DGK e.V. -Deutsches Grünes Kreuz, die DGK-Kampagne 'Lobby für das Kind' informiert: Tipp der Woche vom 26. März 2007: Zusätzliches Magnesium in der Schwangerschaft, ein Arzneimittel ohne Risiko
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz für Gesundheit e.V., Lobby für das Kind, Mutter, Kind, Schwangerschaft, Gesundheit, Medizin, DGK, zusätzliches Magnesium in der Schwangerschaft, ein Arzneimittel ohne Risiko
skip_nav

Suche

 

Service-Content

Weitere Tipps:

Tipps der Woche 2006:

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Gesundheitsthemen / Frauengesundheit / Schwangerschaft und Geburt / Tipps der Woche 2007 / Tipp vom 26. März 2007
'Lobby für das Kind' informiert:
Tipp vom 26. März 2007

Zusätzliches Magnesium in der Schwangerschaft
Ein Arzneimittel ohne Risiko

Was tun bei nächtlichen Bein- und Wadenkrämpfen, wenn die sanften Methoden ausgereizt sind? Normalerweise sollte auf Medikamente in der Schwangerschaft nach Möglichkeit verzichtet werden. Eine Ausnahme bildet das Mineral Magnesium.

Magnesium ist im menschlichen Körper an vielen Reaktionen beteiligt, bei denen Energie gewonnen wird - iInsbesondere in den Muskeln. Deshalb reagiert er bei einem Magnesiummangel häufig mit Muskelkrämpfen in den Beinen oder Waden. Auch Gereiztheit und Nervosität können auf eine Unterversorgung mit dem Mineral hinweisen. In diesen Fällen lassen sich die erschöpften Magnesiumdepots mit oralem Magnesium rasch wieder aufbauen.

Magnesium: kein Wehenhemmer

Vor einigen Jahren standen Magnesium-Supplemente im Verdacht, Wehen zu hemmen und damit eine kindliche Schädigung herbeizuführen. Das ist inzwischen widerlegt. Dazu Professor Dr. med. Ludwig Spätling, Facharzt für Geburtshilfe und Direktor der Frauenklinik Fulda: „Eine orale Einnahme von Magnesium verzögert unter keinen Umständen die Geburt. Sie hemmt nur vorzeitige Wehen, die durch einen Magnesiummangel hervorgerufen wurden. Geburtswehen werden nicht beeinflusst.“ (1)

Selbstverständlich ist es besser, nicht auf eigene Faust ein Präparat auszuwählen, sondern im Vorfeld ärztlichen Rat einzuholen. Denn es gibt verschiedene Mittel in diversen Stärken. Die - nicht erstattungsfähige - Verordnung bzw. Empfehlung des Arztes kann im „Arzneimittelpass für Schwangerschaft und Stillzeit“ protokolliert werden.

In der Schwangerschaft ist der Bedarf erhöht

Magnesium ist für den Menschen lebenswichtig. Die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Tagesmenge beträgt im Normalfall 300 Milligramm. Bei Schwangeren ist sie auf 310 Milligramm erhöht. Andere Gesellschaften empfehlen bis zu 450 Milligramm. Diese Menge mit normaler Mischkost zu erreichen, setzt ein umfassendes Ernährungswissen voraus.

Hier sind Magnesium-Präparate hilfreich. Sie sind als Supplement bzw. Nahrungsergänzungsmittel in verschiedenen Stärken erhältlich. Meist sind die wirksamen Bestandteile in der Brausetablette oder im Dragee Salze wie Magnesiumcarbonat, Magnesiumoxid oder Magnesium (bis)hydrogenphosphat. Die enthaltene Menge reines Magnesium beträgt 150 bis 450 Milligramm.

Nicht durch den Beipackzettel verunsichern lassen

In Beipackzetteln von oralen Magnesium-Präparaten stehen unter „Schwangerschaft“ ganz selten positive Bewertungen wie „Gegen die Einnahme bestehen keine Bedenken“. Wesentlich häufiger sind eher neutrale Kommentare:

  • Berichte über schädliche Auswirkungen während der Schwangerschaft sind nicht bekannt geworden.
  • Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
  • Ausreichende Erfahrungen über die Anwendung bei Schwangeren liegen nicht vor.

Diese Formulierungen bedeuten hier einmal nicht, dass die Einnahme sehr kritisch abgewogen werden sollte. Grund dafür ist meist, dass die Zulassung des älteren Arzneimittels zu einem Zeitpunkt erfolgte, als die Formulierung eine Vorgabe war. Für ein neueres Arzneimittel kann der Grund sein, dass die Hersteller sich rechtlich absichern möchten.

Hier ist Vorsicht geboten

Es gibt Umstände, unter denen von der Einnahme von Magnesium abgesehen werden sollte. Dazu zählen eine eingeschränkte Nierenfunktion, gestörte Erregungsleitung des Herzens, Austrocknung, sowie die Neigung zur Bildung von Calcium-Magnesium-Ammoniumphosphat-Steinen. Anders als bei gesunden Schwangeren mit Wadenkrämpfen könnte die Anwendung in diesen Fällen von Nachteil sein.


(1) Zitiert aus: PZ Pharm. Zeitung, Jahrgang 151, Heft 50/2006, S. 62

 

Fusszeile / Impressum