DGK e.V. -Die DGK-Kampagne 'Lobby für das Kind' informiert:Tipp der Woche vom 24. Juli 2006: Thema Blutdruck: Tipps gegen den entgleisenden Blutdruck, Schwangerschaft
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'Lobby für das Kind' informiert:
Tipp der Woche vom 24. Juli 2006

Tipps gegen den entgleisenden Blutdruck

In der Schwangerschaft kann Bluthochdruck für die Mutter und das Baby gefährlich werden. Eine Gewichtsreduktion, üblicherweise die erste und wichtigste Gegenmaßnahme, kommt für Schwangere nicht infrage. Aber auch mit einer gezielten gewichtssteigernden Auswahl von Nahrungsmitteln lässt sich der Druck reduzieren.

Leichter Bluthochdruck sollte zunächst nur mit Diät, schwerer Bluthochdruck mit Diät und geeigneten Medikamenten behandelt werden, sofern sie für den heranreifenden Fetus sicher sind. Häufig kann bereits durch eine Ernährungsumstellung die Arzneimittelgabe verhindert oder zumindest reduziert werden.

Weniger Salz!

Die einfachste Methode, die Bluthochdruck zu senken, ist ein Anpassen der Nahrungsmittelauswahl. Das problematische Mineral ist Natrium. Deshalb steht die Reduktion der Kochsalzzufuhr im Vordergrund. Dabei ist nicht nur das Kochsalz entscheidend, das dem Essen bei oder nach der Zubereitung zugefügt wird.

Beachtet werden muss ebenso die Salzmenge in fertigen Lebensmitteln wie Fleisch- und Fertiggerichten, Wurst, Käse, Suppen und Gewürzmischungen. Salz wird auch zur Konservierung von Nahrungsmitteln eingesetzt, und ist in entsprechend großen Mengen in Fleisch-, Gemüse- und sonstigen Konserven enthalten.

Beispiele für Lebensmittel, die viel Natrium enthalten

Lebensmittel

Na-Gehalt (in mg) in 100 g verzehrbarem Lebensmittel
(im Durchschnitt)

Matjeshering

2500

roher Schinken

1390 (nur zum Vergleich - Rohwust in der Schwangerschaft meiden!)

Salami, Cervelatwurst

1240 (nur zum Vergleich - Rohwust in der Schwangerschaft meiden!)

Schmelzkäse

1240

Salzgebäck

1770

gesalzene Nüsse

1450

Dill-, Salzgurken

960

gekochter Schinken

870

Dosenwürstchen

710

Schnittkäse

710

Hartkäse

560

Mischbrot

550

Vollkornbrot

440

Gemüsekonserven

230 (Durchschnittswert)

Es sind über 30 Prozent des täglichen Salzverbrauchs, die durch Fleisch und Wurstwaren zugeführt werden. Weitere 30 Prozent entfallen auf Brot und Backwaren.

Fleisch und Wurstwaren sollten deshalb zugunsten pflanzlicher Lebensmittel in den Hintergrund treten, Brot kann durch Haferflocken oder Muesli ersetzt werden.

Gewürze

Es gibt einige Würzmittel, die den Blutdruck treiben. Erlaubt sind frische oder getrocknete Kräuter, Zitrone, Obstessig sowie Gewürze wie beispielsweise Paprika. Trotz botanischer Verwandtschaft sind Pfeffer und Zwiebeln erlaubt, Chili und Knoblauch dagegen nicht.

Außerdem ist Vorsicht geboten vor warmen, heißen und scharfen Gewürzen wie Zimt, Kardamom, Nelke oder Ingwer. Sie wirken sich nicht nur auf den Blutdruck aus, sondern sind zudem wehenfördernd und können eine Frühgeburt auslösen.

Rauke (Rucola), Kresse, Petersilie und Sellerie sind unbroblematische Gewürzkräuter (nur das Gewürzkraut, niemals die Samen verwenden!)

Getränke

In der Schwangerschaft ist der Flüssigkeitsbedarf hoch, drei Liter pro Tag sollen getrunken werden. Bei nur leichter Erhöhung kann sich bereits auf diese Weise der Blutdruck normalisieren.

Weil in Mineral- und vor allem in Heilwässern zum Teil erhebliche Mengen an Natrium enthalten sind, sollten natriumarme Sorten mit einem Natriumgehalt möglichst unter 30 mg je Liter bevorzugt werden.

Ebenfalls geeignet sind Fruchtsaftschorlen und Früchte- bzw. Kräutertees. Alkoholische und colahaltige Getränke sind selbstverständlich gänzlich zu streichen. Und bitte so wenig Kaffee und Schwarztee wie möglich trinken.

Optimal: Kalium

Kalium ist ein Mengenelement, das blutdrucksenkend wirkt. Es ist in Kartoffeln, Hülsenfrüchten und vielen Gemüse- und Obstsorten enthalten. Doch Vorsicht: Nicht jeder Verträgt größere Mengen Kalium gleich gut. Frauen mit Gestose oder fortgeschrittenen Nierenleiden sollten den gezielten Einsatz von Kalium vorab bei einer Vorsorgeuntersuchung thematisieren.

Noch ein Tipp: Bringen Sie Ihren Körper auf Trab!

Körperliche Fitness ist ein wichtiger Aspekt in der Blutdruckregulation. Dabei ist die mäßige, aber tägliche Bewegung wirksamer als zwei Stunden intensiver Sport einmal in der Woche.

Solange es der Kreislauf und der innere Druck durch das Baby im Bauch zulassen, sind Aktivitäten wie Gymnastik, Radfahren oder Schwimmen ideal.

Den ausführlichen Beitrag zum Thema des Monats lesen Sie in unserem Pressendienst Deutsche Gesundheits-Korrespondenz (dgk) 7/8 - 2006

 

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