sendespule, der wie ein Hörgerät hinter dem Ohr getragen wird.
Im Soundprozessor werden über ein Mikrofon empfangene Schallschwingungen in elektrische Signale umgewandelt, die danach als elektrische Impulse über ein Kabel zu der Sendespule weitergeleitet werden. Diese magnetisch mit dem Implantat verbundene Spule sendet die kodierten Signale per Radiowellen durch die Haut zum Implantat. Dieses entschlüsselt die Signale und leitet sie über eine Elektrode in die Cochlea (Hörschnecke) weiter. Durch diese elektrischen Impulse wird der Hörnerv stimuliert, der in der Folge sogenannte Aktionspotenziale erzeugt und diese an das Gehirn weiterleitet. Das Gehirn empfängt die Aktionspotenziale des Hörnervs und erkennt sie als akustisches Ereignis (Sprache, Klang, Geräusch).

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Was kostet die Versorgung mit einem Cochlea-Implantat, und
was bezahlt die Krankenkasse?

Die Kosten für eine Cochlea-Implantat-Versorgung liegen einschließlich Rehabilitations-Maßnahmen bei rund 40.000 Euro. Sie werden von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich übernommen. Folgekosten, zum Beispiel Batterien, werden gemäß § 27 ff. SGB V von den gesetzlichen Krankenkassen auch erstattet. Die Finanzierung durch private Krankenkassen ist vertragsabhängig und Verhandlungssache.
  

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Welche Risiken gibt es bei der Operation?
Bei der Operation wird das Implantat unter die Kopfhaut hinter dem Ohr und der Elektrodenträger in die Hörschnecke (Cochlea) im Innenohr eingeführt.
Die Operation dauert in der Regel zwei bis drei Stunden in Vollnarkose und erfordert einen stationären Aufenthalt von wenigen Tagen. Komplikationen bei einer CI-Implantation sind in den Händen erfahrener Operateure selten und entsprechen den üblichen Risiken, die bei jeder Operation am Mittel- und Innenohr unter Vollnarkose entstehen.
Die CI-Operation ist heute für erfahrene HNO-Chirurgen zu einem Routine-Eingriff geworden. Der Ablauf der Operation und alle damit verbundenen Risiken werden beim ärztlichen Aufklärungsgespräch erörtert. Fragen Sie auch Ihren Chirurgen, wieviele OPs dieser Art er durchgeführt hat.

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Bis zu welchen Alter kann die Versorgung mit einem Cochlea-Implantat  erfolgen?
Grundsätzlich kann die Versorgung mit einem Cochlea-Implantat  bis ins hohe Alter erfolgen. Der Betroffene sollte hoch motiviert sein. Er sollte wieder hören wollen und bereit sein, das neue Hören mit dem Cochlea-Implantat zu erlernen. Eine Altzersgrenze gibt es nicht. Bei taub geborenen Kindern liegt die Altersgrenze bei 5 bis 6 Jahren. Die Entscheidung sollte aber immer auch bei älteren Kindern und Jugendlichen individuell, während der Voruntersuchung, gefällt werden.

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Werden automatisch beide Ohren versorgt?
Nein. Wenn aber beide Ohren mit einem Cochlea-Implantat versorgt sind, resultiert daraus in der Regel ein eindeutig besseres Sprachverstehen im Störschall und ein besseres Richtungshören. Aufgrund des leichteren Verstehens kann aktiv am gesellschaftlichen Leben teilgenommen werden. Daher strebt zum Beispiel die Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft an, die beidseitige Versorgung mit Cochlea-Implantaten zu etablieren. Weltweite Studien belegen, dass die beidseitige Versorgung einer einseitigen Versorgung überlegen ist.

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Wie hört man mit einem CI?    
Das Hören mit dem CI kann individuell unterschiedlich sein. Viele können ein offenes Sprachverständnis erreichen und damit auch telefonieren, für andere stellt die Kombination Hören und Lippenabsehen eine Erleichterung bei der Kommunikation dar.
In jedem Fall sind Aufgeschlossenheit für das neue Hören, Ausdauer, Geduld und Hörtraining unerlässlich für das Erreichen eines optimalen Hörergebnisses.
Der effektive Erfolg des Cochlea-Implantats kann sich nach einer gewissen Zeit der Gewöhnung (Monate bis Jahre) an das neue Hören einstellen.

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Kann das Cochlea-Implantat in Kombination mit Hörgeräten genutzt werden?
Ja. Die Kombination eines Hörgerätes auf dem einen und eines Cochlea-Implantats auf dem anderen Ohr ist möglich und vorteilhaft für Sprachverstehen, Hören im Störschall, Richtungshören und angenehmen Klang.
Es gibt auch die Möglichkeit, Cochlea-Implantat und Hörgerät an demselben Ohr, das sogenannte "Hybrid-System", zu nutzen. Mit dem Cochlea-Implantat werden die hohen Frequenzen hörbar gemacht, mit dem Hörgerät die tiefen Frequenzen verstärkt.

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Kann man mit einem Cochlea-Implantat normal Sport treiben (z. B. Schwimmen)?
In der Regel ja. CI-Träger dürfen Sport treiben, z. B. ohne Weiteres schwimmen gehen, wenn sie vorher die externen Teile mit dem Sprachprozessor entweder ablegen oder, je nach Fabrikat, eine spezielle Wasserschutzhülle benutzen. Eine Rücksprache mit Ärzten des behandelnden CI-Zentrums ist hier aber immer empfehlenswert. Boxen und andere extreme Kampfsportarten sind nicht angezeigt. In Zweifelsfällen sind Erkundigungen beim behandelnden CI-Zentrum und ggf. dem Hersteller des jeweiligen Implantats sinnvoll.

 

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