DGK e.V. -Deutsches Grünes Kreuz, die DGK-Kampagne 'Lobby für das Kind' informiert:Tipp der Woche vom 4. September 2006: Werden familiäre Erkrankungen das Kind belasten?
Gesundheitsinformationen zu:
Deutsches Grünes Kreuz für Gesundheit e.V., Lobby für das Kind, Mutter, Kind, Schwangerschaft, Gesundheit, Medizin, DGK, Werden familiäre Erkrankungen das Kind belasten?, positive Familienanamnese
skip_nav

Suche

 

Service-Content

Weitere Tipps:

Tipps der Woche 2006:

Anzeige

Gesundheitslinks

 

www.ibera-online.de
IBERA Impfberatung online

 

www.agmv.de
Arbeitsgemeinschaft Varizellen (AGV)

 

www.forum-schmerz.de
Forum Schmerz

 

www.agmk.de
Arbeitsgemeinschaft Meningokokken (AGMK)

 

www.altern-in-wuerde.de
Altern in Würde (AiW)

www.rki.de
Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut

Weitere Links finden Sie hier

 

 


Textanfang / Content

Sie sind hier: Home / Gesundheitsthemen / Frauengesundheit / Schwangerschaft und Geburt / Tipps der Woche 2006 / Tipp der Woche vom 4. September 2006
'Lobby für das Kind' informiert:
Tipp der Woche vom 4. September 2006

Werden familiäre Erkrankungen das Kind belasten?

Jedes fünfte Kind1 kommt mit einer „familiären Belastung“ zur Welt.

Im Idealfall ist sich eine Frau, bevor sie schwanger wird, darüber im Klaren, ob es in ihrer oder der Familie des werdenden Vaters vererbbare Krankheiten gibt, die auf das gemeinsame Kind übergehen könnten. Oder es mit Sicherheit treffen werden. Dieses Wissen, die Entscheidung für das Kind trotz wenn und aber lässt die Eltern später gelassener mit dem vielleicht kranken Kind umgehen. Ihre Gesundheitsberater werden ihnen frühzeitig empfehlen, wie sie mit dem Kind und der Erkrankung umgehen können.

Oft findet die Reflexion über eigene und familiäre Erkrankungen aber erst mit Feststellen der Schwangerschaft statt: Die Frage nach besonderen Erkrankungen bei Eltern, Geschwistern und Verwandten gehört zum Erstgespräch in der gynäkologischen Praxis. Zu spät um zu überlegen, ob man unter diesen Bedingungen tatsächlich schwanger werden möchte. Aber auch dann bleiben noch viele Monate Zeit, sich mit dem „Fall x“ vertraut zu machen.

Gibt es Hinweise auf eine „positive Familienanamnese“, überweist der Geburtshelfer die Schwangere an eine genetische Beratungsstelle. Dort wird eine noch ausführlichere Anamnese (griech. „Erinnerung“, Vorgeschichte) erhoben. Die Genetiker erstellen die Prognose mittels Stammbaum und informieren gegebenenfalls über vorgeburtliche diagnostische Methoden und Behandlungsmöglichkeiten.

Frühzeitige Beratung ist wichtig für Mutter und Kind. Beispielsweise hat eine Schwangere mit Diabetes mellitus – unabhängig von der Wahrscheinlichkeit, die Krankheit dem Kind zu vererben – nur ein geringes Risiko einer Fehlgeburt, wenn sie während der Schwangerschaft gezielt betreut wird. Wir der vorhandene Diabetes wenig kontrolliert, ist dies Risiko hoch.

Genetisch bedingte Erkrankungen
Häufige vererbbare Krankheiten sind Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Herzfehlbindungen, Thromboseneigung und psychische Krankheiten.

Ebenfalls genetisch bedingt sind diese Krankheiten (Auswahl):

Achondroplasie

Adrenogenitales Syndrom

Albinismus

Alkaptonurie

Apert-Syndrom

Brachydaktylie

Chorea Huntington

Ehlers-Danlos-Syndrom

Engelmann-Syndrom

Galaktosämie

Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel

Hämochromatose

Hämophilie A und B (Bluterkrankheit)

Hutchinson-Gilford-Syndrom

Hypophosphatasie

Ichthyose

Joubert-Syndrom

Katzenaugen-Syndrom

Kretinismus

Kurzripp-Polydaktylie-Syndrom

Laurence-Moon-Biedl-Bardet-Syndrom

Lippen-Kiefer-Gaumenspalte

Marfan-Syndrom

Morbus Fabry

Mukoviszidose

Muskeldystrophie

Neurofibromatose

Norrie-Syndrom

Phenylketonurie

Retinitis pigmentosa

Ribbing-Syndrom

Rot-Grün-Blindheit

Septische Granulomatose

Sichelzellanämie

Xeroderma pigmentosum


1 18,6 Prozent nach M. Voigt in: Rath / Friese: Erkrankungen in der Schwangerschaft – Häufigkeitsverteilungen der Schwangerschaftsrisiken

 

Fusszeile / Impressum